Forum: Wirtschaft
Mariano Rajoy: Spaniens Regierungschef fordert mehr Hilfen für Krisenstaaten
REUTERS

Die Schuldenlast droht Spanien zu erdrücken, nun nimmt Ministerpräsident Rajoy die Euro-Partner in die Pflicht. Es brauche ein klares Bekenntnis der Länder zu ihrer Gemeinschaftswährung, sagte Rajoy - und brachte auch die umstrittenen Euro-Bonds wieder ins Gespräch.

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nick999 05.06.2012, 23:02
1. Insolvenzen sind möglich

Zitat von sysop
Die Schuldenlast droht Spanien zu erdrücken, nun nimmt Ministerpräsident Rajoy die Euro-Partner in die Pflicht. Es brauche ein klares Bekenntnis der Länder zu ihrer Gemeinschaftswährung, sagte Rajoy - und brachte auch die umstrittenen Euro-Bonds wieder ins Gespräch.
In Deutschland und anderen Ländern gibt es jedes Jahr tausende von Insolvenzen, ohne daß die Währung auch nur zuckt. Wer Anleihen zeichnet, dem muß klar sein, daß er das Risiko des Ausgebenden einzukalkulieren hat, nicht das der Gelddruckerei. Der Euro wurde deshalb mit einer No Bail Out Klausel "erfunden". Das von Anfang an deutlich klar gemacht und wir ständen heute alle anders da. Die meisten besser. Die Schuldenmacher hätten ein Tal der Tränen und dann würde sich zeigen, wer zu einem Neuanfang in der Lage ist, oder wer lieber keinen Euro haben sollte.

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ladywanda 05.06.2012, 23:11
2. Was die Krisenstaaten brauchen ...

...ist kein Bankenrettungsplan und kein Masterplan wie ihn Frau Lagarde im Auge hat - sondern ein Marshallplan wie wir ihn in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg hatten.
Gebraucht werden Konjunkturprogramme die dafür sorgen dass der Normal- und Kleinverdiener wieder Geld in die Hand bekommt. Dann klappts auch mit der Binnenkonjunktur.
Das was wir bis jetzt erlebt haben an Euro-Rettungsschirmen, hat faktisch nichts bewirkt. Siehe Griechenland. Denn bei den Menschen ist nichts davon angekommen.
Verbesserung der Infrastruktur, Verbesserung der Bildungschancen, Verbesserung der Öffentlichen Fürsorge - und komme mir bitte keiner damit, dass DAS rausgeworfenes Geld sei! Die Menschen die in diesen Bereichen arbeiten, konsumieren schließlich auch.
Für wen verdammt noch mal ist denn die so genannte "Wirtschaft" da?

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Marshmallowmann 05.06.2012, 23:27
3. optional

War das nicht gestern noch Mr. Wir-schaffen-das-Alleine?

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rolandjulius 05.06.2012, 23:55
4. Spaniens Schulden

Spanien, mitverschulder der Eurokriese geht in die Knie.
Gerade Rajoy schreit um Hilfe,wo er mit lauter Stimme
jegliches Regierungsprogramm seines Vorgaengers
Zapatero boykotierte. Jetzt muss Frau Merkel sich mit
Ihresgleichen aergern. Denn Rajoy aus der Rechten
muss Sie wohl unterstuetzen.

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glücklicher südtiroler 05.06.2012, 23:55
5. Spanien...

Zitat von sysop
Die Schuldenlast droht Spanien zu erdrücken, nun nimmt Ministerpräsident Rajoy die Euro-Partner in die Pflicht. Es brauche ein klares Bekenntnis der Länder zu ihrer Gemeinschaftswährung, sagte Rajoy - und brachte auch die umstrittenen Euro-Bonds wieder ins Gespräch.
...ist finanziell am Ende. Man kann es drehen und wenden wie man will. Am Donnerstag wird das Land neue langfristige Anleihen begehen und spätestens dann ist es allen klar daß dem Land die Refinanzierung geschlossen bleibt. Die soziale Lage in Spanien ist angesichts der 25% Arbeitslosigkeit desaströs. Fakt ist daß Spanien nicht mehr kann, nicht nur wegen der Banken sondern auch wegen der hochverschuldeten Regionen wie Katalonien. Klar ist den Experten daß der Rettungsschirm wenn Spanien darunterschlüpft kaum mehr Spielraum hat...
Fazit: Im Istzustand ist die €Krise nicht mehr lösbar; auch weil den Großen der Mut für große Lösungen fehlt. Frankreich wird seinen Widerstand gegen den Fiskalpakt nur dann aufgeben wenn es im Gegenzug deutsche Beweglichkeit bei französischen(und italienischen, spanischen, US-) Wünschen gibt; die wären die 'Bankenunion' und in letzter Konsequenz wohl €Bonds in irgendeiner Form. Geht Spanien default ist das das vermutliche Ende des €. Die die hier nun jubeln werden damit aufhören wenn sie die Konsequenzen spüren...
Man kann hier gerne weiter IWF und die heutigen Mittel bemühen. Nur; ohne Antwort auf die Krise und solange dem Markt nicht klar wird, daß die €Zone zusammensteht wird das Spielchen 'Wer wird der Nächste' so weitergehen. Aber Spanien ist der zu große Fisch. Dort entscheidet sich die Zukunft...
Man kann sich hier nun gerne dem Spanien Bashing ergehen; und Ja, das Land hat Fehler gemacht. Aber; ich möchte dann gerne den Verantwortlichen sehen der den Stecker zieht und die Verantwortung für dieses Historische Kataklisma übernehmen wird...

