Forum: Wirtschaft
Massenkonsum: Der wahre Preis von Lebensmitteln
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Einen Euro mehr für jedes Stück Käse, mindestens 50 Cent mehr pro Packung Müsli: Das wäre fällig, würden Industrie und Kunden für die Schäden an der Natur herangezogen, die die Lebensmittelproduktion oft verursacht. Warum kostet das nichts?

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lda 02.04.2016, 10:02
1. Und nun?

Die Sozialausgaben würden in Deutschland bei solchen Preisen drastisch steigen. Beides klappt halt nicht.

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Spiegelleserin57 02.04.2016, 10:15
2. Analysen und Kaufverhalten!

die Gehälter sind bei vielen Leuten zu niedrig! Der Kunsum der Bürger findet nicht bei Lebensmitteln statt sondern bei Eletronik et
Wer genau nachrechnet wird leicht feststellen dass der Löwenanteil des Gehaltes nicht für Lebensmittel ausgegeben wird. Die hohen Mieten, der Konsum von Eletronik sowie die hohen Sozialabgaben verschlingen einen großen Teil des Einkommens. So ist es kein Wunder dass überwiegend billige Lebenmittel gekauft werden. auch die Erzeuger sollten daran denken dass eben auch sie daran Schuld sind dass sie für ihre Ware so wenig Geld bekommen.
Auch sie zahlen besonders in dieser Branche Dumpinglöhne!
Es liegt letztendlich an vielen Faktoren die fatale Folgen für alle Menschen, Reiche incl., und die Natur.
Wer reich ist kann sich auch vor der Umweltverschmutzung nur begrenzt schützen und wird auch die Folgen wie Krebs in Kauf nehmen müssen.

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bobrecht 02.04.2016, 10:16
3. Die Rechnung wird uns noch präsentiert.

Verschmutzung, Raubbau, Zerstörung gehen einher mit Lebensmittel- und Industrieproduktion. Die Manager bekommen überhöhte Gehälter dafür, dass sie die Renatbilität steigern, Politiker werden gewält weil sie vorgeben Arbeitsplätz zu schaffen. Nachhltigkeit und Naturschutz sind Begriffe die von diesen Gruppen inflationär verwendet aber eben nicht angewendet werden. Und die Menschen glaunben tatsächlich das alles ginge ewig so weiter. Die Rechnung für dieses globale unfassbar blödsinnige Missmanagement wird der Menscheheit noch präsentiert. Und sie wird unbezahlbar sein. Und Tschüss!

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Europa! 02.04.2016, 10:22
4. Ein interessanter Ansatz

Das Geld wird hier nur als Bewertungseinheit benutzt, die jeder versteht. Und natürlich können Regierungen die wahren Kosten bei der Besteuerung von Waren zugrundelegen. Die Mehrwertsteuer (die den Faktor Natur bisher vollkommen ausklammert) ist ein sehr geeignetes Instrument, um Nachhaltigkeit zu steuern - ganz im Gegensatz zur Lohnsteuer, die den bestraft, der Mehrwert schafft.

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renee gelduin 02.04.2016, 10:22
5.

Zitat von
Einen Euro mehr für jedes Stück Käse, mindestens 50 Cent mehr pro Packung Müsli: Das wäre fällig, würden Industrie und Kunden für die Schäden an der Natur herangezogen, die die Lebensmittelproduktion oft verursacht. Warum kostet das nichts?
Wieso sollte es das mehr kosten?
Der Konsument zahlt doch mehr als die Produktion derzeit kostet. Diese Überzahlung nennt sich Jahresüberschuss / Gewinn. Da ist also noch Potenzial, ohne dass sich am Preis selbst etwas ändern müsste.

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pasajo 02.04.2016, 10:26
6.

Wir Verbraucher zahlen schon kräftig drauf, und zwar durch Subventionen. Diese sind zwar leider fehlgerichtet aber darauf hat man leider keinen Einfluss, ausser eben keine spanischen Erdbeeren im Januar zu kaufen.

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AllesnureinWitz 02.04.2016, 10:26
7. Wer zahlt?

Die Allgemeinheit zahlt am Ende mit ihren Steuern. Die Kosten des Vebrauchs von Naturressourcen verschwinden ja nicht, nur weil sie keiner bezahlt. Diese häufen sich als Schulden an, aber nicht auf einem Konto auf der Bank, sondern in Form von vernichteten oder gestörten Naturdienstleistungen. Dann liegen Böden "mit einem Mal" völlig brach, Gewässerbiotope sterben ab usw. mit allen damit verbundenen Folgen für den Mensch. Erst wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wird in der Regel reagiert. Und die späten Maßnahmen sind in der Regel auch viel teurer als die präventiven. Aber bis Dato hat sich ja keiner für die Schäden interessiert. Es scheint eher ein ungeschriebenes Gesetz zu gelten, dass man Unternehmen nicht beim Wirtschaften stört und stattdessen schon brav mit Handfeger und Schaufel bereit steht, um deren Dreck zu beseitigen. Finanziert aus Steuern, versteht sich.

Aber in der Landwirtschaft ist es ja noch nicht einmal am schlimmsten. Man erinnere sich nur an das Märchen vom "billigen und sauberen Atomstrom". RWE bekommt gerade die Rechnung aller aufgestauten Schulden präsentiert und ruft bereits nach der öffentlichen Hand.

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Deckard 02.04.2016, 10:26
8. Abgabe auf nicht Grundnahrungsmittel

Ich könnte mir eine Abgabe auf entbehrliche Nahrungsmittel vorstellen. Z.B. Süßigkeiten. Ich selber zahle eine Gewissenssteuer auf tierische Produkte indem ich diese als Bio kaufe und hoffe, dass es den Tieren besser geht. Das Geld könnte man Umweltorganisationen geben, die dann versuchen die Schäden in dem jeweiligen Land auszugleichen.

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attac-pluto 02.04.2016, 10:28
9.

Dann soll die Wirtschaft doch erst mal auf die permanente Einwirkung auf die Menschen mittels Werbung verzichten. Denn das ist das Letzte was wir in dieser zugemüllten Welt brauchen. Auch auf sämtliche "kostenlos" und ungefragt zugeschickten werbefinanzierten Blättchen oder sonstigen Mitteilungen sollte verzichtet werden. Das Finanzieren von Fernsehen, Fußball usw. mittels Werbung, weg damit. Wir brauchen keine Vorbilder, die uns Saus und Braus vorleben. Das alles wäre schon mal ein Anfang der glaubhaft wäre.

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