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Nach über 40 Jahren: Ikea-Gründer zahlt wieder Steuern in Schweden
DPA

Ingvar Kamprad, Gründer der Möbelkette Ikea, lebte jahrzehntelang in der Schweiz, die Abgaben in Schweden waren ihm zu hoch. Jetzt hat er den Fiskus seiner Heimat erstmals wieder bedacht - mit einer fast bescheidenen Summe.

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the_master 31.10.2015, 01:26
1. Wenn die keine Steuern zahlen -

kann man sie dann nicht von staatlichen Leistungen (Straßen, Polizei, Feuerwehr, Schulen, Universitätsabsolventen) ausschließen? Brauchen die ja offenbar nicht.

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J.Corey 31.10.2015, 01:42
2. Nicht vergessen:

Die Konzerne haben hier legale Möglichkeiten der Steuerverteilung genutzt - die Auszeichnung gebührt daher den werten Damen und Herren Gesetzgebern, welche dieser Möglichkeiten erschaffen haben und nicht so sehr denen, die sie dann nutzten. Und hierzulande wählt man die ja, erstaunlicherweise immer wieder!

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five-oceans-buccaneer 31.10.2015, 03:02
3. Grundsätzlich

Grundsätzlich finde ich dies die richtige Antwort auf die Beschneidung des Bankgeheimnisses. Das letzte an Freiheit und individuellem Stolz hat man dem Bürger auch noch genommen, wir haben kein Privatleben mehr und werden via Banken auf Schritt und Tritt finanziell überwacht. Am liebsten würde man das Bargeld abschaffen und nur noch alles mit Bank- und Krditkarte bezahlen lassen und dann sind wir Zombies der Staaten.

Fehlt nur noch der Bitcoin und der Fingerchip und wir können uns eigentlich einsargen lassen.

Rein elektronisch werden wir übers Handy, über die Heizkostenabrechnung, Wasserrechnung, Elektrospesen überwacht und man kann Gewohnheiten ablesen und auswerten und vom Internet ganz zu schweigen bei dem der Grossteil der Bürger noch geistigen Striptease begeht.

Ich war von Anfang an ein Befürworter Europas, den Gedanken der EU, seit der Beschneidung und Kontrolle durch die Banken ist es mir egal ob die EU verreckt oder nicht. So wie sich die EU heute darstellt ist dies eine demokratische Finanzdiktatur und wir sind im Mittelalter angelangt, wo wir am besten das Geld zuhause horten in bar. Da ist es am Sichersten.

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Quantus 31.10.2015, 03:33
4. Übersteuert

auf 1,9 Millionen 640.000 Steuern? Das ist wirklich viel, ich glaube da würde ich das Land auch verlassen. Wer seine Bestverdiener nach dem Prinzip der Linken ausnehmen will braucht sich nicht wundern wenn irgendwann nur noch Arme übrig bleiben die einen Tausender im Jahr in die Steuerkasse legen. Bitte etwas mehr Feingefühl liebe Regierungen.

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Gerdd 31.10.2015, 04:28
5. Fragen über Fragen ...

Als erstes wüßte ich jetzt gerne, ob der Herr nun nach Schweden zurückgezogen ist. Oder wie erklärt es sich, daß er nun plötzlich den schwedischen Fiskus "bedacht" hat?

Als nächstes wüßte ich auch gerne, ob sich in den Steuergesetzen Schwedens etwas dahingehend geändert hat. daß der Spitzensteuersatz so sehr abgestürzt ist - die ca. 33%, die IK laut diesem Bericht abgedrückt hat, sind ja eher bescheiden, auch im Vergleich mit Deutschland.

Uch erinnere mich düster, daß ein gewisser Ingmar Bergmann, seines Zeichens Filmregisseur, seinen Umzug aus Schweden sinngemäß etwa so erklärt hat: Ich bin ein sehr patriotischer Schwede, aber 108% Einkommenssteuer, das halte ich finanziell auf Dauer nicht aus.

