Forum: Wirtschaft
Konzepte von SPD und Altmaier: Warum alte Rezepte für die neue Wirtschaftswelt nicht
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Die SPD will einen "neuen Sozialstaat", Wirtschaftsminister Altmaier eine "nationale Industriestrategie" - beides baut auf überkommenen Vorstellungen von Wirtschaft auf. In Zukunft dürfte es um ganz andere Dinge gehen.

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Hank the voice 10.02.2019, 18:26
1. Wem gehört das Land 1 % oder 99%?

Da versucht uns wohl einer Angst zu machen: "es ist nichts da zum verteilen, alle rüsten auf, die Welt ist böse und gemein, die Wirtschaft treibt Richtung Abschwung!" Das war die letzten 150 Jahre auch so! Trotzdem sind die reichen reichen und die Armen immer ärmer geworden. Weiterbildung bringt das ganze Land nach vorne, Homeoffice spart CO²..... Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Es wird Zeit, dass wir nach gefühlt 10 Jahren Flüchtlings und EU Diskussion nun mal wiede darüber geredet wird...

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curiosus_ 10.02.2019, 18:31
2. Wie sagte…

Zitat von Henrik Müller
Nur wenn die Produktivität zunimmt, und zwar möglichst in der Breite, werden auch Löhne und Sozialleistungen steigen können.
…Robert Bosch: Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle - oder hier:

Wenn die (Lohn-) Kosten steigen gibt es Druck die Produktivität zu steigern. So wie z.B. in der Schweiz, wo ein starker Franken dazu zwingt. Wenn die eigene Währung fehlt, dann fehlt auch der Aufwertungsdruck bei hohen Exportüberschüssen. Warum die Produktivität steigern, wir haben das doch nicht nötig (dann hätten wir ja noch höhere ungesunde Überschüsse) - wir sind auch so langjähriger Exportüberschußweltmeister.

Zitat von Henrik Müller
Damit die Produktivität steigen kann, braucht es Investitionen in Bildung und Forschung, eine hohe Wettbewerbsintensität, ein offenes gesellschaftliches Klima. In all diesen Disziplinen ist Deutschland nicht schlecht, aber wir könnten besser sein. Eine leistungsfreundliche Reform der Sozialversicherungsbeiträge und ein Investitionspakt sind überfällig.
Und was hat nun "Eine leistungsfreundliche Reform der Sozialversicherungsbeiträge" mit "einer hohen Wettbewerbsintensität" und "einem offenen gesellschaftlichen Klima" zu tun?

Zitat von Henrik Müller
Die EU insgesamt könnte das schon, wenn sie den Binnenmarkt vollendet
Was gibt es da noch zu vollenden?

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wohin 10.02.2019, 18:33
3. Wird Zeit,....

....., dass der Begriff "Hartz4" verschwindet. Mir ist seit dessen Einführung schon immer aufgestoßen, dass eine staatliche Maßnahme nach einer Person benannt wird. Genau wie "Riester-Rente" - so als hätten diese Männer ein Patent darauf angemeldet.
(haben sie vlt. auch u. streichen Geld dafür ein) Das gehört sich einfach nicht als Staat, das so zu benennen. Da trifft es Bürgergeld schon eher. Punkt.

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trex#1 10.02.2019, 18:34
4.

Aus dem Artikel kann ich leider keinerlei Zukunftsorientierung erkennen, nur oberflächliche Sprüche.
"Die Wirtschafts- und Sozialpolitik sollte stattdessen die nötigen Freiräume für den Wandel eröffnen" ist nur ein versteckter Hinweis auf Sozialabbau und neoliberale Marktwirtschaft. Auch Großmachtträume vom EU-Imperium sind keine Lösung, sondern das Problem.
Im Grunde alles alter Wein in neuen Schläuchen.

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undog 10.02.2019, 18:35
5. "In Zukunft dürfte es um ganz andere Dinge gehen."

Erfreulich unideologischer Artikel, aber es geht immer noch um das Selbe wie seit 1000 Jahren:
Innovation, Fleiss und Freiheit. Nur dadurch kann ein Mehrwert erzielt werden, der z.T. vom Staat umverteilt werden kann. Und nur Kapitaleinsatz (durch dafür mit Pleite bedrohten Privatinvestoren) erleichtert die damals so schwere Handarbeit.
Leider versagen unsere Regierung und die EU bei der Kontrolle und der Besteuerung der internationalen Konzerne und belasten dafür die mittleren und kleinen Betriebe mit Steuern, Gebühren und Bürokratie.
Wo bleibt demnach die Aufforderung des Autor, diese abzuwählen?

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m.sc. 10.02.2019, 18:35
6. sponsoring

solange die SPD Spenden aus der Industrie erhält, bin ich sehr skeptisch. warum muss sich zum Beispiel die SPD ihre Spargelfahrt und Parteitage durch Tabakkonzerne bezahlen lassen?

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123rumpel123 10.02.2019, 18:37
7. allles beim Alten

Alt und Neu kann ich da nicht genau zuordnen.

Nach wie vor gilt, dass die Produktivität mit der Innovationskraft bedingt durch Bildung, F&E steigt.

Und dazu gilt, dass der Sozialstaat nicht mehr verfrühstücken kann als "Reinkommt".

Ich denke mal, die alten Regeln gelten noch immer. Es sei denn, man ist SPD-Politiker, dann gilt das wohl nicht. Bei den Sozis ist "frühstücken "ein produktiver Akt.

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schewatz 10.02.2019, 18:38
8. Dienstleister

wird man nicht, Dienstleister hält man sich.
Ich sehe schon die ach so fortschrittlichen Vertreter der neuen Arbeitswelt die Industriebarone aus China in ihren IT-Rikschas herumkutschieren.
Dienstleister putzen den Herrschern über die Grundindustrien die Schuhe, oder verdingen sich, wenn sie mehr verdienen wollen, als Datenprostituierte.

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samhall 10.02.2019, 18:41
9. Verwirrung

Der Artikel erscheint indifferent. Redet der Autor jetzt dem Neoliberalismus das Wort und fordert die "Hire and Fire" Einstellung, um kleinere Unternehmen flexibel zu machen?
Oder will er die BRD ala Trump abschirmen von den internationalen Verflechtungen?
Insgesamt scheinen mir Probleme aufgezeigt zu werden, aber ohne einen Lösungsansatz

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