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Lira-Krise und Inflation: Türkei in der Abwärtsspirale
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Die Währungskrise in der Türkei beeinträchtigen die reale Wirtschaft: Firmen melden Zahlungsausfälle, Preise für Nahrung und Strom steigen drastisch. Doch Präsident Erdogan sträubt sich gegen grundsätzliche Reformen.

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hamburghammer 06.09.2018, 16:13
1. Erdogan will die Krise aussitzen

Aus seiner Sicht verständlich. Halte ich für eine gute Lösung. Unsere Regierung sollte eine ähnliche Taktik fahren...und Erdogan aussitzen!
Die Türkei, Land und Volk, verdient Unterstützung, aber nicht solange die Unterstützung vor allem dem Machterhalt, Machtausbau und der schamlosen Bereicherung des Erdogan-Clans dient.
Die Türkei hat offenbar keine politischen Mittel (mehr), um Erdogan loszuwerden.
Also muss das Land (leider) erst mal volle Kanne gegen die Wand rauschen, bevor sich dort in Sachen Rechtsstaat, Demokratie und Menschenrechte wieder etwas ändert.
Dann kann gerne wieder Hilfe, auch finanzieller Art, gewährt werden.
Aber hoffentlich nicht, um einen schmerzbefreiten, respektlosen und beratungsresistenten Autokraten über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus an der Macht zu halten.

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Ottokar 06.09.2018, 16:15
2. Interessant zu lesen was über die Türkei geschrieben wird

wenn man vorher die Aussagen von Frau Merkel gelesen hat, so mit nicht alles Schwarz und Weiss zu sehen und wie wichtig die Türkei für Deutschland ist. Worauf soll der geneigte Leser denn eingestimmt werden ? Nachtigall ick hör dir trapsen...…..

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hadmasufa 06.09.2018, 16:17
3.

Man kann nur inständig hoffen daß das menschenverachtende Regime unter dem diktatorischen Präsidenten R. E. von der Krise aus der Regierung und Amt gejagt wird.

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frankfurtbeat 06.09.2018, 16:17
4. nun ...

nun es sind ja nicht die eigenen Fehler sondern die "bösen Machenschaften" des Westens ... "daher vertraut mir meine Brüder - wir sitzen das aus"
Es gibt eigentlich nur einen Weg - absaufen lassen bis Erdogan samt Freunden endlich abgelöst wird. Wenn Merkel und Maas jetzt auch noch gutes Steuergeld hinterher werfen sollten wäre das Fass endgültig voll. Unternehmer welche in Länder wie die Türkei investieren um fette Gewinne einzustreichen sollten sich auch dem Länderrisiko bewusst sein.
Es soll ja Menschen in diesem Land geben die jetzt in der Türkei Urlaub buchen da es billiger als billig ist - wie krank ist das denn - alles dem Geld zuliebe ausblenden?

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Björn L 06.09.2018, 16:17
5. Hausgemacht und absehbar

Die längst überfällige Abwertung wurde letztendlich durch Trump erreicht im Streit um einen Pastor. Die Geiselpolitik der erdoganschen Dikatur hat etwas losgetreten, was so schnell nicht mehr einzudämmen gilt.
Entgegen diverer Spekulationen rechne ich nach dem 13. September mit einer Stabilisierung, sofern die Notenbank ihre Unabhängigkeit vortäuschen kann. Langfristig wird dier Türkei erst dann wieder zur alten Form finden, wenn Erdogan und das Präsidialsystem Geschichte sind. Das kann Jahrzehnte dauern, denn sein Clan hat sich vor Jahren schon in Stellung gebracht. Mitleid hält sich in Grenzen, zusehr haben sich viele vom Bau der Autobahn (uvm) beeindrucken lassen. Das sollte uns deutschen bekannt vorkommen.

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xaver1967 06.09.2018, 16:38
6.

Erdogans Erklärungen für die Krise mögen weit hergeholt sein. Er nennt jedoch, wie von Popp auch aufgeführt, mehrere Ursachen. Der Popp'sche Erklärungsversuch dagegen ist schlicht nur monokausal. Er versteht einfach nicht, dass komplexe Vorgänge wie Wirtschaftskrisen und damit ihr Enstehen und ihr Verlauf niemals nur auf eine Ursache zurückzuführen sind, in diesem Fall Erdogan, wie von Popp gefühlt sein Ewgikeiten progariert wird. Sie sind immer ein Zusammenwirken des Handelns mehrerer Akteure. Aber die differenzierte Betrachtung dieses durchaus tragischen Ereignisses würde ja dem Narrativ, dass Erdogan des Teufels ist entgegenstehen. Leute es mag ja tatsächlich die geistigen Kapazitäten zur Durchdringung komplizierter Materie vieler Journalisten überfordern, aber is es wirklich zu viel verlangt mehr als "Erdogan ist Schuld" zu schreiben. Ich dachte die Aufnahmeprüfungen in die Journalistenschulen seien so knochenhart und kaum einer der Bewerber schaffe es. Mir scheint sie sind noch nicht anspruchsvoll genug.

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MyMoon 06.09.2018, 16:48
7. Schwarzmalerei

Hr. Popping seine typischen Schwarzmalereien.
Früher Erdogan wird Wahlen verlieren, Ergebnis: wiedergewählt.
Verfassungsreform wird er nicht gewinnen, Ergebnis: Mehrheitlich angenommen.
Offensive in Nordsyrien gegen IS und PKK wird sehr verlustreich und lang, Ergebnis: keine Probleme.
Und nun wollen sie wieder das wirtschaftliche Ende der Türkei herbeischreiben, auch jetzt wie in der Vergangenheit wird sie Erdogan und die Türkei überraschen. Nur nicht mit dem Ergebnis das sie und der SPON sich wünschen.

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c-turner 06.09.2018, 16:51
8.

Es wäre besser gewesen, wenn der Militärputsch geklappt hätte. Nach einer gewissen Zeit hätte das Militär die Macht wieder an zivile Personen abgegeben.
Unsere Bevölkerung wird jetzt medial darauf vorbereitet, dass es alternativlos ist, die Türkei finanziell zu unterstützen, teilweise sogar, ohne irgendwelche Gegenleistung (Fr. Nahles).

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h.kuebler 06.09.2018, 17:07
9. Größenwahn

Ist es doch so lange gutgegangen. Wie man es halt so macht, als Despot. Wer anderer Ansicht ist, wird entlassen, fährt ein. Ausländer einbuchten, kann man als Geiseln gut gebrauchen zum Austauschen. Deutsche Politiker dürfen nicht mehr zum Bundeswehr-Stützpunkt, sind ja ohnehin Nazis. Amerika erhöht die Zölle? Dann zerschlagen wir die iPhones. Regierungssitz mit 1100 Zimmern bauen, größer als das Weiße Haus, größten Flughafen der Welt, neuen Bosporus ... alles zum Eindruck machen, alles auf Pump. Tja, Herr Erdogan, Sie haben einfach überreizt. Solche größenwahnsinnigen Despoten werden, wenn nicht von der eigenen Bevölkerung, dann irgendwann von der realen Wirtschaft rausgemendelt. Ist schon vielen so ergangen.

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