Forum: Wirtschaft
Konjunktur: Der unheimliche Aufschwung
DPA

Rund um den Globus stehen die Zeichen auf konjunkturelle Belebung. Deutschland steht am Beginn eines Booms. Kann das gut gehen?

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Ketterich 19.03.2017, 19:18
0. Postfaktische Traumdeuterei aus dem Wolkenkuckkucksheim

An dem Artikel stimmt kein Wort - dass hat ein Knabe aus seinem Wunderhorn ge....schüttet.

Deutschland verliert in der Relation in der Weltwirtschaft immer mehr an Boden. Andere Länder waschen seit Jahrzehnten mit 6 % und mehr (selbst die Türkei) und in Deutschland müssen die Statistiken gefälscht werden (z.B. durch Hineinnahme von Schmuggel und Prostitution als Wirtschaftsfaktor in das Sozialprodukt), damit man überhaupt noch so was wie Wachstum erkennen kann. Das Deutschland der Medien dümpelt jubelnd vor sich hin.

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pygmy-twylyte 19.03.2017, 19:20
1. Möge der Kelch an uns vorübergehen

"Irgendwann" wird es zu einer Immobilienblase kommen - wohl aber nur im Falle einer weltweiten Wirtschaftskrise und eines damit verbundenen massiven Abbaus von Arbeitsplätzen (Stichwort: Digitalisierung bzw. Technisierung). Momentan ist ja das Gegenteil der Fall. Im Großraum München zum Beispiel sind Immobilien heiß begehrte Mangelware, der Markt ist leergekauft. Die niedrigen Zinsen und das billige Geld hat ja vor allem viele Gutverdienende bzw. Vermögende dazu veranlasst, die teure Mietwohnung gegen eine Erstimmobilie einzutauschen oder gar eine Zweitimmobilie zu erwerben. Das alles bei solider Finanzierung, d.h. hohem Gehalt und hohem Eigenkapital. Etwas anders sieht es bei denjenigen aus, die von den Banken als "gerade noch kreditwürdig" eingestuft werden, hohes Fremdkapital aufnehmen und von Anfang an ganz knapp kalkulieren (müssen). Sie werden bei einer Wirtschaftskrise (neben den Besitzern von Gewerbe-Immobilien) die Ersten sein, die von den Hunden gebissen werden. Man kann nur hoffen, dass es noch lange boomen möge und Digitalisierung und Automatisierung nicht so schnell wie befürchtet voranschreiten bzw. marktbereinigend in die Tat umgesetzt werden und das Schreckensszenario lange auf sich warten lässt.

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apollo.11 19.03.2017, 19:35
2. Nicht nur ...

...die Immobilienblase wird platzen. Mit dem immer weiteren, und jetzt auch noch sich beschleunigenden Wachstum wird vor allem die Ökoblase platzen. Unsere gute alte Erde wird uns eher früher als später die Grenzen des Wachstums aufzeigen. Die Sozialblase wird auch platzen, wenn nämlich im nächsten Abschwung unsere (und andere) Sichererungssystem kollabieren. Nur die Weltbevölkerungsblase, diese von keinem Politiker ernsthaft angegangene, maßgebliche Ursache künftiger Krisen platzt einfach nicht. Hier findet ein besonders ungehemmtes Wachstum statt. Trotzdem schön, dass es uns heute so gut geht, lasst es uns einfach noch genießen, der 'Point of no Return' ist überschritten.

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meine_foren 19.03.2017, 19:45
3.

