Forum: Wirtschaft
Neuer Höchststand: Deutschland wird flächendeckend ärmer
DPA

Die Wirtschaft floriert, das Beschäftigungsniveau erreicht immer neue Rekorde - und doch kommt der Wohlstand bei immer weniger Menschen an. Nur in vier Bundesländern sank 2015 das Armutsrisiko.

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sysop 02.03.2017, 14:11
80. # 51

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mundusvultdecipi 02.03.2017, 14:12
81. Wer dieser Statistik nicht glaubt..

..der glaubt aber brav der Arbeitslosenstatistik,die jeden Monat in der Tagesschau verlesen wird,obwohl die Zahlen,wie SPON es gestern darlegte, geschönt sind.

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belinea12345 02.03.2017, 14:13
82. Wenn bei fast nicht vorhandener Inflation

Wenn bei fast nicht vorhandener Inflation ein Anstieg der Durchschnittseinkommen automatisch einen Anstieg der "Armut" zufolge hat, dann haben wir kein Armutsproblem sondern eine problematische/ untaugliche Armutsdefinition.

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NahGha09 02.03.2017, 14:13
83.

Zitat von peter.stein
Nur damit ich das richtig verstehe: wenn ich ein Vermögen von 500.000 Euro hätte, um mich herum aber alle 1 Millionen, wäre ich nach dieser Statistik arm (weniger als 60%). Aber wenn alle - gleich - wenig hätten, also z.B. jeder nur 1000 Euro, wäre statistisch keiner arm, weil es niemanden gibt, der weniger als 60% von dem anderen hat. Habe ich das richtig verstanden?
In etwa haben Sie das richtig verstanden. Wenn man von den Feinheiten (Mittelwert, Median, etc.) absieht, die der Artikel auch nicht nennt, haben sie das Prinzip der "relativen Armut" verstanden.

Oberhalb einer gewissen Grenze, wenn die grundlegenden Bedürfnisse (Nahrung, Kleidung, Wohnung, etc) gedeckt sind, halt ich das auch für eine sinnvolle Definition. Wenn in einem so reichen Land wie Deutschland von Armut gesprochen wird, ist damit nicht das Verhungern gemeint wie beispielsweise in afrikansichen Ländern. Wie schon gesagt, das kinderlose Paar mit 1413 EUR monatlich als arm zu bezeichnen, halte ich für korrekt. Das heißt nicht, dass diese Leite verhungern. Aber im Vergelich zur Mehrheit der Gesellschaft müssen sie auf viele Dinge verzichtne, die die meisten Menschen im Lande selbstverständlich sind.

Mehr Infos gibt's bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Relative_Armut

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Silversurfer2000 02.03.2017, 14:13
84. Bei 60% des Median-Einkommens ist man arm?

Mit solch einer Definition wird die Armut natürlich niemals abnehmen. Und nur mit solch einer Definition ist zu erklären, dass angeblich 15,7% der Deutschen arm sind.

Mit Verlaub: Das ist schon ziemlicher Schwachsinn, oder?

Wenn Sie Armut sehen möchten, kann ich Ihnen einige Ecken auf der Erde nennen, wo es wirklich viele (15,7%) Arme gibt. Aber nicht in Deutschland.

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Morpheus Nudge 02.03.2017, 14:13
85.

Der Artikel rief mir sofort eine merkel'sche Aussage aus den letzten Tagen (Aschermittwoch?) in Erinnerung: Das "Erfolgsmodell" Agenda 2010 (oder so ähnlich).

Grad heute habe ich mich mal wieder mit einem Kollegen ausgetauscht, dass in letzter Konsequenz Schröder und sein Club (Steinmeier damals Agenda-Architekt, Schulz damals im SPD-Vorstand) für Armut, gesellschaftliche Spaltung und somit sogar für die Größe von Pegida oder einer AfD hauptverantwortlich ist. Dass den anschließend regierenden Schwarzen gefällt, was der Genosse der Bosse da produziert hat (und das nur, um damit glänzen zu können), ist wenig verwunderlich. Industrie- statt bürgerfreundliche Politik ist ja "normalerweise" ein Alleinstellungsmerkmal rechts von rot.

Ich bin gespannt, wie sich Schulz abseits von Wahlkampfslogans beweisen wird hinsichlich der sozialen Gerechtigkeit, so richtig daran glauben kann ich noch nicht, auch wenn ich mir eine SPD wünschen würde, die das S wieder verdient hat.

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yogi65 02.03.2017, 14:14
86. Eine Frage der Interpretation

Die so bezeichnete "Armutsquote" ist in der Tat nur ein Indikator für die Einkommensverteilung im unteren und mittleren Bereich. Steigen Tariflöhne z.B. Im Schnitt um 2 Prozent p.a., während H4-Sätze und Mindestlohn nur um die geringere Inflationsrate angepasst werden, so steigt statistisch die Armutsquote. Und das trotzdem die Bezieher von H4 und Mindestlohn real weiterhin den selben Lebensstandard haben und nicht ärmer geworden sind. Nun kann man politisch natürlich die Meinung vertreten, dass auch die unteren Einkommensbezieher am Produktivitätsfortschritt partizipieren sollen. Das ist legitim. Mit einer echten Zunahme von "Armut" hat das aber nichts zu tun. Hier wird ein Bild gemalt, das der Realität nicht gerecht wird.

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christian-h 02.03.2017, 14:14
87. Angabe

Zitat von Racer77
Kann man da echt von Armut sprechen?
Kommt darauf an, ob man von einem 3. Weltland schreibt oder von einem "reichen" Industrieland der 1. Welt.
hier nicht um absolute Armut, sondern um relativer. Und diese ist abhängig vom Umfeld und Gesellschaft in der man lebt.
Relative Armut in Uganda ist etwas anderes wie in Deutschland oder Dubai.

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willi2004 02.03.2017, 14:14
88. Sie widersprechen sich aber.

Zitat von paulderorc
Gerade in Sachsen-Anhalt/Sachen also Halle/Leipzig ist doch Hochgebiet für die Call Center...maximale ausbeute bei Mindestlohn...Schubkarrenweise werden da die Leute vom Jobcenter/Agentur für Arbeit ran gekarrt, weil Call .....
Die Mieten steigen wenn es viele mögliche Mieter gibt die mehr zahlen können und eine nicht ausreichende Zahl an Wohnungen. Wen keiner eine höhere Miete zahlen kann steigen die Mieten nicht.

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Trouby 02.03.2017, 14:14
89.

Gestern gab es dazu einen Bericht im TV: Wirklich arm in D ist, wer sich kein Auto, keinen Fernseher und keinen Urlaub leisten kann. Die damit berechnete und in dem Bericht genannte Quote lag bei 3%.
Natürlich ist die Definition von Armut auch ein Grund für die Höhe, allerdings nicht nur. Der Zuzug von Migranten ohne eigenes Einkommen erhöht diese Quote eben auch. Gleichzeitig gilt aber auch: Es geht vielen Menschen in Deutschland besser, wodurch sich das Durchschnittseinkommen erhöht und dadurch die Armut nach Definition ansteigt, obwohl sich durch die Preisstabilität an deren Situation nichts geändert hat.
Interessant wäre einmal die Veränderung der Quote bei nominal gleichem Durchschnittseinkommen (Basis zum Beispiel Jahr 2000) und entsprechend der Inflationsraten angepasst.

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