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Lohn-Kluft zwischen Männern und Frauen - was muss sich ändern?

Frauen und Männer trennt eine gewaltige Lohn-Kluft: Schon zum Berufseinstieg verdienen weibliche Angestellte fast 20 Prozent weniger - was muss sich ändern, damit Frauen gerechter behandelt werden?

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AndyH 01.10.2009, 19:36
1.

Zitat von sysop
Frauen und Männer trennt eine gewaltige Lohn-Kluft: Schon zum Berufseinstieg verdienen weibliche Angestellte fast 20 Prozent weniger - was muss sich ändern, damit Frauen gerechter behandelt werden?
Nachdem in den Lohntabellen keine geschlechterspezifische Unterscheidungen beschrieben sind, muss man überlegen wie das wohl kommt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Personalchefs mutwillig kürzen würden. Das wäre offene Diskrimination und damit gesetzeswidrig.
Irgendwelche Ideen?

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CMH 01.10.2009, 19:38
2.

Jetzt werden diese Lügenmärchen auch noch hier weiter verbreitet! Sysop, ist Ihnen langweilig?

Die Europäische Kommission hat bereits 2002 festgestellt, daß es nahezu keine Lohnunterschiede mehr gibt. Daran ändern auch die Zahlenverdrehereien und Lügengeschichten von Zensursula nichts!

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schmoggelmopps 01.10.2009, 20:19
3. Chanda Kochhar: „Indiens Frauen machen leichter Karriere“

Interessant:

ICICI-Chefin Chanda Kochhar antwortet auf die Frage, ob Sie ihrer Meinung nach eine Ausnahmen sei oder ob auch andere (Frauen) den Aufstieg "ganz nach oben" schaffen könnten:

"Ich betone immer, dass Frauen für sich selbst Verantwortung übernehmen müssen: Wenn wir im Beruf vorankommen wollen, sollten wir nicht damit rechnen, etwas geschenkt zu bekommen. Am Arbeitsplatz müssen wir uns geschlechtsneutral verhalten. Frauen müssen sich im Job genauso einsetzen wie Männer, genauso hart und lang arbeiten, genauso viel reisen. Mir sind Familie und Arbeit gleich wichtig - so wie den meisten Männern an der Spitze."

http://www.faz.net/s/RubC43EEA6BF57E...~Scontent.html

Ich meine: Solange Frauen nicht genau so wie Männer verhandeln, werden Sie - fernab von Tarifverträgen - auch weniger verdienen - hier gemeint bei gleicher Leistung, egal wie die Qualifikation ausfällt.

Es gibt auch Männer, die schlecht verhandeln - die verdienen auch weniger.

Ich werde das Gefühl einfach nicht los, dass einige westliche Frauen - da gibts aber auch Männer - meinen, dass man Erfolg per Quote erzielen kann. Das funktioniert aber nunmal nicht, hat es nicht, wird es nie.

Eine Position zu bekommen ist eine Sache, da klappt es vielleicht mit einer Quote. Eine Position zu halten - DAS ist mitunter harte Arbeit.

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Michael Giertz 01.10.2009, 20:30
4.

Zitat von sysop
Frauen und Männer trennt eine gewaltige Lohn-Kluft: Schon zum Berufseinstieg verdienen weibliche Angestellte fast 20 Prozent weniger - was muss sich ändern, damit Frauen gerechter behandelt werden?
Die Kluft entsteht innerhalb tarifgebundener Branchen einfach dadurch, dass Frauen weniger lang arbeiten (Teilzeit) als Männer. Wer 20%-25% weniger arbeitet, z.B. statt 40 nur 30 Wochenarbeitsstunden kann unmöglich das gleiche Gehalt verlangen.

Und wenn das nicht endlich auch mal in den Medien erscheint, sprich, dass oftmals diese Unterschiede allein durch unterschiedliche Arbeitszeiten zustande kommen oder durch reduzierte Tätigkeitenfelder - zum Beispiel sind Frauen körperlich weniger belastbar als Männer und können bestimmte Tätigkeiten nicht durchführen, so dass diese Arbeiten aus der Stellenbeschreibung entfallen - dann wird auch offensichtlich, dass es niemals eine absolute Lohngleiche geben kann.

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Dr. Sorglos 01.10.2009, 20:30
5. Desinformation und falsche Behauptungen

Hier handelt es sich schlichtweg um gezielte Desinformation, die durch endlose Widerholung nicht richtiger wird.

Das dies so sein muss, kann man mit gesundem Menschverstand heraus finden, den welches Unternehmen würde für eine Arbeit 100% Prozent bezahlen, wenn es die qualitativ gleiche Arbeit für 80% bekommen kann? Entsprechend dürften Männer wohl keine Anstellung mehr finden. Dem ist aber offensichtlich nicht so.

