Forum: Wirtschaft
Interview mit Post-Vorstand Gerdes: Post baut E-Autos mit größerer Reichweite
DPA

Schneller, weiter, mehr: Die Post treibt den Bau von Elektrofahrzeugen voran. Demnächst kommt auch ein Modell mit Brennstoffzellenantrieb dazu.

Seite 7 von 10
lalito 01.10.2017, 09:53
60. Wovon reden??

Zitat von markusmuc
Es freut mich, dass die Post nun endlich was gefunden hat, was sie gut kann. Post zustellen und kundenorientierten Service bieten, ist ja leider nicht die Stärke des Unternehmens. Habe zwei Jahre (!) auf die Freischaltung meiner Packstationskarte gewartet. Insofern habe ich nicht wirklich Angst vor der Konkurrenz der Post gegenüber der deutschen Auto-Industrie.
Mache seit Jahrzehnten ganz andere Erfahrungen mit der Deutschen Post.

Freundlich und immer cool bleibend am Schalter, egal wie es grad mal wieder stößt in den üblichen Zeiten, dazu über 99,8 %korrekt und im Zeitrahmen erfolgte Zustellungen (vierstellige Database).

Das mit dem einen Geisterfahrer, wg. Angst und so, das kennen Sie?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bwk 01.10.2017, 10:10
61. Das E-Auto

Das Auto mit E-Antrieb wird kommen, kein Zweifel. Ob die Batterie der richtige Speicher für die Antriebsenergie ist glaube ich nicht. Zu viele Probleme stehen dem entgegen. Ein Problem ist die Ladeinfrastruktur. Hierfür wird ein Mittelspannungsnetz für die Aufladung nötig sein. Mit 220V oder 380V dauert ein Ladezyklus zu lange. Um ein solches Netz flächendeckend zu errichten brauchen wir heute in Deutschland 10 - 20 Jahre. Man denke an den Netzausbau für die Off-Shore-Windkraft. Vernünftiger und wirtschaftlicher wäre das E-Auto mit Brennstoffzelle. Die Infrastruktur könnte einfach durch Umrüstung bestehender Tankstellen erfolgen und der überflüssige Windstrom könnte zur Wasserstoffproduktion benutzt werden. Wasserstoff kann man auch zwischenlagern. Das Brennstoffzellenauto ist in 2-3 Jahren marktfähig - also besser die Füße ruhig halten und abwarten. Wer E-Autos mit Batterie kauft macht m.E. nach einen Fehler - es sei denn Geld spielt keine Rolle, oder es wird wie bei der Post zum Pakettransport verwendet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schnapporatz 01.10.2017, 10:35
62. Der M.-Plan...

Zitat von cum infamia
...verfolge ich den Abstieg eines einst stolzen Industriezweiges, nämlich der Autoindustrie. Ähnliches erfolgte schon mit Stahl, Bergbau, Fernsehen, Computer.... Der Morgenthau-Plan scheint DOCH zu funktionieren - nur etwas verspätet ...
war im Grunde ein sehr gelungener Ansatz für nachhaltig-bescheidenes Wirtschaften im Sinne eines funktionierendes Gemeinwesens - aber durchaus noch ausbaufähig.
Um mit so etwas freiwillig anzufangen, müßte Mensch sich aber gehirnmäßig zuerst noch etwas weiterentwickeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hosterdebakel 01.10.2017, 10:47
63. Nicht

Zitat von cum infamia
Die Lokführer der ersten Loks haben sogar im Winter im Freien gestanden! Glauben Sie, die hatten Sitzheizung ? Mit Weicheiern ist eben keine Innovation möglich ! Curie hat ihre Entdeckung mit dem Leben bezahlt, nicht nur mit einer Erkältung !
alles was hinkt ist ein Vergleich.
Die Lokführer hatten Dampflokomotiven die mit Kohle angetrieben wurden, da war die Kälte weniger ein Problem.
Marie Curie starb laut http://www.sueddeutsche.de/medien/ma...en-1.1182903-3 an Anämie. Ob dies angeboren war oder durch ihre Forschung kam ist nicht eindeutig geklärt.
Mit Menschen wie Ihnen scheint keine vernünftige Diskussion möglich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
knuty 01.10.2017, 10:50
64.

