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Krise in Griechenland: Jeder zweite Jugendliche ist arbeitslos
REUTERS

So mies stehen die Berufschancen im Euro-Raum sonst nur in Spanien: Mehr als die Hälfte junger Griechen ist ohne Job. Damit erreicht die Arbeitslosigkeit einen Rekordwert - und auch die Zukunftsaussichten sind in dem von Sparzwängen gebeutelten Land alles andere als positiv.

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glen13 12.04.2012, 18:51
1.

Zitat von sysop
So mies stehen die Berufschancen im Euro-Raum sonst nur in Spanien: Mehr als die Hälfte junger Griechen ist ohne Job. Damit erreicht die Arbeitslosigkeit einen Rekordwert - und auch die Zukunftsaussichten sind in dem von Sparzwängen gebeutelten Land alles andere als positiv.
Die hohe Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen in Griechenlad und Spanien ist das wirkliche Drama. Denn wie soll die Zukunft aussehen, mit diesen Menschen ohne Jobs und Chancen?

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sabine_26 12.04.2012, 18:59
2. In der Krise verschärfen sich Probleme die auch sonst existieren

Wer oder was ist daran Schuld, dass überproportional viele Jugentliche arbeitslos sind? Ganz klar die Schutzgesetze für ältere bzw. langjährige Arbeitnehmer. Abfindungsregelungen und altersabhängige Schutzgesetze sorgen dafür, dass ältere Arbeitnehmer drin im Arbeitsmarkt bleiben und jüngere Arbeitnehmer draussen bleiben. Danke Gewerkschaften. In Deutschland gibt es die gleiche ungerechte Problematik, nur haben wir hier aktuell keine Krise und diese Art von Problemen treten dadurch nicht so in den Vordergrund.

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bettercentury.blogspot 12.04.2012, 19:04
3. Verschuldung - Überschuldung - Massenverelendung - RESET

genau SO funktioniert ein Schuldgeldsystem wie das unsrige.

griechenland ist bei phase 3, der rest europas und amerika am ende von phase 2. auch deutschland und dem rest der EUdSSR wird der große knall nicht erspart bleiben. und ich befürchte, dass die menschheit auch dieses mal wieder so dumm sein wird, sich nach dem reset ein SCHULDGELDSYSTEM MIT GELDSCHÖPFUNG IN DER HAND VON PRIVATBANKEN andrehen zu lassen, welches einzig und allein den zweck hat, werte von fleissig nach reich zu verteilen. wer heutzutage über geld-/wertpapiervermögen von 1 mio oder mehr verfügt, dem steht ein bedingungsloses grundeinkommen zu - aus den erträgen seiner anlagen. die anderen 99% der bevölkerung schuften sich den buckel krumm, damit die vermögenskurve des geldadels immer schön nach oben zeigt.

etwas ausführlicher hier: pnbc: geldschöpfung - ein unvollkommer prozess

es wird ZEIT, die (geld-)systemfrage zu stellen.

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Treeman 12.04.2012, 19:17
4.

Zitat von sabine_26
Danke Gewerkschaften. In Deutschland gibt es die gleiche ungerechte Problematik, nur haben wir hier aktuell keine Krise und diese Art von Problemen treten dadurch nicht so in den Vordergrund.
Eine kleine Replik auf ihr Gewerkschaftsbashing. Ich arbeite in einer Firma mit strenger Tarifbindung (inkl. Führungskräfte). Der Akademikeranteil ist sehr hoch, der gewerkschaftliche Organisationsgrad entsprechend klein. Die hohen Herren Akademiker -meine Person eingeschlossen- sind sich für so etwas schließlich zu fein. Das Ergebnis ist wie folgt: Die Firma erwirtschaftet Traumrenditen, (Joes 25% Eigenkapitalrendite sind bei uns durchaus Realität) und die Angestellten werden Jahr für Jahr mit Lohnzuwächsen abgespeist, die nach Abzug der Inflationsrate einen Reallohnverlust bedeuten. Und aller VDI-Propaganda zum Trotz ist der Arbeitsmarkt hinreichend angespannt, als das ich mit Familie, Haus und Hund Lust auf Experimente hätte.

1 Woche Streik (wahrscheinlich würde die glaubhafte Ankündigung reichen) und es wären 10% mehr in der Lohntüte, ohne dass das der Firma wirklich wehtun würde. Ohne Gewerkschaft aber leider nicht machbar. Schöne neue Arbeitgeberwelt.

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Der_Franke 12.04.2012, 19:33
5. Die Geburtenrate ist zu hoch

Zitat von sabine_26
Wer oder was ist daran Schuld, dass überproportional viele Jugentliche arbeitslos sind? Ganz klar die Schutzgesetze für ältere bzw. langjährige Arbeitnehmer. Abfindungsregelungen und altersabhängige Schutzgesetze sorgen dafür, dass ältere Arbeitnehmer drin im Arbeitsmarkt bleiben und jüngere Arbeitnehmer draussen bleiben. Danke Gewerkschaften. In Deutschland gibt es die gleiche ungerechte Problematik, nur haben wir hier aktuell keine Krise und diese Art von Problemen treten dadurch nicht so in den Vordergrund.
Und alternativ? 50 Prozent Arbeitslosigkeit bei den Älteren bzw. sündhaft teuerer Vorruhestand. Ist ja uach nicht gerade die ultima ratio. Letzendlich werden wir alle für den Geburtenüberschuß in Europa bezahlen. Und bei uns wollen die wahnsinnigen Politiker, daß die Geburtenrate steigt. Wo sollen denn die Jobs für all diese heutigen Kinder in der Zukunft entstehen? Man meint bei Politikern, daß die vermutlich noch im Agrarzeitalter leben.

