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Jahrestagung von IWF und Weltbank: Für Europa wird es wieder brenzlig, und Italien is
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Bei der Jahrestagung des IWF ist Europa wieder Problemfall - wegen Italien. Weil die Regierung in Rom Wahlgeschenke verteilen will, stürzt sich das Land ins Schuldenmachen. Wie hart wird die EU darauf reagieren?

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123rumpel123 12.10.2018, 11:58
1. brotlose Kunst

Da schon andere Mitgliedsstaaten eindrucksvoll gegen den Maastrichtvertrag verstoßen haben, kann die EU da gar nichts mehr machen. Ein Vertragsverletzungsverfahren einleiten. Aber wenn interessiert es und was würde es ändern.

Da hätte man von Anfang an konsequenter auf die Einhaltung des Vertrages achten müssen.

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thomasz1970 12.10.2018, 12:04
2. bestenfalls mit dem Finger drohen und danach schmollen, ...

.. denn in der letzten Eskalationsstufe steht entweder der Austritt oder der Rauswurf eines Mitgliedsstaates. Und das werden die EU-Party-Feiernden mit allen Mitteln zu verhindern wissen. Weil nach der Party für die einen das "Anschreiben" ein Ende hat und für die anderen die dicke Rechnung und der große Katzenjammer kommt. So mal meine Meinung anhand dessen, was anderswo über das Gebilde EU zu lesen ist...

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meinung2013 12.10.2018, 12:10
3. IWF ist Europa wieder Problemfall

Europa ist ein Kontinent, der aus mehr Staaten besteht, als die EU und erst Recht aus mehr Staaten, als die EURO Staaten.
Teile Russlands liegen in Europa, Norwegen liegt ebenfalls in Europa - sind nur 2 Beispiele von Ländern, denen es schnurzegal sein dürfte, was Italien macht.
Und: wenn der IWF ruft, wird EURO und EU Merkel wieder "retten".

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Neapolitaner 12.10.2018, 12:18
4. Man darf einem Land nicht vorschreiben

wie es sich finanzieren will. Wenn Italien neue Schulden aufnehmen möchte, ist das eine Entscheidung Italiens. NIemand ist gezwungen, diese Staatsanleihen zu kaufen. Das weitere regelt der Markt. Man kann auch Italien von außen nicht verbieten, in die Staatspleite zu gehen. Dabei ist Italien keinesfalls so schlecht aufgestellt, dass das notwendig wäre. Italien wäre auch schlecht beraten, das zu tun. Aber diese Erkenntnis muss in Italien selbst kommen. Dass die "EuroRettung" dabei in Gefahr kommt, ist nicht die Schuld Italiens. Sondern derjenigen, die eine evtl. Überschuldungskrise eine Euro-Landes mit "Euro-Rettung" überhaupt in Zusammenhang brachten. Was wiederum durch einen Mangel an Urteilsvermögen zustande kam.

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ralfix 12.10.2018, 12:31
5.

Auch Deutschland und Frankreich haben gegen die Vereinbarungen verstoßen. Aber warum sollte nicht auch ein Land der Eurozone pleite gehen können? Das wäre doch das Risiko der Gläubiger. Warum sollte der Steuerzahler dann wieder einspringen? Das hätte man schon mit Griechenland anders handhaben können. Die Gläubiger hätten einen Großteil ihrer Anlagen verloren und wir hätten Griechenland helfen können, wieder auf die Beine zu kommen. Warum nur mussten wir Banken und Versicherungsgesellschaften retten und einige hundert Milliarden Schulden sozialisieren?

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itzenflitz 12.10.2018, 12:33
6. Außer dem erhobenen Zeigefinger?

Gar nicht. Interessant wird es erst, wenn die Italiener Schwierigkeiten bei der Refinanzierung ihrer Staatsschulden bekommen sollten. Auf die "Rettung" der Banken warte ich jetzt bereits mit großer Spannung.

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Casparcash 12.10.2018, 12:34
7. die eu ist europa

Zitat von meinung2013
Europa ist ein Kontinent, der aus mehr Staaten besteht, als die EU und erst Recht aus mehr Staaten, als die EURO Staaten. Teile Russlands liegen in Europa, Norwegen liegt ebenfalls in Europa - sind nur 2 Beispiele von Ländern, denen es schnurzegal sein dürfte, was Italien macht. Und: wenn der IWF ruft, wird EURO und EU Merkel wieder "retten".
mit ausnahme von russland und bald gb (mal sehen)bildet die eu europa ab. mit staaten, die entweder mitglieder sind, aufgenommen werden wollen oder so eng mit der eu verknüpft sind, dass man unterschiede schon mit der lupe suchen muss. auch denke ich nicht, dass es einem der beiden von ihnen genannten ländern egal sein dürfte, was mit der 4.größten volkswirtschaft europas geschieht. eine krise hat immer sogwirkung. so etwas kann niemand wollen.

nochmal zur eu: auf russland können wir verzichten, so lange putin an der macht ist. mal sehen, wie lange das noch dauert, aber es bröckelt ja schon an allen ecken und enden. vielleicht ist sein nachfolger etwas europäischer.
und was gb angeht: da werden die würfel noch geworfen.

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keksen 12.10.2018, 12:34
8.

"Die italienische Regierung hat bereits angekündigt, sich um das Votum der EU-Kommission nicht zu scheren. Das dürfte nicht zur Beruhigung der Lage beitragen."

Wozu denn überhaupt in der EU bleiben, wenn man von ihren Regeln und Institutionen ohnehin nichts hält? Dann sollen sie halt gehen und uns nicht alle mitreißen.

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hannesmann 12.10.2018, 12:35
9.

Im Grunde haben Sie ja recht. Das Problem ist eben nur die gemeinsame Währung, die in jedem Euroland gesetzliches Zahlungsmittel ist. Solange Banken italienische Staatsanleihen unbegrenzt als Sicherheit für Null Prozent Refinanzierungen hinterlegen können, ist das schon ein gemeinsames Problem. Wenn gesichert wäre, dass der Kauf der Staatsanleihen durch die italienische Notenbank ausgeschlossen ist und die Anleihen solange nicht als Sicherheit für Refinanzierungen akzeptiert werden bis sich Italien wieder an die Regeln hält, wäre das alles auch kein Problem. Ist es aber nicht.

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