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Niedriger Ölpreis: BP kündigt Stellenabbau an
REUTERS

Rohöl wird immer billiger, für die Konzerne ist das schlecht. BP werde daher Stellen abbauen, kündigte der Finanzvorstand des Unternehmens jetzt an - betroffen ist demnach vor allem das mittlere Management.

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schocolongne 07.12.2014, 20:51
1. für die Konzerne ist der niedrige Ölpreis schlecht?

Es würde mich schon sehr wundern, wenn die günstigen Preise auch nur halbwegs vollständig bei den Verbrauchern ankommen, eher werden jetzt die Läger gefüllt und erst auf den Markt geworfen, wenn der günstig eingekaufte Sprit ordentlich Rendite abwirft.

Nachgerade grotesk, das etwa Aral z.Zt. ständig Lieferengpässe hat, -da stimmt doch was nicht.

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freiheitsk 07.12.2014, 21:04
2. Sanktionen

Zitat von schocolongne
Es würde mich schon sehr wundern, wenn die günstigen Preise auch nur halbwegs vollständig bei den Verbrauchern ankommen, eher werden jetzt die Läger gefüllt und erst auf den Markt geworfen, wenn der günstig eingekaufte Sprit ordentlich Rendite abwirft. Nachgerade grotesk, das etwa Aral z.Zt. ständig Lieferengpässe hat, -da stimmt doch was nicht.
Wenn der Ölpreis zu stark fällt, erteilen die ölfördernden Nationen keine neuen Aufträge, da durch Erschließung neuer Quellen der Preis weiter fallen würde. Konsequenz: die Firmen müssen Sparmaßnahmen ergreifen. Bleibt der Ölpreis langfristig niedrig kann das auch schon in die Insolvenz führen. Betroffen sind hier vor allem die kleineren Fracking-Unternehmen in den USA, die werden als erste kippen. Gehen die Förderfirmen pleite, sinkt auch das Angebot an Öl was langfristig wiederum zum Preisanstieg führen wird.
Das sind die Kollateralschäden, die der Westen in Kauf nehmen muss, wenn er den bösen Putin über den Ölpreis und Sanktionen niederringen will.

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clift 07.12.2014, 21:05
3. Vorwand

Ist der Gewinn pro Barrel geringer, bloß weil das Preisniveau sinkt? Das ist doch wieder nur ein vorgeschobener Grund für Personalabbau.

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aktiverbeobachter 07.12.2014, 21:20
4. Sinn?

Zitat von clift
Ist der Gewinn pro Barrel geringer, bloß weil das Preisniveau sinkt? Das ist doch wieder nur ein vorgeschobener Grund für Personalabbau.
Und warum sollte ein Unternehmen einen Grund suchen, um Personalabbau zu betreiben, obwohl es betriesbwirtschaftlich nicht notwendig wäre? Weil es dem Unternehmen und den handelnden Menschen Spass macht Menschen zu entlassen?

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eduardo_dk 07.12.2014, 21:25
5. Personalabbau

Standardreaktion eines Kaufmannes auf die Resultate einer verfehlen Unternehmensstrategie - die, welch Wunder, von den gleichen Kaufleuten verantwortet wird.

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Leser1000 07.12.2014, 21:32
6. Eben

Der Ölpreisrückgang dürfte eher kurzfristig sein, selbst wenn der Verbrauch zurück gehen sollte (was im Sinne der Ressourcenschonung wünschenswert wäre).

Wenn BP keine Schwankungen von ein paar Monaten aushalten kann (was ich nicht glaube); dann "gute Nacht" BP. Es dürfte vielmehr so sein wie Sie mutmaßen. Eine temporäre Entwicklung muss wahrscheinlich für ein ohnehin angedachtes Programm herhalten. Alles andere wirkt irgendwie unglaubwürdig.

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carahyba 07.12.2014, 22:17
7.

Zitat von clift
Ist der Gewinn pro Barrel geringer, bloß weil das Preisniveau sinkt? Das ist doch wieder nur ein vorgeschobener Grund für Personalabbau.
Im Augenblick besteht ein Überangebot von 0,3% über der Nachfrage, an sich eine geringe Marge. Libyen kann wieder Rohöl liefern und die Sanktionen gegen den Iran bezüglich des Ölexportes waren ein totaler Flop. Die USA greifen ihre strategischen Reserven an um den Spritpreis für ihre SUVs zu senken.

Der Teilweise Zusammenbruch des Ölmarktes war erwartet worden, dass hat dazu geführt, das viele Terminkontrakte gekündigt wurden, d.h. zu mindestpreisen verkauft wurden. Das hat den Preis koppheister gehen lassen. Viele Hedgefonds haben viel Geld verloren, wahrscheinlich auch grosse Banken. Das werden wir aber wenn überhaupt erst in einem halben Jahr wissen, bis alles abgerechnet ist.

Wahrscheinlich musste BP auch herbe Verluste hinnehmen, ausserdem muss BP noch viel Geld aufbringen um das Desaster im Golf von Mexiko abzudecken. Wenn die Britische Regierung nicht BP gestützt hätte, wären die schon längst weg vom Fenster. Dazu kein Wort im Artikel.

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retourenpaket 07.12.2014, 22:51
8. Eventuell, um die Gewinne zu steigern?

Zitat von aktiverbeobachter
Und warum sollte ein Unternehmen einen Grund suchen, um Personalabbau zu betreiben, obwohl es betriesbwirtschaftlich nicht notwendig wäre? Weil es dem Unternehmen und den handelnden Menschen Spass macht Menschen zu entlassen?
Es macht den Unternehmen weder Spaß Leute einzustellen, zu beschäftigen oder zu entlassen.

Unternehmen sind keine Menschen!

Wenn es möglich ist die geplante Arbeit durch gesteigerte Produktivität mit weniger Mitarbeitern zu erledigen, gibt es keinen Grund mehr Mitarbeiter als nötig zu bezahlen.

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trude2004 07.12.2014, 22:59
9.

Ein perverses System. Alles auf Kosten der Umwelt und dem kleinen Bürger.

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