Forum: Wirtschaft
Interaktive Karte: Angst vor der Atomwolke
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Zehntausende wollen am Sonntag gegen marode AKW hinter der deutschen Grenze demonstrieren. Wie groß ist das Risiko, dass im Ernstfall eine nukleare Wolke über Ihren Wohnort zieht? Unsere interaktive Karte gibt eine Einordnung.

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kretikus 25.06.2017, 08:45
80. Unpräziser Artikel: Risiko, GAU

Hallo,
Dieser Artikel ist sehr ungenau.
1.
In der Definition von Risiko ist die Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schaden schon eingerechnet.
Risiko = P * Schaden.
Im Artikel wird Risiko mit der
Eintrittswahrscheinlichkeit gleichgesetzt.

2. GAU
Ein Kernkraftwerk ist auf den größtem anzunehmenden Unfall (alter Begriff) ausgelegt worden, somit sollten bei einem GAU die sicherungssysteme noch den Unfall eindämmen und den Schäden reduzieren.

Der Artikel meint bestimmt Unfälle die "schlimmer" sind.

Bitte um bessere Benutzung von Begriffen beim nächsten Mal.

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leif_scheuermann 25.06.2017, 08:45
81. Methoden-GAU

Warum werden hier eigentlich "interaktive Karten" des Österreichischen Ökologie Instituts herangezogen. Die Deutschen Umweltministerien (Bund und Länder), wie auch fast alle europäische Partnerländer, sowie u.a das KIT (Karlsruhe) und die Universität Stuttgart haben sehr gute und detaillierte Simulationen mit weitaus mehr und verlässlicheren Daten. Es gab etliche Benchmarkprojekte im Europäischen Rahmen etc.
Jede Stunde werden mehrere Simulationsrechungen für alle Kraftwerke im deutschen Einflussbereich (dazu zählen auch Frankreich, Schweiz und Belgien) gerechnet.
Die Daten die wir haben, sind so viel größer, wie das was hier als "Studie" bezeichnet wird. Und sie hören bei weitem nicht 2009 auf!!!!!!
Meine Kritik bezieht sich dabei nicht Aussagen des Artikels, sondern um die methodische Herangehenweise!!!
Sehr unprofessionell das!!!!!

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telos 25.06.2017, 08:48
82. Nationaler Ausnahmezustand

Ein unmittelbar an der deutschen Grenze stattfindender Gau würde von den deutschen Behörden als nationaler Ausnahmezustand bezeichnet werden, ähnlich wie ein nationaler Verteidigungsfall. Die Behörden würden dafür sorgen, dass ein möglichst reibungsloser Ablauf der noch intakten Infrastruktur gewährleistet bleibt; Menschenleben haben - natürlich hinter vorhehaltener Hand gedacht und gesagt - zweitrangige Bedeutung. Menschen degradieren dann nur noch zu Nummern und Zahlen. Da mache ich mir keine Illusionen.

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lalito 25.06.2017, 09:26
83. VW Käferschrott lässt grüßen . . .

Zitat von Überfünfzig
. . . So einen Ausdruck können nur Sozialpädagogen, Kaufleute,Aber die Medien sind nun jetzt über eine Generation eingeübt im Panik verbreiten und mittlerweile sitzen die Kinder der Protestgeneration aus den 70er in den Redaktionsstuben und die können einfach nicht mehr aus den eingeübten Ritualen raus, zumal die von ihnen gehätschelte Energiewende weiter an der Bürger verkauft werden muß.
Leider, leider bleibt das Konzept ein Konzept der 70er, da können Sie soviel schrauben und ersetzen wie Sie wollen, profitorientiert hin oder her.

Nützt nur nix -, Käfer frontal auf SUV und beim SUV ist grad mal 'n Kratzer und bisschen rostiger Staub auf dem Stoßfänger, die Fahrgastzelle beim SUV bleibt intakt. Nur der Käfer, der existiert nicht mehr.

You can fool some people sometimes, but . . .

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fawlty 25.06.2017, 09:33
84.

Zitat von Überfünfzig
So einen Ausdruck können nur Sozialpädagogen, Kaufleute, Journalisten oder sonstige technisch Ungebildete von sich geben, um zu vergeistigen, das ähnlich wie bei eine durchgerosteten Kfz irgendwann der Motor nach unten raus fällt oder bezogen auf ein KKW eventuell rostige Rohr brechen oder von der Decken fallen. Dem ist mitnichten so, denn wer sich auskennt weiß das ebenso wie im Luftverkehr gealterte oder technisch überholte Apparate und Überwachungseinrichtungen in gewissen Intervallen ausgetauscht und die elementaren Komponenten wie Rohre, Dampferzeuger etc. einmal jährlich bei der zwei bis dreiwöchigen Revision geprüft und begutachtet werden und das gilt in ganz West- und Osteuropa. Aber die Medien sind nun jetzt über eine Generation eingeübt im Panik verbreiten und mittlerweile sitzen die Kinder der Protestgeneration aus den 70er in den Redaktionsstuben und die können einfach nicht mehr aus den eingeübten Ritualen raus, zumal die von ihnen gehätschelte Energiewende weiter an der Bürger verkauft werden muß.
Vielen Dank! Mehr auf den Punkt geht nicht. Besonders im letzten Satz beschreiben Sie sehr treffend unsere traurige Realität. Das ist unsere "irgendwas mit Medien"-Generation: keine Ahnung, aber viel Meinung, und ein reines grünes Gewissen.

