Forum: Wirtschaft
Kosten des Klimawandels: Munich Re steigt aus Kohlegeschäft aus
picture alliance / Lino Mirgeler

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re will nicht mehr in Unternehmen investieren, die ihr Geld mit Kohle verdienen. Grund: Die teuren Folgen des Klimawandels.

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egonv 05.08.2018, 22:31
1.

Klingt vernünftig. Vielleicht führt ja die Versicherung der Kraftwerke und des Drumherum dazu, dass sie unrentabel werden.
Damit leisten die Versicherungen einen (vllt ungewollten) Beitrag zur Modernisierung der Energiegewinnung, insbesondere der Förderung erneuerbarer Energien.

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Europa! 05.08.2018, 22:54
2. Es ist erstaunlich ...

Wenn schon die großen Versicherer aus einem Geldgeschäft aussteigen, kann man sicher sein, dass es wirklich verbrecherisch ist. Allianz, Munich Re und die anderen haben glücklicherweise die Mittel und den Verstand, die Risiken durchzurechnen, die uns bedrohen.

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tatsache2011 05.08.2018, 22:55
3. nicht versicherbar

Nach Kernkraftanlagen werden nun Kohle-Anlagen nicht versichert.
Die unberechenbaren Kernkraftwerke wurden schon immer nicht versichert.
Gut, dass PV- und Windanlagen weiterhin versichert werden.

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lepuslateiner 06.08.2018, 01:33
4. ökonomisch

Das ist kein "ungewollter" Beitrag - das ist pure Ökonomie auf mathematischer (Versicherungs-)Berechnungen. Gerade die Munich Re als Rückversicherer sammelt seit vielen Jahrzehnten gezielt und möglichst allumfassend weltweite Daten zu klimatischen Ereignissen. MIt heutiger Rechenkraft und modernsten Rechenmethoden lassen sich aus diesem "Sammelschatz" bemerkenswerte Schlußfolgerungen ziehen. Und KOHLE ist ein inwischen überbordendes Risiko, von dem man - alle und besonders die MUNICH RE - besser die Finger lässt !

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Jerome E. Gruber 06.08.2018, 01:40
5. Keine Sorge! Politik und Justiz hauen Wirtschaft und Industrie raus...

Keine Sorge! Politik und Justiz hauen Wirtschaft und Industrie doch stets raus...
Man schaue sich nur die Folgekosten der ach so billigen Atomindustrie an.... Millionen Jahre strahlt der Abfall noch.... Und die Kosten von Lagerung, Wartung und Bewachung dieser sicherlich in keiner Weise ungesunden oder gefährlichen Lager müssen die Firmen nicht selbst bezahlen.... Sie dürfen Unterfirmen gründen, die ggf. dann pleite gehen können... Die Gewinne bleiben bei den Mutti-Konzernen.....
Und sie kippen die ganzen Kosten, die die schönen Boni-Gewinnmargen irgendwie schmälern könnten dem Souverän, den Steuerzahlern vor die Füße.... womit der Souverän einerseits die Gewinne der Industrie bezahlt und dann nochmal horrend zur Kasse gebeten wird. Die Justiz betrachtet dies keineswegs als betrügerisch, verbrecherisch, als Diebstahl oder als Raub, sondern als Marktwirtschaft... und schon braucht sie bei dieser Definition nichts mehr tun und kann weiter den Schlaf der "Gerechten" schlafen....
Schlafjustiz für die Großen und Strafjustiz für die Kleinen....
Wie früher so ach heute und auch später....

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frenchie3 06.08.2018, 05:13
6. Nur folgerichtig

daß man nicht die finanziert die einem Kosten verursachen. Es werden hier bestimmt aber noch genug Trolle kommen die beweisen daß das nur Geldgier und reklamewirksame Augenwischerei für die Kunden ist

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ulrics 06.08.2018, 06:27
7. zu hoch

Die 30% sind viel zu hoch. Deshalb will RWE wohl innogy um wieder unter diesen Wert zu kommen...

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Freddie-58 06.08.2018, 06:53
8. Lächerlich

Lächerlicher PR Stunt!!
Und wir werden im Einzelrisikogeschäft, wo wir die Risiken genau sehen können, im Grundsatz künftig keine neuen Kohlekraftwerke oder -minen in Industrieländern mehr versichern.
Fällt jemandem das Wörtchen "Industrieländer" auf? Da werden keine Kohlekraftwerke mehr gebaut, aber in China und Indien etc. hunderte. Siehe: https://www.powerengineeringint.com/coal-fired/coal-fired-new-projects.html

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liberaleroekonom 06.08.2018, 08:09
9. Wo bleibt der moderate Kohleausstieg durch die Politik?

Zitat von egonv
Klingt vernünftig. Vielleicht führt ja die Versicherung der Kraftwerke und des Drumherum dazu, dass sie unrentabel werden. Damit leisten die Versicherungen einen (vllt ungewollten) Beitrag zur Modernisierung der Energiegewinnung, insbesondere der Förderung erneuerbarer Energien.
Noch vernünftiger wäre es selbstverständlich die Politik würde wirksam etwas zum Kohleausstieg beitragen. Man könnte die Kohlekraftwerke z.B. auch über den Emissionshandel unrentabel machen. Vor allem der europäische Emissionshandel muss verschärft (Verknappung der Zertifikate) und verbreitert (Ausdehnung auf den Verkehrssektor) werden, dann steigt auch der Preis. Und mit höheren Zertifikatspreisen werden auch Kohlekraftwerke für die Betreiber wirtschaftlich unrentabler. Und zwar je dreckiger, je teuerer, je unrentabler.
Aber vermutlich ist diese Lösung zu marktwirtschaftlich gedacht. Die planwirtschaftliche Lösung, Abschaltung der zwanzig dreckigsten bis 2020, klingt da doch wesentlich griffiger.

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