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Interaktive Karte: Angst vor der Atomwolke
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Zehntausende wollen am Sonntag gegen marode AKW hinter der deutschen Grenze demonstrieren. Wie groß ist das Risiko, dass im Ernstfall eine nukleare Wolke über Ihren Wohnort zieht? Unsere interaktive Karte gibt eine Einordnung.

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Schlachtkreuzer 24.06.2017, 18:06
1. Nichts geht über das schüren von Angst.

Nichts geht über das schüren von Angst. Sicher gibt es netteres als Kernkraft. Viele Alternativen aber auch nicht. Aber die Diskussion darüber ist so müßig, wie die Erläuterung, warum die Energiewende in Deutschland auch in 100 Jahren noch nicht vollzogen sein wird, so wie sie passiert. Dann protestiert mal schön.

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Newspeak 24.06.2017, 18:15
2. ...

"Zunächst gilt, was für die Atomkraft schon immer galt: Die Gefahr eines katastrophalen Unfalls der Größenordnung Tschernobyl oder Fukushima ist verschwindend gering. Zunächst gilt, was für die Atomkraft schon immer galt: Die Gefahr eines katastrophalen Unfalls der Größenordnung Tschernobyl oder Fukushima ist verschwindend gering."

Und weil die Gefahr "verschwindend gering" ist, gab es in meiner Lebenszeit zusammen mit Harrisburg schon >3 Kernschmelzen, solche Sachen wie Windscale und andere Atomunfaelle gar nicht mitgerechnet.

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M. Michaelis 24.06.2017, 18:19
3.

Zitat von Newspeak
Und weil die Gefahr "verschwindend gering" ist, gab es in meiner Lebenszeit zusammen mit Harrisburg schon >3 Kernschmelzen, solche Sachen wie Windscale und andere Atomunfaelle gar nicht mitgerechnet.
Tatsächlich ist die Zahl von schweren Havarien gering. Betrachte man dann noch die spezifischen Ursachen ist das Risiko noch geringer.

Nimmt man die nachweisbaren Opferzahlen so ist die Steinkohle mit riesigem Abstand der gefährlichste Energieträger.

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horstu 24.06.2017, 18:21
4. Spiel mit den Ängsten

Politik, Ökolobby und Medien "spielen in unerträglicher Weise mit den Ängsten der Menschen", um mal eine beliebte aktuelle Phrase zu bemühen. Doch wenn es gegen Atomkraft geht, darf der Populismus der Mitte offenbar salonfähig werden. Im Aachener Dreiländereck werden mittlerweile schon "Abschalthebel" installiert, mit denen jeder mal symbolisch Tihange abschalten darf. Wenn sich die Zivilgesellschaft jedoch auf anderen Politikfeldern regt und eine zukunftsfähige Politik anmahnt, ist die Wut der Politiker hierüber groß.

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dislozierter 24.06.2017, 18:43
5. Definieren sie mal bitte "verschwindend gering"

Wenn man bei 80.000.000 Menschen 10 Terroropfer zu beklagen hat, kann man vielleicht von einem verschwindend geringen Risiko sprechen Opfer eines Terroranschlags zu werden.
Aber setzen sie mal die Anzahl der Kernkraftwerke weltweit gegen die Liste von deren Unfällen.
Das Risiko würde ich nicht als verschwindend gering bewerten.

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C. V. Neuves 24.06.2017, 18:52
6. Unwahrscheinlich

Im Moment wäre es sicherlich für die meisten Leser interessanter über die Folgen von Einschlägen von Atombomben informiert zu werden als über mögliche, relativ nicht so wahrscheinlicher Havarien von AKWs.

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Subco1979 24.06.2017, 18:55
7. Atomkraft ist halt Russisch Roulette

Oder wie Überholen in der Kurve auf 2-spurigen Landstrassen: Ja, es bringt einen schneller vorran. Wie Atomkraft. Bis es doch mal passiert, was in der Ukraine in weniger dicht besiedeltem Gebiet passiert ist oder in Japan, wo der Wind zufällig von Süd nach Nordost wehte und den meisten Dreck auf dem Ozean verschwinden ließ. - Andersherum: Wenn als Ausgleich der nächste unerwartete Zwischenfall wie in der Worst-Case-Grafik gezeigt eintrifft, müssen so 50 Millionen Deutsche umgesiedelt werden. Und D-Land ist instant staatsbankrott. Wer nimmt in der Wirtschaftskrise die 50 Millionen Menschen auf? .... Klar, kein Plan B. Sonst müsste man ja dem Risiko wie ein Mann in die Augen schauen.

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fawlty 24.06.2017, 19:10
8. Merkt jemand was?

Das Risiko ist verschwindend gering. Aber WENN was passiert! Dann könnten die Auswirkungen gravierend sein. Ach was.
Die Händchenhalter morgen glauben vermutlich daran, dass der GAU ohne ihren Einsatz sicher bevorsteht.

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AZ1 24.06.2017, 19:11
9.

"Die Gefahr eines katastrophalen Unfalls der Größenordnung Tschernobyl oder Fukushima ist verschwindend gering."
Das ist ganz offensichtlich falsch, es hat ja bereits zwei(!) solcher Unfälle gegeben.

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