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achterhoeker 25.06.2017, 09:33
85. Das Szenario

Das ist zu klein gefasst. Wie reagiert der Staat? Als die Physikerin wird die Hände falten und wir schaffen das rufen. Der Rest des Bundestages wird abgetaucht sein und voran die Grünen, weil die haben den Plan. Aber 10 oder 20 Mio. Menschen aufhalten? Mit der Bundeswehr? Und wer von diesen weiss wo die Verantwortlichen wohnen und vor allem die Aktionäre? Das wird spannend in der Wolke. Die wirkt anders als Tschernobyl. Hier ist der Eigentumsverlust wesentlich höher als bei einem Hochwasser. Und hier kennt auch fast jeder den Kampf von Krebskranken.

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spon_3511963 25.06.2017, 09:36
86. Angst vor der Atomwolke

Wie so Angst ? Merkel ist doch aus dem Atom-Strom ausgestiegen und hat uns jede menge Kosten aufgedrückt.
Nach Merkels denke ist doch alles in Butter.Satire ende.

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Askan 25.06.2017, 09:43
87. Unverantwortlich

Die Befürworter der Kernkraft in diesem Forum ignorieren einiges. Wohin mit dem Atommüll für die nächsten Hundertausende Jahre? Keine Antwort, nach mir die Sintflut.
Das rechnerische Restrisiko für einen Aomunfall mit Austritt von Radioaktivität ist da und einer möglichen Unbewohnbarkeit von dichtbesiedelten Gebieten ist das, mit verheerenden Konsequenzen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit klein zu sein scheint.
Letztendlich wird von den Atomkraftbefürwortern nicht unterschieden zwischen baufälligen und störanfälligen Reaktoren wie Tihange, Cattenom und Fessenheim und anderen Reaktoren, die nicht in einem solch desolaten Zustand sind. Das ist pure Technikgläubigkeit unter Ausschaltung jedes Risikobewusstseins. Zusammen mit dem Atommüllproblem ist das eine unverantwortliche Denke, das schlicht hanebüchen ist.

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knuty 25.06.2017, 09:48
88.

Zitat von Überfünfzig
So einen Ausdruck können nur Sozialpädagogen, Kaufleute, Journalisten oder sonstige technisch Ungebildete von sich geben, um zu vergeistigen, das ähnlich wie bei eine durchgerosteten Kfz irgendwann der Motor nach unten raus fällt oder bezogen auf ein KKW eventuell rostige Rohr brechen oder von der Decken fallen. Dem ist mitnichten so, denn wer sich auskennt weiß das ebenso wie im Luftverkehr gealterte oder technisch überholte Apparate und Überwachungseinrichtungen in gewissen Intervallen ausgetauscht und die elementaren Komponenten wie Rohre, Dampferzeuger etc. einmal jährlich bei der zwei bis dreiwöchigen Revision geprüft und begutachtet werden und das gilt in ganz West- und Osteuropa.
Man schafft es ja noch nicht mal ein Leck im Abklingbecken von Tihange 1 zu stopfen, aus dem seit 2005 jeden Tag 2 Liter kontaminiertes Wasser verschwindet.

Und rissige Reaktordruckbehälter wie die von Tihange 2 und 3 sowie von Doel kann man überhaupt nicht reparieren oder austauschen, sondern nur verschrotten und zum Atommüllschrottplatz bringen, wenn es einen geben würde.

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Ewa 25.06.2017, 09:48
89. Vorsicht Unwetter drohen

Die Atomwolke macht mir keine Angst, denn sie ist das Hirngespinst von Zehntausenden. Angst macht mir aber die steigende Zahl von schweren Unwettern, Eregbnis eines Ausstieges aus der Kernenergie
und des damit verbundenen weieteren Abbaues von fossilen Brennstoffen, die auch zum Antrieb von E-Autos zur Stromerzeugung
genutzt werden. Anteil der fossilen Brennstoffe Barunkohle und Kohle an der Energiegewinnung in Deutschland 40%.
Heute redet jeder vom Stickstoffausstoss bei Dieselfahrzeugen.
Von der CO² Belastung durch fossile Brennstoffe der Atmosphäre spricht kaum einer.
Ach ja die Endlagerfrage, hat sich von selbst gelöst wenn man Hawking hört, der gibt der Menschheit auf der Erde noch 100 Jahre...

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