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Nach Zehnjahreshoch: Inflation geht im November nur leicht zurück
DPA

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im November etwas weniger stark gestiegen als im Vormonat. Laut einer ersten Schätzung liegt die Inflationsrate bei 2,3 Prozent. Im Oktober hatte sie ein Zehnjahreshoch erreicht.

christian-h 29.11.2018, 15:57
1. Angabe

Zitat von
Damit bewegt sich die Inflation aber weiter deutlich über der Rate von knapp zwei Prozent. Bei diesem Wert sehen die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) die Stabilität der Preise als gewährleistet an.
Warum ab diesem Wert? Solange die Inflation bei 0 liegt sind die Preise stabil.
Wenn die Inflation steigt müssen auch die Löhne steigen um einen Kaufkraftverlust zu verhindern, zudem heißt das dann auch das sich die Preise erhöhen.

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frankfurtbeat 29.11.2018, 17:05
2. persönlich ...

persönlich gehe ich davon aus, das der Warenkorb des Durhschnittsbürgers nicht korrekt wiedergegeben wird. Denke ich an den öffentlichen Verkehr, an Strom- Gas- Öl- und Benzinpreise, an die Mieten, die Herstellungskosten von Immobilien, den Grundstückspreisen sehe ich jährliche Preissteigerungen. Eine Inflationsrate von 2,5% kann ich nicht nachvollziehen ...

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ralfgosch 29.11.2018, 17:22
3. So einfach ist das mit dem Inflationsziel nicht: siehe hier

https://blogs.faz.net/fazit/2015/09/25/die-optimale-inflationsrate-liegt-nahe-zwei-und-nicht-bei-null-prozent-6538/

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gumbofroehn 29.11.2018, 20:27
4.

Zitat von ralfgosch
https://blogs.faz.net/fazit/2015/09/25/die-optimale-inflationsrate-liegt-nahe-zwei-und-nicht-bei-null-prozent-6538/
Guter Beitrag, der viele wichtige Aspekte nennt. Ich möchte noch zwei weitere beitragen:

1. Eine Nullinflation birgt immer das Risiko des Abrutschens in eine Deflation (Absinken der Preise auf breiter Front). Deflationen haben die unschöne Eigenschaft, sich selbst zu verstärken. Käufer verschieben Käufe in Erwartung weiter fallender Preise, wodurch die Nachfrage sinkt und die Anbieter gezwungen sind, die Preise weiter zu senken. Eine selbsterfüllende Prophezeiung, die eine Volkswirtschaft in den Abgrund reißen kann.

2. Die amtliche Statistik zur Teuerung basiert beim Statistischen Bundesamt auf dem Laspeyres-Preisindex. Dieser gewichtet die Preise im Basiszeitraum und Berichtszeitraum anhand der Mengen im Basiszeitraum. Entsprechend werden preisbedingte Mengenreduktionen nicht erfasst. Daher neigt der Laspeyres-Preisindex zur Überschätzung der Inflation, was bei gemessener Nullinflation schon tatsächlich einer Deflation entsprechen kann.

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