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Medien: Rupert Murdoch fordert News-Gebühr von Facebook
DPA

Medienmagnat Rupert Murdoch hat eine Idee, wie man mit Journalismus mehr Geld verdienen könnte: Facebook solle künftig Geld für die Inhalte von Qualitätsmedien zahlen, fordert er.

frenchie3 23.01.2018, 10:05
1. Det wird lustisch

wenn bei der Wahl Bild, Sun und Breitbart vorne liegen. Wer entscheidet letztlich was ein Qualitätsmedium ist?

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herwescher 23.01.2018, 11:28
2. Die Verleger sollten die Füße ganz schön still halten ...

... sonst schaffen sich die Internetkonzerne ganz schnell ihr eigenes "Qualitätsmedium". Eine Redaktion zu gründen ist kein Hexenwerk, die menschlischen Ressourcen in hohem Maße verfügbar ...
Bei den Gewinnen der Konzerne ist so etwas schnell aus dem Boden gestampft.

Dann schauen die klassischen Herausgeber ganz schnell in die Röhre.
Und "Google-News" macht dann seine eigenen "Google-News" und BILD, Zeit, Spiegel und Konsorten tauchen im Internet nur noch über ihre eigenen Präsenzen auf ...

Wollt ihr das wirklich?

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bansky 23.01.2018, 11:38
3. Völliger Blödsinn

Da hat jemand nicht verstanden, worin der Mehrwert sozialer Medien für seine Publikationen besteht. Facebook und Co. sind für die Verbreitung und Reichweiten elementar. Und die monetäre Bewertung für "Qualitätsmedien" müsste auch jemand festlegen. 2 Cent pro Wort?

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Spr. 23.01.2018, 15:48
4. Das Fratzenbuch und Konsorten

leben aber nun mal von der Arbeit der Anderen. Milliarden Nutzer sind dumm genug, den Content und die Daten zu liefern, von denen wiederum die Werbekunden und Datenkäufer angelockt werden. Für irgendetwas zu bezahlen sind diese "Unternehmen" nicht gewohnt. Die halten es für eine milde Gabe an die Journalisten, wenn sie mit deren Arbeit ihr Angebot aufpeppen.

Gerade deshalb halte ich es für eine sehr gute Idee, wenn alle Medienhäuser sich konsequent weigern, das Fratzenbuch und Konsorten weiterhin unentgeltlich zu beliefern. Einfach für jede dort veröffentlichte Meldung, die aus dem eigenen Medienhaus stammt, eine Linzenz-Rechnung schicken und das gesetzliche Mahnverfahren durchlaufen, wenn nicht rechtzeitig bezahlt wird. Sobald genügend Mahnbescheide vorliegen, wird etwas passieren.

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vitalik 23.01.2018, 16:33
5.

Zitat von Spr.
leben aber nun mal von der Arbeit der Anderen. Milliarden Nutzer sind dumm genug, den Content und die Daten zu liefern, von denen wiederum die Werbekunden und Datenkäufer angelockt werden. Für irgendetwas zu bezahlen sind diese "Unternehmen" nicht gewohnt. Die halten es für eine milde Gabe an die Journalisten, wenn sie mit deren Arbeit ihr Angebot aufpeppen. Gerade deshalb halte ich es für eine sehr gute Idee, wenn alle Medienhäuser sich konsequent weigern, das Fratzenbuch und Konsorten weiterhin unentgeltlich zu beliefern. Einfach für jede dort veröffentlichte Meldung, die aus dem eigenen Medienhaus stammt, eine Linzenz-Rechnung schicken und das gesetzliche Mahnverfahren durchlaufen, wenn nicht rechtzeitig bezahlt wird. Sobald genügend Mahnbescheide vorliegen, wird etwas passieren.
Das wurde bereits versucht und ist kläglich gescheitert. Erinnern Sie sich an das Leistungsschutzrecht für Presseverleger? Da sollte Google dafür zahlen, dass die News in den Suchergebnissen auftauchen (und natürlich die kurzen Fetzten in Google-News). Die Lösung von Google war einfach, die News nicht mehr anzuzeigen. Das Geschrei war dann plötzlich ganz groß, da die Besucherzahlen auf den Seiten der Presseverleger rapide zurückgingen und damit die Einnahmen. Nun hat Google von den Verlegern eine schriftliche Einwilligung, dass die News jetzt kostenlos auffindbar sind und bei Google-News angezeigt werden können.
Mit Facebook würde es genauso laufen.

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