Forum: Wirtschaft
Milliarden-Subvention: Wie Trump sich ein Jobwunder kauft
AP

Bis zu 13.000 Jobs verspricht Apple-Zulieferer Foxconn im neuen US-Werk. Präsident Trump lobt die Zehn-Milliarden-Investition als eigenen Erfolg - nun enthüllt eine amtliche Analyse: Die Arbeitsplätze sind teuer erkauft.

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maxmarius 11.08.2017, 17:38
1.

Und der glaubt, dass in dieser Fabrik in 25 Jahren noch produziert wird ohne nach neuen Fördermitteln oder Steuersubventionen zu rufen?
Wobei natürlich auch die Möglichkeit nicht ausser Acht gelassen werden darf, dass Dank dem größten Jobbeschaffer aller Zeiten (darf man den eigentlich schon Gröfaz nennen?) in 25 Jahren die USA der Tagelöhner der Welt ist. Denn schließlich will ja auch Ivanka irgendwann in den USA produzieren lassen.

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specialsymbol 11.08.2017, 18:07
2. Na und?

Was ist mit den Subventionen in Deutschland - für die Autoindustrie, für die Zulieferer, für die Energieversorger?

Da wird überall auch teuer für die Arbeitsplätze bezahlt. Teilweise deutlich über Hartz 4 Satz. Nur damit Leute ihre gewohnten Jobs behalten können, damit sie weiter über faule Hartzer lästern und sich als wichtig für die Gesellschaft ansehen können. Das Gegenteil jedoch ist der Fall.

Und? Interessiert keinen. Alle lügen sich stattdessen in die Tasche die Wirtschaft werde zusammenbrechen wenn man den Konzernen keine Steuererleichterungen, keine Grundstücke für symbolische Preise, keine Zuschüsse bei der Ausbildung gibt.

Und der Michel zahlt und zahlt. Aber wehe der Herr Trump macht das gleiche, dann wird mit den Fingern gezeigt!

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alpha.1 11.08.2017, 18:09
3. Langfristig

Angemessene Kritik ist gut und Debatten, wo alle Seiten beleuchtet werden fördern die Demokratie, allerdings sollte auch in Betracht gezogen werden, dass wenn man immer nur in etwas investiert, was kurzfristig Rendite bringt, die vielleicht größtnützlichen Projekte dann gar nicht erst geplant werden womöglich. Insoweit ist der Ruf nach Investitionen, die nur quasi sofort etwas bringen viel zu oft nicht angebracht

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Gerdd 11.08.2017, 18:12
4. Klingt nach ...

Nokia in Bochum ... erst abkassieren und dann von der Fahne gehen. Aber bis das jemand merkt, ist Trump längst nicht mehr im Amt - so oder so.

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smokyfields 11.08.2017, 18:25
5. Relativiert

Naja, liebe Leute vom SPON, ich finde diesen Menschen, zumal als Mister P., zwar auch desaströs, aber das ist nun mal gängige Wirtschaftspolitik, vom wem auch immer verzapft, und kommt doch recht häufig vor, um nicht zu sagen, ist göngige Praxis. Die MannInnen um Sparfuchs Schäuble machen es mit ihrem legeren Umgang mit Cum- Ex und Cum- Cum doch gerade wieder einmal vor: So manch richtig dicke Fische lassen sich doch nur noch zu Investitionen locken, wenn sie erst Fördermittel (also Steuermittel) bekommen und dann noch Steuern sparen können und spielen dabei die Staaten (trotz EU) gegeneinander aus.

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Markus Frei 11.08.2017, 18:25
6. Foxconn

Foxconn ? Also die letzten Schlagzeilen die mir zu dem Namen einfallen beschäftigen sich alle mit Hungerlöhnen (selbst für chinesische Verhältnisse) und unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Na ja, Trump ist ja ein Wirtschaftsexperte, der wird schon wissen was er tut (falls es einer nicht blickt, das war Ironie).

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Darwins Affe 11.08.2017, 18:28
7. Subventionen?

1) Steuererleichterungen sind nicht unbedingt eine Subvention ---allerdings eine Wettbewerbsverzerrung.
2) Wenn zwischen drei- bis dreizehntausend neue Arbeitsplätze entstehen, ist das für Winconsin nicht ganz schlecht (wobei die Arbeitnehmer ja auch Steuern berappen).
3) Die Amis müssen sich`s halt überlegen, ob sie sich auf Dauer die ziemlich höchsten Unternehmenssteuern der Welt leisten können (und im Ausland erwirtschaftete Gewinne von US-Firmen nochmals besteuern).

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michael1998 11.08.2017, 18:30
8.

Zitat von specialsymbol
Was ist mit den Subventionen in Deutschland - für die Autoindustrie, für die Zulieferer, für die Energieversorger? Da wird überall auch teuer für die Arbeitsplätze bezahlt. Teilweise deutlich über Hartz 4 Satz. Nur damit Leute ihre gewohnten Jobs behalten können, damit sie weiter über faule Hartzer lästern und sich als wichtig für die Gesellschaft ansehen können. Das Gegenteil jedoch ist der Fall. Und? Interessiert keinen. Alle lügen sich stattdessen in die Tasche die Wirtschaft werde zusammenbrechen wenn man den Konzernen keine Steuererleichterungen, keine Grundstücke für symbolische Preise, keine Zuschüsse bei der Ausbildung gibt. Und der Michel zahlt und zahlt. Aber wehe der Herr Trump macht das gleiche, dann wird mit den Fingern gezeigt!
Zumindest ist es eine berechtigte Kritik, sie können Subventionen in Deutschland ebenfalls kritisieren, werden sie im übrigen auch öfters. Subventionen in der Landwirtschaft finde ich im übrigen sinnvoll, damit hält Deutschland sich relativ unabhängig und sichert sich ebenfalls Arbeitsplätze vom kleinen Bauer bis zur großen Farm. Davon können wir wenigstens runterbeisen, vom Smartphone nur bedingt... alles ist immer zu hinterfragen, wichtig wäre auch ein gutes Geld für die Arbeiter dort...

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Mr T 11.08.2017, 18:35
9. In Europa ja

Zitat von smokyfields
Naja, liebe Leute vom SPON, ich finde diesen Menschen, zumal als Mister P., zwar auch desaströs, aber das ist nun mal gängige Wirtschaftspolitik, vom wem auch immer verzapft, und kommt doch recht häufig vor, um nicht zu sagen, ist göngige Praxis. Die MannInnen um Sparfuchs Schäuble machen es mit ihrem legeren Umgang mit Cum- Ex und Cum- Cum doch gerade wieder einmal vor: So manch richtig dicke Fische lassen sich doch nur noch zu Investitionen locken, wenn sie erst Fördermittel (also Steuermittel) bekommen und dann noch Steuern sparen können und spielen dabei die Staaten (trotz EU) gegeneinander aus.
In Deutschland sind Subventione zwar ueblich nicht aber in den USA und vor allem nicht bei Republikanern. Wenn ein Demokrat das verkuendet haette, waere das Wutgeschrein der Republikaner gross. Trump wird das sowieso nicht einsehen, dass er Subventionen zahlt und die Partei traut sich offensichtlich nicht, ihn zu krisitisieren

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