Sie wollen uns doch wohl nicht weißmachen, dass Unternehmen ihr unternehmerisches, betriebswirtschaftliches Interesse hinten an stellen, sich 20% mehr Kosten aufhalsen lassen, um Frauen zu diskriminieren. Ich bitte Sie!

Ich möchte hier einen Post von Herrn Dr. Maus von MannDat wiedergeben, der noch einiges zur Aufklärung beiträgt:

Zitat von
Zur sogenannten Lohndiskrimierung von Frauen Renate Schmidt, Ex-Familienministerin, 2003: „Frauen verdienen ja nicht weniger: bei gleicher Tätigkeit, gleicher Qualifikation und gleicher Berufserfahrung wird es sehr schwer nachzuweisen sein, dass es tatsächlich in nennenswertem Umfang (von Einzelfällen abgesehen) eine ungleiche Bezahlung gibt." Gender-Daten-Report des BMFSFJ, 2005: "So liegt der Bruttojahresverdienst von Frauen, die weniger als 18 Stunden pro Woche arbeiten, 2002 bei 122 Prozent des Verdienstes von Männern in dieser Beschäftigungsform." Das Statistische Bundesamt, 2006: "Aus dem geschlechterspezifischen Verdienstabstand kann nicht geschlossen werden, dass Frauen im gleichen Unternehmen für die gleiche Tätigkeit anders bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen." EU-Kommissar Spidla, 2007: "Bei Lohngefälle geht es jedoch nicht um unterschiedliche Bezahlung für gleiche Arbeit", erläuterte der EU-Kommissar. Ein wichtiger Grund für das große Lohngefälle in Deutschland sei vielmehr, dass viele Frauen Teilzeit arbeiteten." Das BMFSFJ, 2008 an MANNdat: "Die ... Aussage von Frau Ministerin von der Leyen, dass "Frauen noch immer nur 77 % des männlichen Einkommens verdienen, wohlbemerkt für gleiche Arbeit" ist daher in dieser Form nicht richtig und missverständlich, auch wenn sie sich in den Medien oft so oder ähnlich findet. Wir haben die Rede daher aus dem Netz genommen und danken Ihnen für diesen Hinweis." --- Wenn das Frauen(!)ministerium durch die Hans-Böckler-Stiftung eine Studie zur Entgeltgleichheit durchführen lässt, dann ist das ungefähr so glaubwürdig, wie wenn ein Erdölkonzern eine Studie über die Umweltbelastung durch fossile Kraftstoffe in Auftrag gibt. Ein anderes als das zitierte Ergebnis würde jedenfalls niemals veröffentlicht. Beinahe täglich werden solche Beiträge über Lohndiskriminierung von Frauen lanciert, deren VerfasserInnen es entweder nicht besser wissen, also schlecht recherchieren, oder vorsätzlich Unwahrheiten verbreiten. Dr. Eugen Maus, MANNdat e.V. - geschlechterpolitische Initiative.

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systemfeind 01.10.2009, 20:36
6. FleischwurstfachverkäuferInnen ( m/w )

Zitat von sysop
Frauen und Männer trennt eine gewaltige Lohn-Kluft: Schon zum Berufseinstieg verdienen weibliche Angestellte fast 20 Prozent weniger - was muss sich ändern, damit Frauen gerechter behandelt werden?
gar nix. Dreht mal nicht durch

http://www.youtube.com/watch?v=yuJT7...eature=related

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erstor 01.10.2009, 20:49
7. Frauen müssen sich ändern

Die Frauen müssen sich ändern. Ich bin in der Krankenpflege tätig.
Es sind fast ausschließlich Frauen die Teilzeit arbeiten. Und die sind in der Regel nicht doppelt belastet. Die haben keine Kinder oder Eltern die sie versorgen müssen. Wenn sie weniger Stunden arbeiten verdienen sie halt weniger. Die Tarifverträge sind für Männer und Frauen gleich

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elwu 01.10.2009, 20:56
8. Alle Jahre wieder

dasselbe Geschrei wegen der angeblichen Frauendiskriminierung bei Lohn/Gehalt. Die gibt es aber sehr, sehr selten. Wo deutliche Gehaltsunterschiede bestehen, liegen die meist daran, dass Frauen bei den Gehaltsverhandlungen am Anfang deutlich weniger fordern als Männer. Und deshalb auch weniger erhalten. Selbst schuld.

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Newspeak 01.10.2009, 20:58
9. ...

Die ganze Tarifautonomie ist Schrott. Der Staat sollte einmal festlegen, welche Tätigkeit welche Entlohnung verdient, und die haben dann Unternehmen genau so zu bezahlen. In jedem Fall. Plus Korrektur bei Inflation/Deflation usw. Aber unabhängig von Alter und Geschlecht. Die Tarifautonomie wird in Deutschland doch vor allem dazu genutzt, um Leute auszubeuten und ihnen für ihre Arbeit den gerechten Lohn zu verweigern.

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