Forum: Wirtschaft
Lohngefälle bei Vollzeitjobs: Ausländer verdienen 21,4 Prozent weniger als Deutsche
Getty Images

Deutsche Vollzeitbeschäftigte haben 2015 im Mittel 3141 Euro im Monat verdient, Ausländer deutlich weniger. Die Differenz könnte an der unterschiedlichen Qualifikation liegen - aber das ist nicht der einzige Grund.

Seite 1 von 15
uhrentoaster 17.12.2016, 14:15
1. Verdienst

Danke für die Info, aber für mich zählt nur das, was ich verdiene und dass ich davon leben kann. Ob andere Menschen mehr oder weniger als ich verdienen, ist mir egal. Hauptsache, sie laufen nicht gehetzt mit einem elektronischen Spielzeug in der Hand herum.

Beitrag melden
ansv 17.12.2016, 14:20
2.

Interessant, auf welche "Wahrheiten" man Zahlen eindampfen kann. An der Qualifikation kann es laut Artikel nicht liegen - schließt das die Sprachkenntnisse mit ein? Ist hier Ausländer = Ausländischer Staatsbürger? (kann fast nicht anders sein, sonst wären die Zalen kaum erfassbar). Dann sind hier vielleicht auch die vielen Flüchtlinge eingeschlossen, die trotz hoher formeller Qualifikation nur Praktika bekommen, bis sie ausreichend Deutsch gelernt haben. Vielleicht aber auch nicht - steht jedenfalls nicht da.

Beitrag melden
Waudel 17.12.2016, 14:21
3. Äpfel und Birnen

Akademischer Abschluss im Ausland entspricht nicht immer dem in Deutschland. Manche Berufe erfordern im Ausland ein Studium, in Deutschland nicht. Hier wird Ungleiches verglichen. Das erinnert an die Schlagzeile: "Frauen verdienen im Bildungsbereich weniger als Männer", wobei Kindergärtnerinnen und Grundschullehrerinnen mit Universitätsprofessoren verglichen werden. Lieber Spiegel, berichte bitte etwas seriöser!

Beitrag melden
Saloo 17.12.2016, 14:21
4. Eigentlich eie eher geringe Differenz

Ich hätte einen deutlich höheren Lohnunterschied erwartet, da viele Ausländer schlechter Deutsch sprechen und schreiben als deutsche Arbeitnehmer und somit für anspruchsvollere Jobs oft schlechter qualifiziert sind. Selbst ausländische Akademiker (es wird im Artikel nicht gesagt in welchem Land sie ihren Abschluss gemacht haben) haben des Öfteren schlechtere Deutschkenntnisse.

Beitrag melden
krautrockfreak 17.12.2016, 14:22
5. Das ist der Grund warum das Märchen vom Facharbeitermangel immer weiter erzählt wird

Wir haben Millionen von Arbeitslose (über die übrigens niemand mehr spricht!), von denen die Mehrheit sicher gerne arbeiten würde. Aber es ist einfacher, sich vom Ausland Fachkräfte zu holen und somit auch Druck auf die deutschen Arbeitnehmer zu machen. Die Löhne steigen nicht annähernd mehr so wie die Gewinne der Firmen! Klar, je mehr Auswahl an Arbeitskräften man hat, desto weniger muss man an Lohn bezahlen.
Das wird sich alles noch bitter rächen! Aber unsere Politik findet das ja gut so....

Beitrag melden
eagle2014 17.12.2016, 14:23
6. Transferzahlungen

Das gleicht sich in der Summe wieder aus, da Transferzahlungen an Ausländern (vor allem unter Berücksichtigung geleisteter Einzahlungen) sehr hoch sind. Das darf nicht unerwähnt bleiben.

Beitrag melden
schwaebischehausfrau 17.12.2016, 14:24
7. Seltsame Logik...

Natürlich sind die Lohnunterschiede zu 99% durch unterschiedliche Qualifikationen bedingt. Im Artikel heisst es "Selbst unter denjenigen mit einem akademischen Berufsabschluss waren elf Prozent Niedriglöhner - bei Deutschen waren es lediglich vier Prozent". Woran liegt das wohl? Vielleicht daran, dass oft ausländische Akademiker-Titel nicht so den hier gesuchten Qualifikationen genügen wie der entsprechende an einer deutschen Uni erworbene Abschluß? Dass ein in Bulgarien erworbener Akademiker-Titel als Historiker mit Schwerpunkt "Bulgarische Geschichte" eben nicht so gesucht ist? Dass man mit einem syrischen Abschluß als Literaturwissenschaftler (aufgrund der mangelnden Deutschkenntnisse) noch häufiger Taxifahren muß als ein Deutscher mit Germanistik-Studium? Dass ein afghanischer Arzt (schon alleine wegen der mangelnden Sprachkenntnisse) wahrscheinlich 3-5 Jahre braucht, um hier als Arzt arbeiten zu können und so lange eben andere Jobs machen muß? Tipp: Einfach mal bei Daimler, Siemens etc. fragen, wieso das wohl so ist.

Beitrag melden
Darwins Affe 17.12.2016, 14:27
8. Berlin

1) Wieder mal alles über einen Kamm geschert. Selbst ein SPON-Redakteur sollte wissen, dass nicht jede Berufsgruppe gleich bezahlt wird.
2) Deutschland holt sich halt überwiegend unqualifizierte Arbeitskräfte ins Land. Die Schweiz z.B. geht den anderen Weg und holt überwiegend Akademiker, von denen sogar 30% promoviert sind.
3) Vielleicht hat das was mit der direkten Demokratie zu tun. Das Volk holt nicht gern Ausländer ins Land, die anschliessend gefährdet sind, von Sozialhilfe, d.h. Steuergelder, zu leben.
4) Wie heisst`s in Berlin: "Hartz4, die Zeit bleibt dir."

Beitrag melden
theanalyzer 17.12.2016, 14:29
9. Das hat gute Gründe!

Jeder hier arbeitende Ausländer wird seine eigenen, guten Gründe haben, um hier zu arbeiten. Und nicht in seinem Heimatland. Muss jeder selbst wissen. Nennt sich Markt.

Beitrag melden
Seite 1 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!