Forum: Wirtschaft
Leistungsbilanz: Deutschland verteidigt umstrittenen Überschussrekord
DPA

US-Präsident Trump kritisiert ihn ebenso wie die EU-Kommission: Dennoch wird Deutschlands Exportüberschuss laut einer Ifo-Prognose erneut höher ausfallen als in jedem anderen Land der Welt - China inklusive.

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carahyba 07.09.2017, 19:42
10. Target-II-Salden ...

Zitat von materialist
Alles kein Kunststück wenn man teilweise auf die Bezahlung der Waren verzichtet(Target II)Ansonsten garantieren Deutschlands Exporte die Arbeitslosigkeit in den Empfängerländern.
Das ist der Anteil den die Exporteure tatsächlich umgehend erhalten, die EZB
überweist sofort an die Bundesbank und die leitet das Geld an die Hausbanken der Exporteure weiter.
Der Nationalbank des Importlandes wird ein Negativsaldo zugeschrieben, das irgend wann mal, vielleicht, ausgeglichen wird.
Die EZB agiert also als Exportbank Deutschlands.

Natürlich kommt sofort der Einwand der Formal-Schlauberger, dass die "Salden" keine "Kredite" sind.
Geschenkt, Wortklauberei.

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Duseltrine 07.09.2017, 19:42
11. Ui, wir sind wieder Erster!

Na da können wir uns ja alle wieder entspannt und froh zurücklehnen, oder. Alle? Ich nicht. Ich läute nun die zweite Runde ein - Auf auf zum Nebenjob. Was für die Haushaltskasse tun, wenns mein Hauptjob schon nicht tut. Gute Nacht lieber Michel, schlaf schön (weiter).

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ziehenimbein 07.09.2017, 19:54
12. Durch den Mindestlohn

hat so gut wie niemand mehr Geld. Er bekommt vielleicht weniger Geld zum Aufstocken und der Staat ist etwas entlastet. Für Jobs wo man wenigstens etwas können muss, sollte deutlich mehr gezahlt werden müssen. Aber wir dürfen ja mal wieder wählen!

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carahyba 07.09.2017, 20:07
13.

Zitat SpOn:
"Zum Überschuss trugen auch Erträge aus den im Ausland angelegten Vermögen und die im Ausland erzielten Arbeitseinkommen von Deutschen mit rund 20 Milliarden Euro bei. Transferzahlungen ans Ausland - etwa an internationale Organisationen - dämpften den Überschuss in der Leistungsbilanz dagegen um 27 Milliarden Euro."

Grössere Teile der Erlöse werden im Ausland am Finanzmarkt angelegt, deren Erträge bleiben in der Regel auch im Ausland. Dieses Geld geht also dem Inlandmarkt verloren. Auch eine Beteiligung der unmittelbaren Produzenten an diesen Gewinnen wäre wünschenswert. Das würde das gesamte Lohnniveau anheben, das ist aber nicht von dem obwaltenden Wirtschaftsystem nicht vorgesehen und erwünscht.

Die 20 Milliarden gehen hauptsächlich an die UNO, jedes Land trägt da sein Schärflein bei, je nach Quote. Nur die USA bezahlen Teile ihre Quote nicht.

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Jarek M 07.09.2017, 20:09
14. "Maßnahmen, die Binnennachfrage stärken"?

Die Binnennachfrage stagniert in Deutschland seit 25 (!) Jahren. Meine Vermutung ist, dass ein Großteil der Exporteinnahmen, der nicht gerade zu Kostendeckung verwendet wird, nicht zurück ins Land findet (siehe Investitionen), sondern relativ ausschweifend im Ausland angelegt wird.

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Sumerer 07.09.2017, 20:09
15.

