Forum: Wirtschaft
Juristische Kuriositäten: Wem gehört eigentlich Geld?

Das ist meins! Schon Kinder erheben früh Anspruch auf Besitz. Doch bei vielen Dingen wissen selbst Erwachsene nicht, wem sie eigentlich gehören.*Das fängt schon beim Geld an, das wir alle im Portemonnaie haben.*

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Poisen82 23.10.2010, 10:22
1. ---

Man lernt immer wieder etwas neues, ich hätte gedacht der Besitzer des Geldes besitzt das Recht am repräsentativen Wert des Geldscheins und nicht den Geldschein selbst.

Ebenso dachte ich das verbrennen von Geld eine (nicht geahndete)Straftat sei.

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eikfier 23.10.2010, 10:30
2. ...gut-schlecht

Zitat von sysop
Das ist meins! Schon Kinder erheben früh Anspruch auf Besitz. Doch bei vielen Dingen wissen selbst Erwachsene nicht, wem sie eigentlich gehören.*Das fängt schon beim Geld an, das wir alle im Portemonnaie haben.*
...diesen Artikel halte ich für eine typische gut-schlechte journalistische Arbeit, weil wir ohne diese Arbeiten (leider?) nicht mehr gut leben könnten:
"gut", weil informativ und vom Produzenten meines Vertrauens.
"schlecht", weil nun wieder die bemalten Geldscheine überall auftauchen werden.
Kurz nach der DM-Wende gab´s meiner Erinnerung nach schon mal so´ne kleinere Mal- und Schreibe-aktionswelle...?!

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adesat 23.10.2010, 11:06
3. Journalistische Kuriosität

Dieser ...Artikel?... verwirrt mich. Hat da auch alles geklappt bei der Einstellung oder ist da ein Fehler aufgetreten? War es das jetzt?

Wem gehört das Geld?
Nun, zumindest stellt der Spiegel da eine interessante Frage. Dass er sie nicht beantworten kann und will überrascht nicht.

..."Damit eine Bank Scheine und Münzen erhält, muss sie im Gegenzug eine Schuldverschreibung geben"....

Da könnte man einsteigen und das Thema verfolgen, hin zu der Quelle der Schuld, dem Gläubiger sozusagen.

Aber diese Geschichte ist ein paar Nummern zu groß für den Spiegel und auch diametral entgegen seiner BILDungsaufgaben.

Es lohnt sich sich etwas Zeit zu nehmen und die Frage nach dem Besitz des Geldes dem www zu stellen. Aber Achtung: Ihr Weltbild könnte irreparablen Schaden erleiden.

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cdyna 23.10.2010, 11:22
4. Kurios?

Warum ist das jetzt eine juristische Kuriosität?

Kurios ist doch eher, wenn "meine" Sachen gerade nicht in meinem Eigentum stehen. bsp. Personalausweis...

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apfelspross 23.10.2010, 11:31
5. Entscheidender Hintergrund

Viel wichtiger ist doch die Frage ? Wer kontrolliert das meiste Geld, z.B. den Dollar und über den unbegrenzten Dollar/Euroumtausch indirekt den Euro ? Die FED gehört zu ca. 50 % der FED New York, die wiederum hauptsächlich New Yorker Großbanken und damit deren Aktionären gehört. So wandert mit Hilfe des Zinses-zinssystems (In jedem Produkt steckt z.T. ein erheblicher Zinsanteil !) und durch den unbegrenzten Umtausch Euro/Yen gegen Dollar das Geld unaufhörlich von unten zu der überschaubaren Anzahl der Fed-Aktionären da oben. Geniales System ... für die da oben

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Silverhair 23.10.2010, 11:44
6.

Zitat von adesat
Dieser ...Artikel?... verwirrt mich. Hat da auch alles geklappt bei der Einstellung oder ist da ein Fehler aufgetreten? War es das jetzt? Wem gehört das Geld? Nun, zumindest stellt der Spiegel da eine interessante Frage. Dass er sie nicht beantworten kann und will überrascht nicht. ....
Ausnahmsweise ein wirklich absolut schlecht gemachter Artikel - der komischerweise trotz Unterteilungen nur einen winzartikel umfast.

Und er handelt nicht von "Geld" sondern schlicht von einem Teil der Repräsentation von Geld - nämlich Bargeld=Noten.

Mit "Geld" hat das aber nur ganz entfernt etwas zu tun, und ist in der Heutigen Zeit durch den inzwischen überall auftretenden Bargeldlosen Zahlungsverkehr ziemlich unwichtig!

Es ist trivial das man an "Banknoten" das Eigentum erwirbt - stört schlichtweg keinen wenn man die kaputt macht - interessat ist da eher .. warum stört es den keinen?
Wenn "Geld" wie leute vermuten einen "Festen Wert und eine feste Menge" hätte - dann würde doch durch zerstörung die Menge immer weniger werden - und irgendwann würde das "Geld" dann ausgehen?

