Forum: Wirtschaft
Neue Regeln: EU will Verbraucher beim Online-Shopping besser schützen
DPA

Beim Einkauf im Internet lauert stets die Gefahr, Betrügern aufzusitzen. Das EU-Parlament will dem stärker Einhalt gebieten. Neue Regeln geben den Mitgliedsländern mehr Befugnisse, Verbraucher zu warnen.

muekno 14.11.2017, 16:56
1. Schutz ja gerne

aber muss den der Staat/EU für jeden Deppen mitdenken. Man kann ja noch etwas gesunden Menschenverstand erwarten. Viel wichtiger eine vernünftige Ausbildung in Medienkompetenz und dazu gehört auch das erkennen von Gefahr und Betrug im Internet in unseren Schulen. Wenn ich mir so die Berichte ansehen wie Leute von Betrügern sowohl im täglichen Leben als auch im Internet reingelegt werden, so liegt es doch so gut wie immer an der eigenen Dummheit. lesen und denken gehört halt zum Leben.
Erst kürzlich, gut Fall liegt etwas anders, Mann fällt beim Spazierengehen in den Fluß, Grund er hat auf sein Smartphone statt auf den Weg gesehen.

Was allerdings fehlt ist genügend Handhabe der Verbraucher im Betrugsfall und richtige Strafen für die Betrüger, etwas Bewährung oder kleine Bussgeld hilft da nichts.

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Poco Loco 14.11.2017, 18:08
2. Wenn das nicht mal wieder ein Papiertiger ist.

Die EU könnte da einiges tun, auch bei den ganzen Mehrwertsteuerbetrügern aus Fernost, die den lokalen u. steuerzahlenden Händlern das Leben schwer machen, indem sie zwar dem Kunden eine MwSt. berechnen aber nicht abführen oder die Artikel ohne MwSt. viel günstiger anbieten können. Viele Shops auf Amazon od. Ebay stellen nicht mal eine Rechnung aus. Oder die zahlreichen Fakeshops auf Amazon, die mit Billigpreisen und Vorkasse, die Schnäppchenjäger über den Tisch ziehen. Aber die Kunden muss man auch mal in die Pflicht nehmen. Es ist einfach Schwachsinn sich Kloreiniger in England zu bestellen und sich dann beschweren, dass dieser nicht angekommen ist, oder sich jeden Mist direkt aus China schicken zu lassen, alleine schon der logistische Aufwand ist pervers. Steuerbetrug, minderwertige bzw. keine Ware, keine Garantie und kein Rückgaberecht sind dabei an der Tagesordnung. Man muss als mündiger Kunde schon auch selber nachdenken und sich nicht nur dem Geiz hingeben.

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vish 14.11.2017, 19:06
3. Das ist ja toll, ...

... dass die Länder jetzt mehr dürfen. Wird gegen echte Kriminelle wie den panschenden Apotheker, die lustigen Kaffeefahrt-Veranstalter, Schneeballsystembetreiber, Scientology oder den schon bei der Kreditvergabe auf die Zwangsversteigerung lauernden Bankster leider rein gar nichts nützen. Lächerlich.

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jj2005 14.11.2017, 19:22
4. Mehrwertsteuer

Zitat von Poco Loco
Die EU könnte da einiges tun, auch bei den ganzen Mehrwertsteuerbetrügern aus Fernost ... Es ist einfach Schwachsinn sich Kloreiniger in England zu bestellen
Die Mehrwertsteuerbetrüger sollten in der Tat gnadenlos verfolgt werden - und zwar, indem man das Portal, das sie für den Betrug nutzen, gelegentlich mal eine Woche schliesst. Gegen ehrlich gehandelte Kloreiniger aus UK ist dagegen m.E. nichts einzuwenden, wenn sich das ökonomisch und ökologisch rechnet. Grundsätzlich bin ich dafür, bei allen Onlineverkäufen eine höhere MWSt einzufordern, und mit den Mehreinnahmen dann gerechterweise die MWSt auf Lebensmittel und andere lebensnotwendige Güter zu senken. Nur so lässt sich die Wettbewerbsverzerrung zugunsten einiger "steueroptimierender" Grosskonzerne ausgleichen.

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Poco Loco 14.11.2017, 20:04
5. So gehts nicht.

Sich Kloreiniger od. andere, hier in jedem Supermarkt erhältliche Produkte, über tausende von KM schicken zu lassen kann gar nicht ökonomisch od. ökologisch sein, ist doch klar oder nicht? Und eine höhere MwSt. für Onlineshops ist doch auch nicht bis zum Ende gedacht, die müssen doch die Kunden zahlen und der lokale Onlineshop geht pleite, 19% ist ohnehin schon zu hoch. Nein, es müssten die zollpflichtigen Händler Einfuhrumsatzst. zahlen, dann wäre es fair gegenüber den schon umsatzsteuerabführenden, lokalen Händlern, aber das tun u.a. die Anbieter aus China leider nicht.

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joachimpeter 15.11.2017, 01:25
6. Online-Werbung

Verbraucherschutz müsste bereits da beginnen. Beispiele: Seit Wochen bekomme ich auf der SPON-Seite Werbung für eine Drohne eingeblendet, die "nur heute" (!) für 99 statt 200 Euro zu haben ist, obwohl sie anderswo für 35-40 EUR angeboten wird, von den allgegenwärtigen "Finanzexperten", die seit seiner Einführung den unausbleiblichen Zusammenbruch des Euro prophezeien wogegen der einzige Ausweg die Anlage in ihren windigen Anlageprdukten liegt, ganz zu schweigen. Und klicke ich auf den Artikel über Bluthochdruck in den USA wird mir von einem chinesischen Quacksalber ein Wunderpflaster gegen Diabetes angeboten und empfohlen, statt dessen alle ärztlich verordneten Medikamente wegzuschmeißen. Zumindest letzterer Aufruf zum Massenselbstmord dürfte nach deutschem Recht bereits jetz höchst fragwürdig sein. Natürlich sind das keine redaktionellen Aussagen von SPON, pflichtgemäß und deutlich mit dem Wort "Anzeige" gekennzeichnet, aber sowas ist nicht nur Verbraucherverarschung, sondern untergräbt letztendlich auch die Glaubwürdigkeit seriöser Medien, die sich unter anderem durch (solche?) Werbung finanzieren (müssen?).

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frenchie3 15.11.2017, 04:59
7. Echt jetzt?

Da kommt wal was Vernünftiges rüber und gleich wacht das übliche Volk auf um den üblichen Quark loszuwerden - selbstverständlich ohne die geringste Ahnung zu den Details. Klar, der Kunde ist zu doof, alles nur Papiertiger, hilft nichts gegen xxx-Betrüger. Dazu was mit MwSt-Betrug und Kloreiniger per Amazon. ... bla bla bla. Hauptsache EU ist Sch***

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