Schian Gruaß...

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jetzt-red-ich 06.06.2012, 00:40
6. Jetzt hilft nur der Ausstieg aus dem EURO

Jeden Tag wird es toller.
Frau Merkel passt sich standhaft der Meinung der Schuldnerländer an.
Schritt für Schritt werden unsere Schutzpositionen geräumt.
Um weiteren Schaden von Deutschland abzuwenden hilft nur noch eins, nicht Griechenland verläßt den Euro, sondern Deutschland steigt aus dem Euro aus. Danach können alle anderen so viel Schulden machen wie sie schon immmer wollten. Auch für Deutschland kommt dann eine harte Zeit, aber wir werden dann nicht mehr von den anderen in die Pleite getrieben.

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genlok 06.06.2012, 01:29
7. .

Im Hände aufhalten, darin sind die Schwachen immer gut.
Noch etwas, es wird selten erwähnt. Aber eure Kanzlerin hätte alle Hände voll zu tun mit dem eigenen Land. Dafür werden die Regierungschefs schlussendlich bezahlt. Nicht dafür sich mit wirtschaftsprobleme anderer Staaten zu kümmern.

Es ist ein Verlust für Deutschland, dass eure Führungsperson 50% sich mit ausländischen Problemer rumschlagen muss, anstatt Deutschland weiterzubringen.

PS: Ich bin kein Deutscher und lebe auch nicht in Deutschland. Ich finde es eine Unverschämtheit, wie hausgemachte Probleme auf die starken Euroländer verteilt werden.

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ritchie2008 06.06.2012, 01:58
8. das neue Motto der EU:

Man kann mit Fug und Recht behaupten, das der "Architekt Europas" Helmut Kohl nach Hitler und Stalin den grössten Schaden in Europa angerichtet hat. Die einzige Entschuldigung ist, dass dieses Mal keine Gewalt notwendig war, sondern die Politiker nahezu aller Länder freiwillig mitmachen. Was nicht wunderte: konnte man doch jahrelang vom eigenen Versagen ablenken und das jeweilige Volk mit Geld ruhigstellen.

Und nun ist "Zahltag" und zwar für ALLE.

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wanneeickel 06.06.2012, 03:55
9. Bankster, Gangster & der dreiste Rest

Zitat von sysop
Die Schuldenlast droht Spanien zu erdrücken, nun nimmt Ministerpräsident Rajoy die Euro-Partner in die Pflicht.
Nur, daß ich das jetzt richtig verstehe: geldgeile Bankster haben über Jahre hinweg ihr Gehirn auf null gepegelt hinsichtlich Risiken, haben irgendwelche ebenso geldgeilen Bauhaie gefüttert (wobei die eine oder andere Gefälligkeit vermutlich selbstverständlich war), haben Bauwüsten ohne Ende in die Landschaft gepflanzt und verlangen jetzt, pardon, kackfrech, daß andere deren Doofheit bzw. Geldgeilheit nachträglich alimentieren- selbstverständlich ohne Gegenleistung wie Übereignung der Baugrundstücke, fertiger und vermieteter Gebäude etc. pp.?
Äh, Leute: geht's noch?
Sind die eigentlich alle jetzt völlig bekloppt geworden oder denkt jeder, daß noch schnell massenhaft gebündelt bei den doofen Deutschen abgegriffen werden kann, weil irgendwelche gescheiterten Noch-Minister ihr verpfuschtes Politikerleben am Ende noch aufhübschen wollen?
Oder läuft das nach dem Motto: auf die dreisten Griechen sind se reingefallen, das klappt bei uns bestimmt auch, weil alternativlos?
Meine Damen & Herren Abgeordneten aus dem Tal der Ahnungslosen aka Bundestag: irgendwann ist mal Ende Gelände mit dieser Posse, die sich da Euro schimpft.
Irgendwann hört der Spass auf und meiner einer sieht ab einem gewissen Punkt nicht mehr ein, für irgendwelche Beutemacher arbeiten zu gehen und nix von seinem Erarbeiteten zu haben ausser höheren Steuern, höheren politikgewollten Stromkosten, 'ner flotten Maut und reich beschenkt wird mit verrottender Infrastruktur, weil ja "keine Mittel zur Verfügung stehen".
Wenn so eine Nummer durchgeht dann lohnt es sich in sehr absehbarer Zeit, einen Mistgabel- & Fackelzubehörversand bei eBay einzurichten...

Noch was, Rajoy, MP: nimm nicht andere in die Pflicht, loch' einfach die ein, die sich an Deinem Land vergriffen haben.
Notfalls einfach ein Bau-Inverstitionsprogramm für Knäste auflegen- das dürfte in solchen Ländern immer rentabel sein weil mehr als ausreichend Bedarf besteht.

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