Forum: Wirtschaft
Krankenkassen, Rente, Banken: Was die Regierung für Verbraucher machen sollte
DPA

Montag ist Verbrauchertag - eine gute Gelegenheit, den Politikern mal zu sagen, was Bankkunden, Krankenversicherte, Arbeitnehmer umtreibt. Ein Überblick in acht Punkten.

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StromkundeHH 17.06.2017, 08:13
1. Welche Banken haben Steuergelder benötigt?

Die Sparkassen und Volksbanken waren es wohl nicht. Die Deutsche Bank und die Postbank auch nicht. Sie fordern faire Beratung und Transparenz, Herr Tenhagen. Bieten Sie das in der Kolumne? Oder verunsichern Sie einfach noch ein bisschen mehr? Schieben nun viele die Altersvorsorge auf, weil auf neue Beratungsansätze und staatliche Veränderungen gewartet wird? Leider ist das in der Praxis so. Schlimm.

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thequickeningishappening 17.06.2017, 08:16
2. Bei so vielen Fragen bekommt man Kopfweh

Lebt wie die Franzosen aber ohne zinsgehypte Hypothek und andere Milchmädchenrechnungen; der Reset kommt sowieso!

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thomas_gr 17.06.2017, 08:33
3.

Am Verbrauchertag werden sich alle Politiker, vor allem die von CDU und SPD, als DIE Verbraucherschützer positioneren und zwei Minuten später werden sie ihre Versprechen schon vergessen haben.

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Maruk0815 17.06.2017, 08:33
4. Nur der Anfang

Die von Herrn Tenhagen vorgebrachten Punkte sind berechtigt, stellen für mich aber nur den Anfang dar, da in den letzten Jahren Reförmchen, anstatt der notwendigen Reformen umgesetzt worden.

1) Rentenreform:
Die Beiträge zur Rentenversicherung müssen paritätisch erfolgen.
Entweder stellt die gesetzliche Rente eine Grundsicherung mit entsprechend niedrigen Beiträge dar und jeder, der mehr haben will muss sich zusätzlich privat versichern.
Oder die gesetzliche Rente stellt die alleinige Rentenversicherung dar und garantiert damit auch eine höhere Zuwendung im Alter.

2) Krankenkassenreform:
Auch diese Beiträge sind paritätisch zu erfolgen. Die Deckelung bei den Beitragssätzen gehört aufgehoben. Die Pflegeversicherungsbeiträge müssen im Krankenkassenbeitrag aufgehen. Die Abzocke bei Medikamenten gehört unterbunden.

3) Arbeitslosenversicherung:
Die Deckelung bei den Beitragssätzen gehört aufgehoben.

4) Steuerreform:
Deutliche Reduzierung der Anzahl an Steuern -> z.B. auf Einkommenssteuer (gilt dann auch für Kapitaleinkünfte), Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer, Gewerbesteuer.
Abschaffung der kalten Progression. Anhebung des Spitzensteuersatzes bei der Einkommenssteuer. Anhebung der Bemessungsgrenzen für diese.

5) Staatliche Förderungen:
Firmen, die mehr als 5% Umsatzrendite erwirtschaften, erhalten keine staatliche Förderung. Diese haben genug Einnahmen, um Forschung und Entwicklung problemlos selbst stemmen zu können.

6) Lobbyismus:
Bei Anhörungen von Lobbyisten müssen alle betroffenen Interessensverbände gleichwertig angehört werden. Heißt, auf 5 Interessensverbände der Industrie müssen 5 Interessensverbände der Verbraucher kommen. Ebenso müssen die Anhörungen öffentlich und mit allen Beteiligten Personen erfolgen.

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denkdochmal 17.06.2017, 08:34
5. Und was ist - wie ich es nenne -...

mit dem Berumschen der Kunden, wenn sie Lebensmittel (oder was davon noch übrig ist) kaufen?
Willkürliche Beispiele: Große Früchte auf Verpackungen - Inhalt um 1% der ausgelobten Bestandteile. Wasser in Fleischwaren - von einem Stück Fleisch bleibt nach dem Braten noch 1/3 bis 1/2 im Topf übrig. Mit Gen-Mist verseuchtes Tierfutter. Statt echter Produkte als Inhaltstoffe nur chemisches Mistzeug (oder "naturident", "natürlich") - Ersatz statt echte Zutaten. Gen-Veränderte Bestandteile. Mogelpackungen, die manchmal nur die Hälfte des vorgegaukelten Inhalts enthalten. Gifte in Spielzeug und Gebrauchsartikeln. Vorprogrammiertes Produktversagen. Verschweißen von technischem Gerät um Reparatur zu verhindern. Verbreiteter Betrug mit Produkteigenschaften bei Autos unter Mithilfe des Staates.
Diese Liste ließe sich noch endlos fortsetzen, insbesondere auch die berüchtigten „Grenzwerte“, die oft genug von Herstellern und nicht vom Gesetzgeber festgelegt wurden.

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joking_hazard 17.06.2017, 08:36
6. Es zählt nicht was der Bürger will, es zählt was die Lobbys wollen

Gewinnmaximierung ist viel wichtiger als Verbraucherschutz. Diesen Kurs verfolgen die Volkspart.., ahem, Lobbyparteien schon seit Jahrzehnten. Der Wähler darf zwar noch entscheiden, welche Parteien den Wirtschaftswillen umsetzen darf, und wird zu diesen Zweck mit Wahlverspre..., ahem, Wahllügen eingelullt die nach der Wahl entweder pervertiert oder ganz ignoriert werden. Glaubt wirklich jemand in den im Artikel angesprochenen Punkten ändert sich etwas zugunsten der Verbraucher? Der Kapitalismus zerstört die Demokratie, er zwingt die Regierungen das Sozialwohl dem Wirtschaftswohl unterzuordnen und immer mehr soziale Bereiche zur kapitalistischen Verwertung zu privatisieren. Wenn sich die Konzerne sämtliche soziale Aufgaben und Infrastrukturen zueigen gemacht haben brauchen wir keine Regierung und keine Demokratie mehr - dann hat unsere Gesellschaft nur noch Chefs und Manager die diktatorisch und egoistisch Entscheiden. Die Wirtschaft hat für den Wohlstand der ganzen Gesellschaft zu sorgen, nicht nur für den Wohlstand der Investoren.

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kritischer-spiegelleser 17.06.2017, 08:51
7. Richtige Fragen

aber die derzeitigen Regierungsparteien haben kein Interesse und wahrscheinlich auch keine Kompetenz sich mit diesen für den Bürger wichtigen innenpolitischen Themen zu befassen. Da redet man lieber über eine weitere Griechenland-Rettung! Wer anderes will muss bei der anstehenden Wahl anders entscheiden.

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unixv 17.06.2017, 08:51
8. Die Gelegenheit!

Da sollten die Etablierten Spitzen-Kräfte von SPD und CDU mal ein Jahr mit den H4 Mitteln leben, erst dann könnte man sie wieder ernst nehmen!

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trader_07 17.06.2017, 09:03
9.

Zitat von denkdochmal
Wasser in Fleischwaren - von einem Stück Fleisch bleibt nach dem Braten noch 1/3 bis 1/2 im Topf übrig.
Gehen Sie halt zu einem guten Metzger und lassen Sie sich Ihr Stück Fleisch vom Stück schneiden. Dann passiert Ihnen das nicht.

Wer abgepacktes Zeugs beim Discounter kauft, bekommt, was er bezahlt - mit Wasser aufgespritzten Billigschund.

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