Forum: Wirtschaft
Juncker-Konzept: Wir brauchen keinen EU-Finanzminister
AFP

Ein Finanzminister für Europa: So wie EU-Kommissionschef Juncker dieses Amt jetzt fordert, ist es nicht überzeugend. Mehr Transparenz lässt sich in der Eurozone auch anders schaffen.

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mariamadrid 06.12.2017, 20:25
1.

Geht es beim "Finanzminister für Europa" darum, mehr Transparenz zu schaffen, oder stecken da ganz andere Ziele hinter? Ich werfe diese Frage auf, weil der Kommentator sie meidet. Warum eigentlich: Ist die Vermutung abwegig, daß es bei diesem Finanzminister noch um viel wichtigere Dinge geht:

1. Die EU-Bürokratie auszubauen.
2. Europa in Richtung Bundesstaat zu bewegen.
3. Letztlich die europäische Transferunion vorzubereiten.

(1) dürfte Junckers Hauptanliegen sein. (2) ist die Bedingung für (1), und durch (3) sichert sich Juncker die Zustimmung zu (1) und (2).

Ist nur eine Theorie von mir.

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post.scriptum 06.12.2017, 20:38
2. Allmählich kann einem Angst und ...

... Bange werden, was die EU vorhat. Einen europäischen Finanzminister, der quasi undercover das Geld der Steuerzahler verbrät. Unsere Sozis mit dem Europamann Schulz und dem geschäftsführenden Außenminister Gabriel haben auf der Suche nach einem Projekt für die angehende GroKo mangels geeigneter deutscher Alternativen Europa auserkoren. Im Verbund mit Juncker, Jean-Claude soll die EU zu einem riesen Finanzballon aufgeblasen werden, die die eingeworbenen Gelder vor allem der Mittel- und Nordeuropäer in den Süden und Osten umverteilt. Nein, danke, wir brauchen weder einen EU-Finanzminister noch ein europäisches Projekt à la SPD und Juncker.

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fussenegger 06.12.2017, 20:55
3.

Wir brauchen nicht nur keinen EU-Finanzminister, wir brauchen auch keinen Junker. Junker hat doch noch nie irgendeinen Akzent gesetzt, ein neues Konzept vorgeschlagen, oder gar im Ansatz ein Problem gelöst. Bevor man wieder über noch mehr EU-Ministerien nachdenkt, sollte vielleicht der jetzige Chef mal etwas erreichen, oder jemanden vorschlagen, der etwas erreichen kann.

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wasistlosnix 06.12.2017, 21:15
4. Sparpotential

In Deutschland gibt es 17 Finanzminister, da darf man schon die Frage stellen ob wir die alle brauchen. Man könnte sich ja Europaweit den einen oder anderen Finanzminister einsparen.
Auch gehe ich davon aus das Deutschland seine Bürgschaften schon gut versilbert hat, durch die Nullzinspolitik der EZB. Deutschland ist der Nutznießer der Eurokrise. Sollte es zu einer gemeinsamen Armee kommen und evtl. gemeinsamen Grenzschutz, dann wäre es gut eine europäische Kommission zu haben die Handlungsfähig ist und sich nicht von einzelnen Mitgliedsstaaten die Zustimmung erkaufen muss. Das ist dann wirklich ein Transfer und nicht nur ne Bürgschaft.

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puma1 06.12.2017, 21:33
5. Wir brauchen weder einen . .

. . . EU-Finanzminister noch eine EU, die sich immer mehr Macht zum Nachteil der souveränen Nationalstaaten einflössen will. Eine EWG (Robert Schumann!) würde vollends genügen. Darüber hinaus wäre es sinnvoll über z. B. Umwelt- und Energiefragen u.ä. zusammen zu arbeiten und fertig!

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kurt.pachl 06.12.2017, 21:39
6. Ekelhafter Strippenzieher

Es gibt ein Synonym für Macht, für Lobbyismus, für Steuerhinterziehung und für eine schon fast krankhafte Nähe zu den Reichen und Konzernen. Und dieses Synonym heißt Jean-Claude Juncker. Er hat Luxemburg zu einer Brutstätte der Steuerhinterzieher gemacht. Natürlich will er noch mehr Macht und noch mehr Geld. Verdammt. Es wird Zeit, dass solche Burschen von der Bühne verschwinden. Er und viele andere haben Schuld auf sich geladen. Immer mehr "normale" Menschen entwickeln deshalb einen unbändigen Hass auf diese Art Europa; ein Europa, das den Mittelstand und vor allem die Bevölkerungsgruppen darunter zunehmend ärmer werden lässt. Er und seine Kumpane sind schuld, wenn die "Rechten" Zulauf bekommen - weil Menschen Angst und Sorge haben, wie ihre Zukunft aussehen wird.

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Intention 06.12.2017, 21:41
7. Kompetenzen

Ich frage mich, ganz wertneutral, was den Autor dieses Artikels, David Böcking, dazu befähigt, einschätzen zu können, ob die EU einen Finanzminister benötigt bzw. seiner Meinung nach nicht. War der Autor jemals bislang in der Position, Verantwortung zu übernehmen? Nicht in Form von Meinungsmache, sondern aktiv?

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lupo62 06.12.2017, 22:06
8.

Wir haben eine gemeinsame Währung. Da brauchen wir gemeinsame Steuern und natürlich auch einen gemeinsamen Finanzminister. Und einen gemeinsamen Wirtschaftsminister. Ich wundere mich wirklich, dass es fast 20 Jahre gedauert hat, bis man erkannt hat, dass die gemeinsame Währung auch einen Wirtschafts- und Sozialraum mit einheitlichen Gesetzen erfordert. Alles andere ist Kuddelmuddel und Kungelei.

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marcusmaass 06.12.2017, 22:10
9. Das mindeste

ist dieser Schritt. Seit 35 Jahren verhindere ich mit meinem Steuergeld den Niedergang der Bundesländer Bremen und Saarland. Ich bin mehr als bereit auch Freunde zu unterstützen, auf deren Pass ebenfalls Europa steht. Über der sinnlosen Nationalstaatsbezeichnung.

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