Forum: Wirtschaft
Künftige Wirtschaftspolitik: Die Zukunft liegt links
Alexander Becher/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Ob mit oder ohne Sahra Wagenknecht: Wer die großen Probleme unserer Zeit lösen will, braucht alles - nur nicht die wirtschaftsliberalen Rezepte der vergangenen Jahrzehnte.

Seite 1 von 20
tkkessler 07.09.2018, 14:01
1. Vollkommen richtig

Und genau deshalb haben wir in D nahezu Vollbeschäftigung, die Steuereinnahmen sprudeln und uns gehr es so gut wie keiner Generation zuvor.

Ich finde auch, dass in D von der Politik im Zusammenspiel mit den Banken vorgegeben werden sollte, dass jeder Deutsche egal, ob er es sich leisten kann oder nicht im Eigenheim wohnen sollte. Dann können wir zur Abwechslung mal die nächste Finanzkrise auslösen.

Denn das war der Grund in den USA und nicht die wirtschafsliberalen „Rezepte“. Ich bin mir sicher, dass unsere linke Zukunft ein ähnlich krachendes Ergebnis hinbekommt.

Ursachenforschung zur Finanzkrise würde dem Autor helfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zweiter 07.09.2018, 14:04
2. Vertrauensvoll den Linken die Wirtschaftspolitik zu überlassen ...

... verbietet sich allerdings mindestens ebenso, denn Linke haben es noch nie geschafft, die Bevölkerung ihrer Staaten zu versorgen. Was sie allerdings immer und in jedem von ihnen regierten Land zuverlässig erreicht und hinterlassen haben, waren, neben Massenarmut, Unterdrückung und desaströser Verwüstung der Umwelt, war eine umfassende Bevorzug ihrer Politfunktionäre. DDR, Kuba, Sowjetunion, China .... Und selbst, wo es gemässigt links zuging, wie in Frankreich und Italien, da ist die Lage der breiten Bevölkerung sicher nicht besser als in Deutschland. Mag ja sein, dass bei der Binnen-Nabelschau Ungleichverteilung und manche Hungerlöhne tatsächlich vordergründig linke Politik erstrebenswert erscheinen lassen, aber der Blick über die Grenzen und in die Geschichte beweist, dass Links nach manchem kurzen Strohfeuer der Verbesserung immer der Garant für nachhaltige Verarmung, Ungleichheit und Umweltzerstörung war und ist.
Bei aller berechtigten Kritik am Neoliberalismus, was Linke predigen macht aus dem Regen die Traufe!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mozifm 07.09.2018, 14:10
3. Links weil

Bezeichnen sie ihre „Ideen“ als Links weil sie derart unkonkret sind, dass sich jeder darin wiederfinden kann, aber kein Mehrwert entsteht? Zusammengefasst „ Bei Marktversagen sollte der Staat eingreifen.“. Nein wie modern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Allezy 07.09.2018, 14:11
4. Als überzeugter Kapitalist un ehemals Neoliberaler stimme ich ihnen zu

BeitragAllerdings unterschlagen sie, dass die zu linken Exzesse der 60er und 70er erst den Boden für die damals durchaus richtige, in D dann verspätete, und heute zu exzessiv betriebenen neoliberale Antworten waren.
Und es braucht mehr neue, innovative und mutige 'linke' Ideen, nicht die aufgewaermten der frühen 70er.
Ansonsten, davon bin ich als Kapitalist fest überzeugt, wird es eine Sozialismus 2.0/4.0 Revolution geben.
Gerade ein Kapitalist sollte heute also links waehlen, leider sehen das meine Mit-Kapitalisten aber idR noch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kayakclc 07.09.2018, 14:15
5. Wer weiss den schon die Zukunft

Die Zukunft liegt links oder rechts haben keine Aussagekraft. Jede Demokratie lebt von der Gewaltteilung, in der verschiedene Gruppe sind gegenseitig kontrolieren. Das kann man auch auf die Wirtschaft übertragen. Daher ist unsere soziale Marktwirtschaft mit dem Kräftespiel zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber auch so erfolgreich.

