Forum: Wirtschaft Niedriglöhner: Zwei Millionen Menschen droht Ausschluss vom Mindestlohn
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DPA Fünf Millionen Menschen in Deutschland könnten vom gesetzlichen Mindestlohn profitieren - doch Arbeitgeber fordern zahlreiche Ausnahmen. Setzen sie sich bei Minijobbern, Rentnern und Aufstockern durch, werden laut einer Studie zwei Millionen Niedriglöhner ausgegrenzt. zum Artikel Antworten
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#61 27.01.2014, 10:59 von maco

Auch als Minijobber, Rentner, Aufstocker, Azubi?

Zitat von janbo
Gebaeudereiniger verdienen 9,31€ (West) und Glasreiniger 12,33 €!! Weit vom Mindestlohn entfernt. Nehmen Sie doch endlich Kenntnis hiervon!
Auch als Minijobber, Rentner, Aufstocker, Azubi?

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#62 27.01.2014, 10:59 von carranza

So viel steht fest

Zitat von sysop
Fünf Millionen Menschen in Deutschland könnten vom gesetzlichen Mindestlohn profitieren - doch Arbeitgeber fordern zahlreiche Ausnahmen. Setzen sie sich bei Minijobbern, Rentnern und Aufstockern durch, werden laut einer Studie zwei Millionen Niedriglöhner ausgegrenzt.
Sollten sich die Arbeitgeber damit durchsetzen können, dass Minijobber und Aufstocker ausgegrenzt werden, dann wird es demnächst noch mehr Aufstocker geben. Die AGs werden einfach reguläre Kräfte entlassen und sie dann später als Hartzer in Minijobs beschäftigen.

Solange der Mindestlohn nicht die unterste Granitplatte bei allen Löhnen und Gehältern darstellt und so lange es Mogelpackungen wie z. B. unbezahlte Überstunden gibt, ist es wohl kaum wert, seine Existenz zu vermuten.

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#63 27.01.2014, 11:00 von bartholomew_simpson

Zitat von Freewolfgang
... wer in Deutschland noch ausbilden will, wenn auch Auszubildende ab dem ersten Arbeitstag bereits mit 8,50 € pro Stunde entlohnt werden. Kleinere und mittlere Betriebe - die bislang die Hauptlast in diesem Bereich tragen - werden das dann nicht mehr stemmen können.
Das ist schon richtig. Azubis und Studenten, die ein in der Studienordnung vorgesehenes Pflichtpraktikum absolvieren, sind ja ohnehin Ausnahmen von dieser Regelung, da deren Tätigkeit der Ausbildung dient.
Der Begriff "Praktikant" wird leider oft für prekäre Beschäftigungsverhältnisse nach dem Studium mißbraucht.

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#64 27.01.2014, 11:03 von janbo

Lohnabrechnungen

Zitat von magetasalex
Können Sie mir eine real existierende Lohnabrechnung eines Gebäudereinigers oder Glasreinigers mit den von Ihnen angegebenen Stundenlöhenen zeigen? Dann will ich Ihnen gern glauben. Man darf nicht vergessen, dass die Unterschreitung des Mindestlohnes kein Straftatbestand ist, sondern ein zivilrechtlicher, d.h. der Geschädigte muß persönlich Anzeige gegen seinen Arbeitgeber erstatten. Und wissen Sie was dann passiert?
Ja, kann ich. Vergessen Sie bitte nicht, dass der Tarif auch noch Allgemeinverbindlich ist und der Zoll dies nicht nur Stichprobenweise ueberprueft.

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#65 27.01.2014, 11:05 von lezel

Zitat von unsichtbarergeist
... der darf dann halt nicht mehr arbeiten ...
Richtig. Das ist das Wesen des Mindestlohns: Er verbietet Verträge.
Der Mindestlohn verbietet Verträge, auf die mündige Bürger sich einigen.