Dagegen war sogar England recht bescheiden. Die Situation dort hatte George Harrison in dem Beatles-Song "Taxman" beschrieben: "There's one for you, nineteen for me, 'cos I'm the taxman!" - will sagen, 95% Einkommensteuer. Immer noch ganz schön happig!

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hevopi 31.10.2015, 04:41
6. Wann endlich werden unsere

hochintelligenten Politiker begreifen, dass bei jedem Gesetz die Zielsetzung Bestandteil sein muss. Warum: In der ganzen Welt ist es langsam üblich, dass "Steuerspezialisten" aushecken, wie man (natürlich zu ihrem eigenen Nutzen) Steuergesetze interpretiert und relativiert, mit dem Ergebnis von "Steuerverlagerung" oder im schlimmsten Fall mit Briefkastenfirmen auf Steueroasen. Der einfache Steuerzahler wird zur Kasse gebeten, der Multimillardär und gut verdienende Firmen zahlen ein wenig und die Steuergesetze sind ein Witz.

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ferdi111 31.10.2015, 05:37
7. Finde ich gut...

Warum soll er mehr Steuern zahlen als andere? Vor dem Gesetz sind alle gleich! Eigentlich sollten Millardäre keine Steuern zahlen, weil sie Arbeitsplätze bereitstellen. Ansonsten würden die Arbeitslosen nämlich dem Sozialamt zur Last fallen - und die Kohle spart man. Zählt man das zusammen...hat der Staat mehr davon, stimmts! Und das Herr Kamprad im Alter plötzlich Heimatgefühle bekommt...das war schon immer so in der Geschichte: Jeder Bankräuber würde mit fast 90 Jahren die Knarre und Geldsack an den Nagel hängen und nach erfolgreichem Beutezug-Leben wieder zurück in die Heimat, um dort den Frieden zu finden...das ist menschlich! Und so lange die Schweden nichts dagegen haben, ist das gut so.

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jozu2 31.10.2015, 06:47
8. Die Superreichen machen nicht mit

Immer wieder wird jemandem wie mir aus der bürgerlichen Schicht (versucht) ein schlechtes Gewissen gemacht. Ich würde ja ach so viel mehr verdienen... deshalb muss nicht nur der Sozialausgleich bei den Steuern erfolgen, sondern auch bei Kindergartenbeiträgen, OGS-Beiträgen, dann soll ich die Klassenfahrt eines ärmeren Kindes mitbezahlen. Eigentlich fällt immer jemandem etwas ein, wo ich mit meinem (durch die Steuerprogression ja bereits überproportional belasteten) Einkommen helfen könnte.
Die Superreichen haben ihre Kinder nicht im normalen Kindergarten. Die investieren ihre Kindergartenbeiträge nur in ihre eigenen Kinder. Und wahrscheinlich kommt ein Großteil ihres Einkommens aus pauschalversteuerten Dividenden - die zahlen also auch noch einen geringeren Durchschnitts-Steuersatz als ich! Wir brauchen eine Wegzugsbesteuerung von 90%, eine Erbschaftsteuer von 90% und Holdings, die Anteile an deutschen Konzernen halten , müssen fiktiv alle (z.B.) 30 Jahre erben. Davon muss m.E. das Einfamilienhaus ausgenommen sein. Und man darf sich diesen Quatsch nicht erzählen lassen, dass dadurch Arbeitsplätze gefährdet seien. Der Junior kann ja der neue Chef werden (wenn er überhaupt geeignet ist), aber muss nicht Eigentümer sein!

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jewiberg 31.10.2015, 06:47
9. Gut zu wissen!

Ikea reit sich also in die Menge der großen Steuervermeider ein. Dann weiß ich schon mal, wo ich zuküünftig nicht mehr hinfahre. Denn lieber den lokalen Möbelhandel unterstützen, der in D Steuern zahlt.

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