Zitat von Duseltrine
Na da können wir uns ja alle wieder entspannt und froh zurücklehnen, oder. Alle? Ich nicht. Ich läute nun die zweite Runde ein - Auf auf zum Nebenjob. Was für die Haushaltskasse tun, wenns mein Hauptjob schon nicht tut. Gute Nacht lieber Michel, schlaf schön (weiter).
Sie wollen doch nicht etwa unserem Finanzminister - also dem mit den Schwarzgeldkassen - schlaflose Nächte bescheren?

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matzesalm 07.09.2017, 20:12
16. So einfach ist die Sache nicht

Ich bin nicht der Meinung, dass dies an zu niedrige Löhne hängt. Wie schon geschrieben sind die Niedriglohnjobs nicht in dem Maße am Export beteiligt. Ich habe noch keinen aus der Automobilindustrie oder Maschinenbau gesehen der unterdurchschnittlich verdient. Und das sind die exportstarken Zweige. Des Weiteren habenwir nunmal die Globalisierung die für mehr wettbewerb sorgt. Das heißt es macht der den Zuschlag der am günstigsten die beste Qualität liefert. Das hängt jedoch mehr an der deutschen Effiziens als an den Löhnen. Und so billig sind deutsche Produkte nicht mal wie alle reden. Ich arbeite im Einkauf eines Automotiven Unternehmens das hochwertige Fahrwerkskomponenten herstellt. Heute hatte ich einen Termin mit der Geschäftsleitung dass die herstellkosten gesenkt werden müssen, da die Umsatzrendite aktuell nur bei 2% bis z.T. 0 %liegt. Können wir den nicht erhöhen sieht es schlecht aus. Das liegt allerdings an der internationalen Konkurenz, also Globalisierung. So einfach ist die Sache nicht wie alle sagen. Würden unsere MA mehr verdienen wären wir international nicht mehr konkurenzfähig und die leute werden arbeitslos. Das Problem ist auf dem Binnenmarkt demnach nicht zu lösen.

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Cardio84 07.09.2017, 20:17
17. Ganz einfach

Es ist doch ganz einfach, wenn ich mehr Geld im Geldbeutel habe dann kann ich mir auch mehr importierte Waren kaufen. Also runter mit der Einkommensteuer und Mehrwertsteuer und weg mit dem Soli. Anders wird dieser Exportüberschuß nicht abgebaut.

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darwin69 07.09.2017, 20:26
18. handelsüberschuss

wie kann es sein, dass erbrachte leistung, welche zu einem ueberschuss fuehrt, kritisiert werden kann, wenn unsere produkte und dienstleistungen im internationalen ausland gefragt sind, sollten wir stolz darauf sein, und unsere politik in diesem sinne jegliche kritik zurueckweisen ....

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Benjowi 07.09.2017, 20:37
19. Freundlcierh Irrtum!

Zitat von gerd0210
Wenn Erdbeerpflücker einen niedrigen Lohn haben, dann wären unsere Erdbeeren ein Exportschlager. Wir exportieren aber hoch entwickelte Produkte und da sind die Löhne entsprechend hoch.
Das ist ein freundlicher Irrtum, der sich höchstens auf die Stammbelegschaften z.B. der Automobilkonzerne beziehen kann. Ausgerechnet die arbeiten aber auch im hoch entwickelten Bereich mit einer hohen Zahl von Leiharbeitern, die keineswegs gute Arbeitsbediungungen oder Löhne haben. Die Lohnsumme in Deutschland sinkt seit Jahrzehnten, ebenso die Nettolöhne, die gerade einmal in den letzten zwei Jahren etwas angezogen haben. Insgesamt füllen der tolle Aufschwung und die Exportüberschüsse die Kassen der Kapitaleigener und die Steuerkassen, für die Arbeitnehmer bleiben nur die Krümel über. Was wiederum Fragen nach der Rolle der deutschen Gewerkschaften aufkommen lässt. Bei letzteren fragt man sich sowieso immer mehr, wessen Interessen sie denn eigentlich vertreten-die der Arbeitnehmer jedenfalls seit Langem nicht mehr!

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