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#66 27.01.2014, 11:06 von carranza

Die bringen ihre Schäflein schon ins Trockene, sofern es noch nicht geschehen ist

Zitat von prince62
Einfache Frage SPON, welchen Mindestlohn denn, es gibt in Deutschland keinen und es wird in Deutschland keinen geben, die unverbindliche Absichtserklärung im Groß-Kotz-Vertrag für das Jahr 2017 ist doch nur zur Beruhigung des SPD-Pöbels gedacht, die haben ja dann auch brav dem Vertrag zugestimmt, 2017 wird neu gewählt und schon Mitte 2015 das Regieren komplett eingestellt, wie 2011/2013 schon.
Die SPD wird deshalb 2017 ungefähr so viel Bedeutung haben, wie die FDP heute, aber was solls, die Parteibonzen werden bis dahin gut gelebt haben und dem ein oder anderem dankbaren Unnternehmer das ein oder andere Gesetz maßgeschneidert haben. Siehe Otto Schily, oder Wolfgang Clement.

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#67 27.01.2014, 11:07 von munsterm

Ausnahmen

Der Postillon schrieb vor einigen Wochen zu dem Thema:
"Union und SPD haben sich auf einen allgemeinverbindlichen, flächendeckenden, deutschlandweiten Mindestlohn von 8,50 Euro geeinigt. Von der Regelung ausgeschlossen sind lediglich Geringverdiener und alle anderen, die weniger als 8,50 Euro die Stunde verdienen."

So weit weg von der Wahrheit ist das scheinbar nicht. Man sollte es einfach ganz sein lassen.

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#68 27.01.2014, 11:07 von böseronkel

Zitat von LuiW
Sollte dann aber auch für Hartz-4-Empfänger gelten und für alle Rentner. Die Mehrkosten können dann durch Steuererhöhungen aufgefangen werden und den dadurch entstehenden Preisschub durch eine regelmäßige Anpassung des Mindestlohns (und der Steuern) nach oben.
Die Anpassung der Steuern nach oben gibt es schon lange durch den kalte Progression genannte besonders scharfe Progression um unteren Bereich des Einkommensteuertarifs. Die dringend notwendige angemessene = hohe Besteuerung der Spitzeneinkommen und der unvorstellbar hohen Vermögen wird es allerdings mit dieser Koalition nicht geben. Besonders dringend wäre der Ersatz der lächerlichen Pauschalbesteuerung von Kapitalerträgen durch den persönlichen Einkommensteuertarif.

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#69 27.01.2014, 11:07 von pers

fehlinterpretation mindestlohn

gemäss einer befragung in deutschland stimmten 80% der befragten für die einfuhr des mindestlohnes. auf den ersten blick scheint dieser eine möglichkeit eines sicheren, höheren salärs. deshalb auch die 80% quote. schaut man sich den mindestlohn mal genauer an, wird man feststellen, dass dies auch noch von anderen perspektiven betrachtet werden kann. für viele unqualifizierte arbeiter ist dies natürlich ein geschenk. aber muss beachtet werden, dass ihr lohn steigen wird, jedoch einige barrieren für künftige unqualifizierte arbeiter daraus resultieren. die perspektive des arbeitgebers wird in diesen diskussionen vollkommen vernachlässigt. wieso sollte ein arbeitgeber unqualifizierte leute einstellen, wenn er jetzt zu dem höheren mindestlohn auf diese verzichten kann und deshalb qualifizierte personen einstellt. der arbeitgeber wird somit auf qualifizierte arbeitnehmer substituieren, da seine kosten nach einführung des mindestlohns zwar in relation höher sind, jedoch nicht mehr so gravierend wie vorher. unqualifizierte arbeit wird somit immer weniger nachgefragt, was zur folge hat, dass die arbeitslosigkeit bei unqulifiziertet arbeit signifikant steigen wird.

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#70 27.01.2014, 11:08 von spiegelleser987

Das Geld muss ....

Zitat von kdshp
Die SPD läßt sich beim mindestlohn doch wieder über den tisch ziehen! Ich glaube nicht das ein mindestlohn kommen wird denn wenn es ausnahmen gibt ist es KEIN mindestlohn.
Das Geld muss ja irgendwoher kommen. Die IG Metall fordert eine Arbeitszeit von 30 Stunden (die SPD wollte 32 Stunden) für Eltern, natürlich bei vollen Lohn. Die Nicht-Eltern müssen dann für diese Gruppe zusätzlich arbeiten oder auf Lohnanteile verzichten.

IG Metall fordert 30-Stunden-Woche für Familien - SPIEGEL ONLINE

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