Da stimmt schon was nicht liebe SPON Reaktion.

Und das auf Konten "Geld" gepart ist schon mal überhaupt nicht - das Geld auf den Konten ist da überhaupt nicht - es ist nämlich schon im Moment der "Einzahlung" längst als Kredit anderswo vergeben worden - Was zur Folge hat das die Welt aus lauter Gläubiger besteht!

Und ob man ein Recht zur "Auszahlung" hat ist da noch komplizierter - liegt an der Form der Kreditschöpfung - und das Fiat/Giral-Geld eben überhaupt noch kein existierendes Geld ist. Man hat so dummerweise keinen "Anspruch" - sondern es stellen sich da fragen nach "Ist es Kreditgeld" - ist das Geld was per Überweisung eingegangen ist eigentlich "Geld" oder nur Teil einer ungedeckten Kreditmenge!

Und weil das an diesem Punkt eben nicht mehr eindeutig klärbar ist - hat man letztlich eine "Pool" Verwaltung von Geld .. man hat "Anspruch" auf einen Teil einer "Gesammelten" Menge. Aber das ist dann wieder wie bei Eheleuten bei der Scheidung .. wieviel gehört eigentlich von diesem Geld jedem?

Also der Stresstest hat gezeigt das wenn die Banken ihre Buchwerte gegeneinander aufrechen - nur noch 6% der Beträge auf den Konten gedeckt sind .. oder 6 cent /Euro .. mhh, ist das nicht vielleicht eher das was wir "besitzen" - und die Ziffern auf dem Konto eine 20 fach überhöte Zahlenkolonne ohne wirklichen Wert?

All das fehlt - und da Geld inzwischen eines der wichtigsten Dinge geworden ist - kann man nur SPON mal Raten sich selber mal sehr sehr gründlich damit zu befassen was "Geld" ist , und wem es gehöhrt .. besonders bevor man anderen eine Darstellung gibt die nun wirklich absolut weit weg von der Realität ist!

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frank_lloyd_right 23.10.2010, 11:47
7. Geld gehört immer der internationalen Bankenoligarchie -

es geht nur durch unsere Hände,
damit es unseren Rahm abschöpfen kann
und landet dann angereichert wieder bei
den Banken - oder anders formuliert,
es endet in roten oder früher auch schwarzen Ziffern,
in theoretischen Werten, in Notierungen.
Für den Planeten sind die Zahlen immer rot.

Daß sich manchmal jemand mit Geld (Banknote, Münze,
Kreditkarte ?) etwas zu Fressen kauft, ist heute eher
Nebeneffekt, so wie die "foreclosure homeless" in den USA
ein Nebeneffekt der jüngsten Bankenorgie sind.

Und in dem "Mehrwert", der durch die Umwandlung
planetarer Reserven in Plastikspielzeug entsteht,
steckt alles, nur kein Mehrwert. Giftmüll.

Davon ab : Gibt jemand eine Schätzung ab, wie lange sie es,
nun, da wir alle Konten haben müssen (das war nicht
immer so) uns noch erlauben werden, mit Banknoten
herumzuhantieren ? Läßt sich doch kaum nachviollziehen,
was einer damit so macht...

Wenn erst alles über Kreditkarten läuft, wird auch hier
sicher besser verstanden, was Geld ist : Schuld+-.
Kontrolle, ++ (das ist nicht neu, würde aber ers richtig effektiv).
Schäuble, aufgemerkt - frisch zurück zur Arbeit,
Bargeld abschaffen !
Bessere Terrorismuskontrolle und so...

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Peter Sonntag 23.10.2010, 11:53
8. Sollte das philosophisch oder ökonomisch betrachtet werden ?

Zitat von sysop
Wem gehört das Geld ? Das ist meins! Schon Kinder erheben früh Anspruch auf Besitz. Doch bei vielen Dingen wissen selbst Erwachsene nicht, wem sie eigentlich gehören...
Wenn ich es besitze und nicht gerade geklaut habe, kann es mir doch egal sein, wem es "eigentlich" gehört, gehört hat, gehören sollte oder gehören wird.
Oder bin ich schon wieder einmal nicht politisch korrekt ?

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Jausepriester 23.10.2010, 11:57
9. Gutgläubiger Erwerb

Zitat von
Ein Dieb erlangt kein Eigentum an gestohlenen Geldscheinen. Erst wenn er das Geld ausgibt und der Empfänger nicht weiß, dass es sich um Diebesgut handelt, ist der gutgläubige Empfänger Eigentümer der Geldscheine.
Ähhh... Nein?
§ 935 BGB verhindert grad den Erwerb von abhandengekommenen (z.B. gestohlenen) Sachen. Das dieser bei einer kaum individualisierbaren Sache wie Geldscheinen kaum bis nie greifen kann sollte klar sein.

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