Zitat von Ketterich
An dem Artikel stimmt kein Wort - dass hat ein Knabe aus seinem Wunderhorn ge....schüttet. Deutschland verliert in der Relation in der Weltwirtschaft immer mehr an Boden. Andere Länder waschen seit Jahrzehnten mit 6 % und mehr (selbst die Türkei) und in Deutschland müssen die Statistiken gefälscht werden (z.B. durch Hineinnahme von Schmuggel und Prostitution als Wirtschaftsfaktor in das Sozialprodukt), damit man überhaupt noch so was wie Wachstum erkennen kann. Das Deutschland der Medien dümpelt jubelnd vor sich hin.
Das kann man nicht miteinander vergleichen. Die Türkei braucht dauerhaft enorm hohe Wachstumszahlen, um irgendwann überhaupt erst mal unser jetziges Niveau zu erreichen.

BIP pro Kopf (IWF 2015):
Türkei: 9.200 Euro Dollar
Deutschland: 41.000 Dollar

6 Prozent in der Türkei: 552 Dollar
1,3 Prozent in Deutschland: 648 Dollar

Bei dauerhaften 6 Prozent würde die Türkei unser jetziges Niveau in zirka 25 Jahren erreichen. Realistisch in der heutigen politischen und wirtschaftlichen Situation? Entscheiden Sie. ;-)

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meine_foren 19.03.2017, 20:07
4.

Ups, vertippt. 1,3 Prozent in Deutschland sollten ebenfalls 552 Dollar wie bei 6 Prozent in der Türkei sein. Nicht 648.

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tiggowich 19.03.2017, 20:22
5. Boom für wen?

Ständig diese hohlen Nachrichten... "uns geht es immer besser", "Deutschland geht es gut", "Die Wirtschaft boomt" ... ich kanns nicht mehr hören. WEM geht es denn gut? Bei WEM boomt es denn? WEM geht es immer besser?? Falls es den "klugen" Fachidioten noch nicht aufgefallen sein sollte, steigende Umsätze bzw. Gewinne von Unternehmen sind doch nicht gleichzusetzen mit Wohlstand. Keine Privatperson hat irgendwas von diesem Mehrgewinn, denn er wird ja nicht unter der Bevölkerung oder den Arbeitnehmern verteilt, sondern für Investitionen im eigenen Betrieb und vor allem zur Bereicherung einiger weniger genutzt. Das Argument Steuern ist Schwachinn, da der kleinste Teil aus Unternehmenssteuern kommt, den Großteil tragen wie immer Privatleute mit riesigen Einkommens-/Kapitalsteuersätzen etc. Wenn in einem angeblich so "reichen" Land knapp 7 Millionen Menschen entweder keine Arbeit haben, Aufstocker sind, von einem Vollzeitjob nicht genug zum Leben haben, oder kontinuierlich von einer Umschulung zur nächsten geschoben werden um die offizielle Arbeitslosenstatistik schön zu reden... dann kann ich das nicht erkennen. 140 Milliardäre und 7 Millionen nicht "Arbeitslose" sondern Menschen ohne (richtige) Arbeit...

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G. Seiters 19.03.2017, 21:30
6.

"Statt in neue Anlagen, in neues Wissen, in bessere Infrastruktur oder saubere Verkehrsmittel zu investieren, die uns langfristig voranbringen würden, fließen die Mittel vor allem in die Befriedigung unmittelbarer Bedürfnisse."
Gemeint sind da wohl die 40-50 Mrd. Migrationskosten jährlich.

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Supertramp 19.03.2017, 22:10
7. Gemeinden müssen Bau Planungen Wirtschafts bezogen steuern

Was bringt ein Bauboom in Region wo es Leerstand gibt! Auch Gebiete wo es kein schnelles Internet, Erdgas Anschluss und Nahverkehrs System gibt sollten einen Baustopp bekommen. Warum verbrennt die EZB weiter Geld in Griechenland seinen Staatsanleihen wenn die Inflation jetzt hoch ist

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gruener00 19.03.2017, 22:37
8. Immobiliencrash

Der Immobiliencrash kommt dann, wenn die Inflation und damit die Zinsen so hoch werden, dass die Leute ihre Hypothekzinsen nicht mehr bezahlen können und daher ihre Immobilien verkaufen müssen.

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