Forum: Wirtschaft
Neuer Rekord bei Cyberwährung: Bitcoin steigt über 12.000 Dollar
AFP

Die Cyberwährung Bitcoin eilt von Rekord zu Rekord. Nur wenige Tage nach dem Sprung über die 11.000-Dollar-Marke durchbrach der Kurs auch die 12.000 Dollar. Bald könnten auch Finanzprofis in das Geschäft einsteigen.

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hefe21 06.12.2017, 08:55
1. Skrüppellos

"Absurde Konstruktion" - das ist nordisch kühl formuliert und triffts. Es handelt sich um eine Finanzware und höchstens um eine kryptische Krüppelwährung (ihr fehlen entscheidende DNA-Teile einer Währung). Dass lustige Burschen (und Mädels) an den "Märkten" damit handeln wollen sei unbenommen. Sollte sich wie zu erwarten später herausstellen, dass die Einsätze dafür über frische Kredite aus dem realen Währungssystem generiert wurden, dann sind drakonische Strafen für alle Beteiligten am BernieCornfeld Gedenkrummel anzuraten. Die Pressebegleitmeute sei auch vorgewarnt, nicht wieder als nützliche Idioten am Spiel teilzunehmen (wie einst bei den "komplexen" Finanzinstrumenten)

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Koana 06.12.2017, 08:56
2. Bin mal gespannt....

wie Millionen Tonnen Braunkohle sie in China noch verfeuern, damit dort die Rechenfarmen mit 0,03 Cent die KWh gefüttert werden können.

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TanjaFladra 06.12.2017, 09:13
3. Ist der Bitcoin noch eine Währung?

Er war mal eine, er wurde auch benutzt. Nicht immer für legales, aber es gab diese Zeit. Aber wer zahlt den jetzt noch mit Bitcoins? Der Wert ist doch so hoch, weil jeder nur Bitcoins haben will, es wird auf einen steigenden Kurs gehoft. Er dient nur der spekulativen Geldanlage. Und solange immer noch Menschen an den Kursgewinn glauben, steigt der Bitcoin. Aber dem letzten beissen die Hunde.
Dass jetzt auch noch die Finanzbranche mitmischt macht es nicht sicherer oder besser.
Und es ist ja in der Vergangenheit noch nie eine Blase geplatzt. Es gab ja immer nur Gewinner...

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robnobody 06.12.2017, 09:23
4. Die Mafia freut sich...

Eine Währung die hauptsächlich genutzt wird um Erpressungsgelder aus Ransomware-Attacken einzusammeln und Schwarzgeld zu verschieben wird zum Spekulationsobjekt und der Kurs explodiert - besser kanns nicht laufen.

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Karl Vierstein 06.12.2017, 09:41
5. Ungerechte Verteilung

ca. 4% besitzen etwa 96% aller bitcoins. Sprich: die restlichen 96% spielen mit 4% der Bitcoins rum. Viele Kriminelle sind jetzt durch Bitcoin sehr reich geworden. Warum sollte man in soetwas investieren, vor allem wenn man bedenkt, dass Bitcoins nur einen Wert haben, solange man Strom zur verfügung hat und seine Wallet? Die Energieverschwendung durch Bitcoin ist ein weiterer Grund, sich nicht mitreissen zu lassen.

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foxpwn 06.12.2017, 09:41
6. Absurde Konstruktion?

Eigentlich ist an der Konstruktion des Bitcoins gar nichts absurd - im Gegenteil, die Idee dahinter ist genial und hat das Potenzial in einigen Jahren unsere gesamte Buchhaltung und den Zahlungsverkehr zu revolutionieren. Klar, dass Banken davor schiss haben und die Idee schlecht reden. Blockchain wird aber in irgendeiner Weise die Zukunft sein. Absurd ist hingegen eigentlich das Handeln der Investoren, welche jetzt in großem Stil Geld in den Bitcoin Pumpen - vermutlich aus keinem anderen Grund als abzukassieren - wohl wissend, dass momentan nicht viel als heißer Luft (=Hoffen auf weitere Kurssteigerungen) dahinter steckt. Aber das ist ja ein scheinbar ganz "normales" Verhalten in der Finanzwelt.

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alternativloser_user 06.12.2017, 09:47
7. hihi

Geld stellt nie einen Wert an sich dar. Geld vereinfacht erstmal nur das tauschen untereinander.
Genauso ist es mit dem Bitcoin auch.
Der Bitcoin hat jedoch ein paar Besonderheiten:
1. Keine Zentralbank die Einfluss auf die Menge an Bitcoins nehmen kann
2. Kein einzelner Staat kontrolliert die Währung
3. Kein Zinseszinseffekt. Die Zuwachsrate an Bitcoins ist ziemlich konstant.

