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Ingenieursmangel im öffentlichen Dienst: "Die Leute hauen uns ab"
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In Berlin werden spezialisierte Bauingenieure für den öffentlichen Dienst ausgebildet. Weil sie vielerorts fehlen, verzögern sich Milliardeninvestitionen für Schulen, Straßen oder Breitband. Der Mangel hat Gründe.

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vegefranz 10.09.2018, 13:42
10. Leute, wie Baustadtrat Schmitz sind das Problem

wenn schon an der Verwaltungsspitze keine Fachleute, sondern 100%ige Ideologen sitzen, muß sich doch niemand wundern, wenn Berlin ein gescheitertes Bundesland ist.

In den Bezirksämtern interessiert man sich für Transgender-Toiletten. Da fühlen sich die Politiker kompetent, weil sie das schon im Sozialpädagogik-Studium gehört haben. Alles andere: ????

Gerade

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ctwalt 10.09.2018, 13:43
11. Der arme Staat

nicht Mal seine Ämter und Behörden kann er qualifiziert leiten. Kein Geld - keine Mitarbeiter - kein Geld - ........ ein offensichtlicher Kreislauf

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triptychon5zehn 10.09.2018, 13:45
12.

Als Architekt hätte ich mir ein Ing.-Studium nie vorstellen können. Auch wir werden heutzutage händeringend gesucht, aber wenn ich sehe was da bei den Ings an Löhnen sprudelt hätte ich mich vielleicht überreden lassen - das versucht nur niemand und es ist leider stinkelangweilig - vielleicht mal Architektur/Ingenieurwesen anbieten? Ich hätte es prickelnd gefunden.

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urbanism 10.09.2018, 13:52
13. Privatisierung

Man kann auch sagen, seit Ende der 80iger Jahre haben die Städte und Kommunen wie blöde privatisiert. Gewinn war wichtiger als eine funktionierende Infrastruktur. Und jetzt haben wir die Quittung. Was läuft denn noch bei den Kommunen und Städten, Nichts. Schulen und Strassen sind marode. Schwimmbäder, Sportplätze, Turnhallen werden geschlossen. Personal wurde massiv abgebaut. Stattdessen jedes Jahr irgendwelche Kommunalen Abgabenerhöhungen, die meistens in irgendwelche Prestige Bauvorhaben gesteckt werden von der die breite Masse nichts hat. Hier zeigt sich am besten warum die Bürger Politik verdrossen sind und im extremen ihren Neuanfang suchen. Deutsche Politiker haben nicht begriffen, dass man nicht immer nur nehmen kann, sondern man muss auch permanent Investieren um Erfolg zu haben. Aber was erwartet man von Politikern die außer ihrer Uni und ihrer Partei noch nichts von der Welt mitbekommen haben, geschweige denn mal richtig gearbeitet haben...

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tommit 10.09.2018, 13:52
14. Einzige Chance Verbeamtung

eine Sicherheit die ein Unternehmen nicht bieten kann..
Und irgendwann wird es dann die Konfrontation geben .. ANgestellte gegen Beamte..
Es ist nicht die Frage ob die Frage ist nur wann..
Wer aber denkt in der freien WIrtschaft wäre man besser aufgehoben... kann auch irren insbesondere im Alter ...
aber aus Senastionsgründen wird in der Presse ja immer nur eben ein Spot beleuchtet...

Ich habe Kommilitonen die sich bewusst ins Beamtentum geschafft haben.. Mal sehen wenn es Pensionen oder Renten gibt wer wem hinterhergafft...
und dann fängt das Spiel wieder von vorne an .. bis es irgendwann knallt..
Der Mensch kann eben auch nicht aus der Entropie, so sehr er dass auch glauben mag.

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bierzelt 10.09.2018, 13:53
15. Das hat doch System in unserer neoliberalen Welt

1. Kaputtsparen, 2. Privatisieren, 3. Monetarisieren. Der Mangel ist schlichtweg politisch gewollt, damit sich der Staat guten Gewissens wieder bei PPP Programmen über den Tisch ziehen lassen kann; die Verantwortlichen sind dann diejenigen, die nach der Amtszeit ein lukratives Pöstchen bekommen. Siehe Roland Koch, Daniel Bahr, Joschka Fischer usw usw. Ein anderes Mittel wäre übrigens Bauingenieure aus der freien Wirtschaft zu holen und einfach mal zeitgemäße Gehälter zahlen.