Zitat von bwk
Das Auto mit E-Antrieb wird kommen, kein Zweifel. Ob die Batterie der richtige Speicher für die Antriebsenergie ist glaube ich nicht. Zu viele Probleme stehen dem entgegen. Ein Problem ist die Ladeinfrastruktur. Hierfür wird ein Mittelspannungsnetz für die Aufladung nötig sein. Mit 220V oder 380V dauert ein Ladezyklus zu lange. Um ein solches Netz flächendeckend zu errichten brauchen wir heute in Deutschland 10 - 20 Jahre. Man denke an den Netzausbau für die Off-Shore-Windkraft. Vernünftiger und wirtschaftlicher wäre das E-Auto mit Brennstoffzelle. Die Infrastruktur könnte einfach durch Umrüstung bestehender Tankstellen erfolgen und der überflüssige Windstrom könnte zur Wasserstoffproduktion benutzt werden. Wasserstoff kann man auch zwischenlagern. Das Brennstoffzellenauto ist in 2-3 Jahren marktfähig - also besser die Füße ruhig halten und abwarten. Wer E-Autos mit Batterie kauft macht m.E. nach einen Fehler - es sei denn Geld spielt keine Rolle, oder es wird wie bei der Post zum Pakettransport verwendet.
Es gibt schon ein flächendeckendes Mittelspannungsnetz. Und selbst wenn man es ausbauen müsste und dafür 20 Jahre brauchen würde, würde das immer noch leicht kein Problem sein, denn es wird länger dauern bis soviele E-Autos in kurzer Zeit geladen werden müssen.

Es gibt auch noch lange keinen überflüssigen Windstrom. Dazu müssten etwa drei Mal soviele Windkraftanlagen aufgestellt werden wie zur Zeit. Außerdem kann man überschüssigen EE-Strom auch zum Laden von E-Auto-Akkus benutzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pavel1100 01.10.2017, 11:00
65. Für den Anfang wäre genug Wasserstoff vorhanden

Zitat von mcpoel
Warum schreibt der Autor solch einen Unsinn? Brennstoffzellen werden mit Wasserstoff betrieben. Abgesehen, davon, daß dieser realistisch meist fossilem Ursprung ist, kann Wasserstoff nur großindustriell verarbeitet werden, braucht neue Infrastruktur wg. Lagerung und hohen Drücken, verschlingt viel Energie bei Verarbeitung/Transport/Kompression, und vom eigenen Dach wird er wohl nie kommen. Dezentralisiert wird dadurch der Krafstoffmarkt bestimmt nicht. Der bleibt in der Hand der MinÖl Industrie. Die Brennstoffzelle kann daher kein brauchbarer Antrieb sein und ist auch nicht umweltfreundlich.
Im Ruhrgebiet wird seit Jahrzehnten ein 240 km langes Wasserstoffnetz mit Rohrleitungen betrieben. Der als industrieelles Abfallprodukt erzeugte Wasserstoff, der zur Zeit einfach nur verbrannt wird würde bereits für einige zehntausend Wasserstofffahrzeuge ausreichen. Das sind in Deutschland 10 Mrd Kubikmeter. Wasserstoff kann auch umweltfreundlich mit gerade nicht benötigtem Windstrom erzeugt werden. Die Erzeugung aus Erdgas ist wirklich nicht umweltfreundlich aber preisgünstig. Das bestechende an Brennstoffzellenfahrzeugen ist die Reichweite von bis zu 800 Kilometern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pavel1100 01.10.2017, 11:07
66. Nicht gefährlicher als Benzin