Schlecht wird es, wenn eine Macht die Oberhand gewinn. Wir sehen das gerade im Wohnungsmarkt, wo die Politik die größe Macht hat (Steuern, Bebauungspläne, Baurecht, Genehmigungen, ENeV Auflagen, Ausweisung von Bauland, Null Zinspolitik) wie ein Markt so komplex überreguliert ist, dass die poltische Akteure nicht mehr die Konsequenz ihrere Entscheidungen verstehen und sogar noch das Gegenteil erreichen, was sie eigentlich wollen.

Problematisch wird es auch, wenn Leute von einem (Deutsch) nationalen Standpunkt anfangen zu argumentieren. Das ist bei den Globalisierungsgegnern einschließlich Trump der Fall, weil sie einem untergegangene Ideal einer lokalen Heimat für alles (Lebel, Wertschöpfung, Arbeit, Produkte) nachhängen. Autos, Computer, Strom, Kleidung, Nahrung sind längst globale Produkte, die unser Leben bestimmen.

Daher greifen nationale Regulierungen immer zu kurz. Wer bestimmt da eigentlich wie, was und aus welchen Grund reguliert werden muss? Die SED, die vorläufer der Linke (Wagenknecht ist noch 1989 in die SED eingetrene) hat die DDR zu Grund gewirtschaftet. Daher sind es mir egal, ob Leute Trump oder Wagenknecht heißen. Exterm bringen ein Land nie voran, sondern, wenn sie zu viel Macht haben treiben es in der Ruin, weil sie nicht wissen was sie tun!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heutemalich 07.09.2018, 14:16
6. vollkommen richtig

… im Gegensatz zur gleichen Überschrift sage ich das nicht ironisch. Eines hat der Autor vergessen: die Umwelt und Natur. Diese haben wir an den Rand gefahren - mit noch mehr Welthandel und Neoliberalismus wird das nichts mehr. Aber es geht uns ja so gut … (das war jetzt wieder ironisch).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
falsemove 07.09.2018, 14:20
7.

Entscheidender Unterschied zu den genannten Vergleichszeiträumen : ich sehe derzeit nicht den individuellen Willen zum "Ärmelhochkrempeln" bei denen, die zu echter Wertschöpfung im Stande wären (vulgo:Arbeitnehmer).Mit entsprechender Motivation wären auch jetzt unattraktive Landstriche / Branchen / Bevölkerungsgruppen zum Partizipieren eingeladen. Stabilität gegenüber globalen Wirtschaftsunbillen (und zweifellos auch regelrecht kriminellen Finanzmarktgebaren) kann man bei solider Infrastruktur wie hier in Deutschland vor allem durch unbedingte Leistungsbereitschaft erreichen.
Sorry,aber die sehe ich bei fast allen AN unter ca.35 nur in Fällen mit irrationaler Selbstüberschätzung oder ernstzunehmenden Notlagen.
Da fehlt die nötige Härte.
Naja, wahrscheinlich gibts da einfach noch keine App für...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pepe83 07.09.2018, 14:24
8. Der Artikel wirft ganz schön viele Begriffe durcheinander...

Seit wann ist wirtschaftsliberal gleich rechts? Wirklich wirtschaftslibarale Politik gab es meist nur in demokratischen Gesellschaften. Linke und rechte Regime setzten eher auf eine starke staatliche Lenkung der Wirtschaft. Deutschland ist nach dem Krieg bis heute mit der sozialen Marktwirtschaft und dem Ordoliberalismus sehr gut gefahren. Allerdings zeichnet sich in den letzten Jahren eine immer stärkere Tendenz zu einem stärker agierenden Staat ab. Im Übrigen ist linke Wirtschaftspolitik mit einem starken Staat nun wirklich nicht erstrebenswert. Fragen Sie mal Menschen, die in der DDR gelebt haben, wie toll so etwas ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tz33 07.09.2018, 14:24
9. Als perfektes Lehrbuchbeispiel dafür, wie

schnell man mit linken Rezepten von Vorvorgestern ein Land komplett an die Wand fahren kann können wir zur Zeit gerade Venezuela anführen. In nicht ganz 20 Jahren von einem relativ wohlhabenden Land zu Hunger und Elend. Eben der Sozialismus des 21 Jahrhunderts, noch immer reichlich verklärt im deutschen Juste Milieu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 20