Und das erklärt bereits wieso der Bitcoin Kurs so abgeht. Der "Wert" eines Bitcoins wird ja nicht direkt in Autos, Häuser, Goldbarren etc. umgerechnet, sondern in andere Währungen.
Die Geldmenge der anderen Währungen wächst aufgrund des Zinseszinseffekts aber exponentiell während die Menge an Bitcoins ziemlich linear ansteigt.

Einfaches Beispiel:
Hat man am ersten Tag 1000 Bitcoins weltweit und 1 Million Dollar weltweit wäre jeder Bitcoin 1000 Dollar wert.
Hat man am zweiten Tag 2000 Bitcoins, aber bereits 3 Millionen Dollar, beträgt der Wert pro Bitcoin bereits 1500 Dollar.
Hat man am dritten Tag 3000 Bitcoins und 9 Millionen Dollar, ist jeder Bitcoin auf einmal 3000 Dollar wert.

Und das ist der ganze Trick. Bitcoin wächst linear, andere Währungen wachsen weltweit exponentiell. Und deshalb kann der Bitcoin im Wert nur steigen weil die Geldmenge schneller ansteigt als die Menge an Bitcoins.

Übrigens nochwas für die ganzen Schwarzgeldschreier hier: Der Bitcoin ist KEIN anonymes Zahlungsmittel! Alle jemals erfolgten Transaktionen sind in der Blockchain gespeichert und von jedem einsehbar.

Da man sich Bitcoin aber nicht am Geldautomat auszahlen lassen kann muss man die Coins in andere Währungen umtauschen. Und da gibt es genug möglichkeiten das ganze anonym durchzuführen. Das ist aber nichts neues, sondern die gute alte Geldwäsche.

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bart80 06.12.2017, 09:51
8. Grundsätzliches Mißverständnis

Bitcoin ist ein Bezahlsystem, und diese sogenannten Coins eine sekundäre Metrik als Preis für Transaktionskapazität. Für jene welche mit Bitcoin bspw. einen Kaffee zahlen und dazu einen Wechsel von Fiat-Geld zu Bitcoin vornehmen, für diese Teilnehmer ist das Wechselverhältnis weitestgehend irelevant solange die extreme Volatilität einen solchen Tausch nicht verzerrt. Gleiches gilt für den Empfänger, wenn er denn nach Abschluß einer Transaktion sogleich diese sogenannten Coins gegen Fiat-Geld tauscht. Daß Zocker und Betrüger durch deren Verhalten hohe Volatilität der Wechselverhältnisse erzeugen, derzeit nach oben, das schadet dem Bezahlsystem mehr als es ihm nützt. Zudem ist eine Investition nicht ratsam, es sei denn ein etwaiger Totalverlust, dann aber zu zahlen in Euro oder USD, wäre gleichgültig. Das ist nicht auszuschließen für Fälle wzB. Steuerhinterziehung und Geldwäsche. Und witzigerweise wäre ein Absturz von Bitcoin und Konsorten für den Anwendungsfall Bezahlsystem weitestgehend irrelevant. Vor allem interessant wäre einmal, tatsächliche Handelsvolumina, ausgeschlossen jene Wechsel welche ausschließlich den Tausch von Krypto-Coins betrifft (wzB. Wechsel von Bitcoin nach Ethereum), und abzüglich sonstiger Manipulationen, welches Handelsvolumen danach noch verbleibt, und zu welchen Preisen bzw. Transaktionsgebühren für tatsächliche Bezahlvorgänge gehandelt werden. Vermutlich verbleibt dann lediglich ein Kurs im Promillebereich dessen was derzeit als Kurs gemeldet wird.

Wer sich ernsthaft mit dem Thema befassen möchte dem sei bspw. das alternative System Ripple zum Studium empfohlen. Vor allem der Hinweis, daß für Ripple keine Marketingmaschinerie heißläuft, Entwickler und Betreiber des Systems ausdrücklich darauf hinweisen daß Ripple keine Investition als solche ist, und auch keine Währung, das ist bemerkenswert, ebenso welche Branchengrößen dieses System, nämlich Ripple und NICHT Bitcoin unterstützen!

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joerg109 06.12.2017, 09:54
9. Bitcoin ist die Spitze des Eisbergs

Bitcoin ist die Blase der aufkommenden Kryptowirtschaft. Alle Innovationen mit starkem Veränderungspotenzial verursachen zunächst eine durch Spekulanten befeuerte Blase. Oder mehrere davon. Das war mit dem Internet so, mit der Elektrizität, mit der Eisenbahn und vielen anderen Dingen auch. Wichtigster Unterschied: Heute passiert alles viel schneller und die Blasen sind um Welten grösser.
Daraus allerdings zu schliessen, es stecke nichts dahinter, ist ein Mißverständnis und ich rate jedem, dieses um seiner eigenen beruflichen und wirtschaftlichen Zukunft Willen aufzulösen.

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