Zitat von rtzlwitz
Ich freue mich auf den Tag, an dem der Quatsch mit Wasserstoff und Brennstoffzelle als Automobil-Energiequelle endlich beerdigt wird. Die Brennstoffzelle ist teuer, ihr Wirkungsgrad ist miserabel, die Herstellung von Wasserstoff ist wenig ökologisch und/oder ebenfalls nur mit schlechtem Wirkungsgrad möglich. Wasserstoff ist schwierig zu lagern, da extrem flüchtig und feuergefährlich. Egal ob man ihn kryogen oder und hohem Druck lagert - auch dafür muss wieder Energie aufgewendet werden. Die neueste Generation von Lithium-Akkus aus Elon Musks Gigafactory liegt nun bei 240 Wh pro kg. Das ist völlig ausreichend. BTW: Ich wohne auf dem Land und habe unsere Postbotin gefragt, wieviel Kilometer sie jeden Tag zurücklegt. Es sind unter 100km. Wo also liegt das Problem?
Eben weil er so flüchtig ist verfliegt ausströmender Wasserstoff schnell und ist dann nicht mehr explosiv. Auslaufendes Benzin, das sich entzündet wird für Autofahrer viel schneller zu einer tödlichen Falle wie Versuche gezeigt haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ertz1241 01.10.2017, 11:10
67. die Infrastruktur

zum Wasserstoff-Betanken ist ebenso aufwendig wie der Herstellungsprozess (Elektrolyse) dieses Kraftstoffträgers ökologisch dubios ist. Sicherlich kein Produkt für den Massenmarkt, geschweige denn die Zukunft des Automobils.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pavel1100 01.10.2017, 11:19
68. Verbreitung von falschen Horrorszenarien

Zitat von fd53
Alle Verehrer der Brennstoffzelle haben wohl noch nie eine größere Knallgasexplosion erlebt. Der Tankinhalt von so einem Auto oder gar Transporter dürfte bei einer Knallgasexplosion im Parkkeller völlig ausreichen um das ganze darüber befindliche Einkaufscenter oder Bürohaus in eine Trümmerlandschaft mit mehr als 100 Toten zu verwandeln. Aber dann ist es zu spät zum Nachdenken und für die Vernunft.
Wasserstofftanks sind so sicher, dass sie auch schwere Unfälle unbeschadet überstehen. Schon heute dürfen solche Wasserstofffahrzeuge ohne Einschränkungen in Tiefgaragen abgestellt werden. Für eine Knallgasexplosion benötigen sie ein entzündliches Gemisch. Beim Ausströmen des Gases ist dieses Gemisch nur für kurze Zeit vorhanden. Dannach ist die Mischung ungefährlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jasper366 01.10.2017, 11:20
69.

Zitat von bwk
Vernünftiger und wirtschaftlicher wäre das E-Auto mit Brennstoffzelle. Die Infrastruktur könnte einfach durch Umrüstung bestehender Tankstellen erfolgen und der überflüssige Windstrom könnte zur Wasserstoffproduktion benutzt werden. Wasserstoff kann man auch zwischenlagern.
Der Wirkungsgrad ist grottig, das Fahrzeug benötigt neben der Brennstoffzelle weiterhin einen Akku und das mit dem 'einfachen Umrüsten' der Tankstellen ist ja wohl ironisch gemeint, oder?

Da ist nix mit umrüsten, aktuell kostet ein Zapfpunkt für Wasserstoff 1 Mio Euro.
Wasserstoff kann man zwar unter gewissen Umständen lagern, aber nur unter immens hohem Energie- und Kostenaufwand.

Soviel überschüssige Windenergie wird zukünftig gar nicht anfallen. Immer mehr geplante Windparks erhalten einfach keine Baugenehmigung mehr. Hier war im Nachbarkreis (aber für uns mehr als deutlich sichtbar) ein Windpark von rund 30 Rädern mit einer Nabenhöhe von deutlich über 150 m geplant. Die zuständige Verbandsgemeinde hat Ende letzten Jahres angekündigt das sie keine Baugenehmigung erteilen wird.

Ein kleiner Standort mit drei Windrädern in unserer VG wird nun wohl auch nicht mehr gebaut, da inzwischen der Mindestabstand der Räder zur Bebauung in Rheinland-Pfalz erhöht wurde. Eines der Räder unterschreitet diesen, da aber mindestens drei gebaut werden müssen um überhaupt die Genehmigung zu erhalten, hat sich das wohl jetzt auch erledigt.

Somit ist und bleibt unsere Verbandsgemeinde wohl weiterhin die einzige ohne Windräder.

Im Hinblick auf diese sich verändernden Gegebenheiten sollte man also zukünftig eher versuchen Energie zu sparen (und in E-Fahrzeugen direkt zu nutzen) und nicht großspurig für eine nutzlose Wasserstoffherstellung zu verplempern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 10