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c++ 12.04.2012, 19:35
6.

Zitat von sabine_26
Ganz klar die Schutzgesetze für ältere bzw. langjährige Arbeitnehmer. Abfindungsregelungen und altersabhängige Schutzgesetze sorgen dafür, dass ältere Arbeitnehmer drin im Arbeitsmarkt bleiben und jüngere Arbeitnehmer draussen bleiben. Danke Gewerkschaften.
Wenn ältere Arbeitnehmer arbeitslos werden, damit jüngere deren Job finden (vermutlch für weniger Geld), wäre das auch keine Verbesserung.

Die Probleme sind sehr viel komplizierter

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Der_Franke 12.04.2012, 19:36
7. Es steht Ihnen frei,...

Zitat von Treeman
Eine kleine Replik auf ihr Gewerkschaftsbashing. Ich arbeite in einer Firma mit strenger Tarifbindung (inkl. Führungskräfte). Der Akademikeranteil ist sehr hoch, der gewerkschaftliche Organisationsgrad entsprechend klein. Die hohen Herren Akademiker -meine Person eingeschlossen- sind sich für so etwas schließlich zu fein. Das Ergebnis ist wie folgt: Die Firma erwirtschaftet Traumrenditen, (Joes 25% Eigenkapitalrendite sind bei uns durchaus Realität) und die Angestellten werden Jahr für Jahr mit Lohnzuwächsen abgespeist, die nach Abzug der Inflationsrate einen Reallohnverlust bedeuten. Und aller VDI-Propaganda zum Trotz ist der Arbeitsmarkt hinreichend angespannt, als das ich mit Familie, Haus und Hund Lust auf Experimente hätte. 1 Woche Streik (wahrscheinlich würde die glaubhafte Ankündigung reichen) und es wären 10% mehr in der Lohntüte, ohne dass das der Firma wirklich wehtun würde. Ohne Gewerkschaft aber leider nicht machbar. Schöne neue Arbeitgeberwelt.
...sich zu organisieren. Aber Sie haben ja selbst schon den Finger in die Wunde gelegt. Wer meint, als Akademiker keine Gewerkschaft in der heutigen Zeit zu benötigen, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Aber ich glaube, irgendwann kapieren die es auch die noch. Spätestens, wenn es an die Existenz geht.

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sabine_26 12.04.2012, 19:56
8.

Zitat von Der_Franke
...sich zu organisieren. Aber Sie haben ja selbst schon den Finger in die Wunde gelegt. Wer meint, als Akademiker keine Gewerkschaft in der heutigen Zeit zu benötigen, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Aber ich glaube, irgendwann kapieren die es auch die noch. Spätestens, wenn es an die Existenz geht.
Je mehr Gewerkschaftseinfluss, umso schlechter für diejenigen die vor den Werkstoren stehen bzw. arbeitslos sind. Gewerkschaften versuchen den Ist-Zustand zu zementieren und das beste für Ihre Beitragszahler herauszuholen. Aber ob dieser Weg der beste für die gesamte Gesellschaft ist bleibt dahingetellt. Das Resultat sehen wir in der hohen Jugendarbeitslosigkeit in fast allen Ländern mit großem Gewerkschaftseinfluss.

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Treeman 12.04.2012, 20:39
9.

Zitat von sabine_26
Je mehr Gewerkschaftseinfluss, umso schlechter für diejenigen die vor den Werkstoren stehen bzw. arbeitslos sind. Gewerkschaften versuchen den Ist-Zustand zu zementieren und das beste für Ihre Beitragszahler herauszuholen. Aber ob dieser Weg der beste für die gesamte Gesellschaft ist bleibt dahingetellt. Das Resultat sehen wir in der hohen Jugendarbeitslosigkeit in fast allen Ländern mit großem Gewerkschaftseinfluss.
Ich versuche es mal ohne Polemik: Ein Arbeitgeber ist nicht das Sozialamt. (Und das ist auch gut so) Er versucht im Rahmen der ihm gegebenen Möglichkeiten seinen Profit zu maximieren. Gleichzeitig besteht i.d.R. ein Machtgefälle zwischen dem (einzelnen) Arbeitnehmer und seinem Arbeitgeber. Wenn dieses Machtgefälle nicht durch staatliche bzw. tarifliche Beschränkungen begrenzt würde, würde jeder kluge Arbeitgeber es gnadenlos nutzen, die Löhne ins Bodenlose zu treiben. Er müsste es sogar tun, da es mit Sicherheit irgendeinen Konkurrenten geben würde, der es tut, und mit dem er dann am Markt nicht mehr konkurrieren könnte.

Um genau dieses Szenario zu verhindern braucht man Gewerkschaften. Zur Verminderung des Machtgefälles zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Das diese Gewerkschaften dabei die Lobby der sich in Lohn und Brot befindlichen sind, ist dabei völlig unbestritten. Die Alternative wäre nur noch um einiges schlimmer. Um auf den Anfang zurückzukommen: Ein Arbeitgeber ist kein Sozialamt und darf auch keins sein. Der Rest ergibt sich daraus automatisch.

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