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nobronski 10.09.2018, 13:53
16. Na Hauptsache...

... wir sind mal wieder Export-Weltmeister und stehen von allen Ländern in Europa mit am besten da. Es ist eben nicht mit Investitionen in die Bauvorhaben alleine getan. Diese müssen auch geplant und umgesetzt werden. Und wer nur "Peanuts" bezahlt, kann oft auch nur Affen beschäftigen. Diese vielen Überschüsse und glänzenden Gewinne der Wirtschaft sind größtenteils zu Lasten der Arbeitnehmer und Angestellten gegangen. Sie haben durch Lohnverzicht bzw. minimale Gehaltsanpassungen derartig riesige Gewinne erst möglich gemacht.
Und jetzt stellen Industrie und Politik mit Entsetzen fest (wenn sie das Übel überhaupt lokalisieren und dessen Gewahr werden wollen), dass sie keine Fachkräfte mehr bekommen. Nun wird wieder der Ruf nach den "hoch qualifzierten ausländischen Arbeitnehmern" laut, weil man selbst jahrzehntelang den Nachwuchs nicht gefördert, den Ausgebildeten keine adäquate Bezahlung geboten hat. Kurzfristige Gewinnmaximierung war der Leitspruch. Vor mittel- oder gar langfristigen und gar nachhaltigen (Personal-)Planungen hat man lieber die Augen verschlossen.

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hagr 10.09.2018, 13:56
17. Bildungsniveau

Da werden also Ingenieure in politischer Mathematik ausgebildet und können hinterher ausrechnen, dass ein Schwelbrand dazu führt, dass ein Hochhaus in freier Fallgeschwindigkeit bis auf die Grundmauern in sich zusammenstürzt und die Lobby des Hochhaus explodiert, bevor die oberen Stockwerke völlig ungebremst unten ankommen und das Metall, noch Tage später im Boden heißer glüht als Kerosin brennt, während andere Hochhäuser über Stunden lichterloh brennen können und dabei stehen bleiben. Alles klar.

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spon_5112961 10.09.2018, 13:57
18. Wieso

soll es denn hier anders sein. Wenn man Leute weit unter Wert bezahlt, gehen sie. Da hilft es auch nichts, die restlichen Beschäftigten auszupressen bis sie nicht mehr können. Man löst so allerdings das Rentenproblem. Entweder erleben die Leute, die Rente nicht oder sie sterben wegen des Elendslebens als Armutsrentner früher. Da ist System dahinter

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burlei 10.09.2018, 13:57
19. Pro Jahr verlassen ...

10.000 bis 12.000 junge Bauingenieure die Hochschulen. Ihr Verdienst liegt zwischen 30.000 und 45.000 Euro/Jahr. Im gleichen Zeitraum verlassen etwa 270.000 BWLler die Hochschulen und ihr Anfangsgehalt liegt bei durchschnittlich 40.000 bis 45.000 Euro pro Jahr. Wundert sich jemand darüber, dass es so wenige Ingenieure gibt? Neben dem Gehalt gibt es natürlich noch ein paar andere Unterschiede. Ein Betriebswirtschaftler in schickem Anzug, weißem Hemd und Krawatte wird innerhalb weniger Minuten eine detaillierte PowerPointPräsentation auf die Laptops des Vorstandes projizieren können, die ohne weiteres klar zeigt, dass Ingenieure für die Firma viel zu teuer sind und die Anstellung von 2 weiteren BWLlern mehr Nutzen bringt. Der Bauingenieur trampelt höchstens in dreckverschmierten Gummistiefel über den schicken Teppich des Vorstandsbüros und erklärt, dass das, was sich der Vorstand da vorstellt nie funktioniert, weil der schwammige Boden den gewünschten Billigbau nie tragen wird. Der geneigte Leser kann jetzt selber entscheiden, wer beim Vorstand mehr angesehen ist, der nette junge BWLler oder der Prolet von Ingenieur.

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