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Nord Stream 2: USA drohen mit Sanktionen
DPA

Die USA erhöhen den Druck im Streit um die Gaspipeline Nord Stream 2. Offiziell setzen sie auf Diplomatie - indirekt drohen sie mit Sanktionen.

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jj2005 17.05.2018, 12:58
1. Wir lassen uns am Nasenring durch die Manege führen

Es wird immer offensichtlicher, dass die USA keinerlei Respekt vor der EU hat: Der Pakt mit dem Iran wird gekündigt, und deutsche Unternehmen werden offen bedroht; jetzt macht die amerikanische Frackingindustrie Front gegen ein völlig normales Geschäft zwischen souveränen Staaten. Wann zeigen die EU-Staatschefs endlich Rückgrat??

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noalk 17.05.2018, 12:58
2. Langsam reicht's

Die USA meinen wohl, alles in der Welt kontrollieren zu können und jeden, der dabei nicht nach ihrer Pfeife tanzt, abwatschen zu können. Es wird Zeit, dass die Eu und ihre Mitgliedsstaaten in dieser Hinsicht mal erwachsen werden und die Amis gehörig in die Schranken weisen. Auch mal mit Sanktionen gegen die USA dagegenhalten.

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BaMargera 17.05.2018, 13:04
3. Wirtschaftsinteressen als außenpolitisches Instrument

Vor Kurzem kam auf PHOENIX eine Reportage, im Rahmen derer deutsche Journalisten US-Senatoren zum Thema Nord Stream 2 befragen durften. Zudem kursiert in der US-Verwaltung ein Schriftstück, aus dem ganz deutlich hervorgeht, dass die USA dem Absatz von russischem Gas in Europa über Nord Stream 2 so kritisch gegenüber stehen, weil sie gerne ihr eigenes verflüssigtes Fracking-Gas in Europa verkaufen möchten. Auf diese Weise machen die USA Profite, sichern US-Arbeitsplätze und entziehen gleichzeitig Russland Einnahmen. Offiziell spricht man in den USA von einer Verringerung der Abhängigkeit Europas von Russland, jedoch bin ich persönlich der Meinung, dass sich die Europäer ohne Einflussnahme aus den USA aussuchen können sollten, von wem sie ihr Gas beziehen. Selbstverständlich haben die USA nur das Wohlergehen Europas im Sinn. In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf den SPON-Artikel vom 01.07.2017 verweisen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/nord-stream-wie-die-usa-gegen-die-ostseepipeline-kaempfen-a-1154901.html

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dasfred 17.05.2018, 13:12
4. Wenn Deutschland von Russland Gas kauft,

warum muss dann die Ukraine davon profitieren. Und was geht es die USA an. Sollen sie doch offen sagen, dass sie lieber ihr Frackinggas an uns liefern wollen, damit wir stärker von ihnen als von Russland abhängig sind. Allerdings hat da die Ukraine auch nix von. Die USA haben ja die Möglichkeit, selbst die Ukraine zu beliefern, haben aber wohl Angst vor der Zahlungsmoral. Alles was uns von den USA unabhängig macht und die Zusammenarbeit mit den östlichen Nachbarn stärkt, ist den Amis ein Dorn im Auge.

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horst01 17.05.2018, 13:16
5. Sie muss kommen

North Sream muss kommen, sonst droht uns die Abhängigkeit von den USA. Russland ist nah und die brauchen uns bei High Tech Gütern. Deshalb sind die gegenseitigen Abhängigkeiten in etwa Pari. Die USA hätten uns aber voll in der Hand.

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r0be 17.05.2018, 13:24
6. Verlässlicher Partner?

Da Verträge mit den USA offenbar das Papier nicht wert sind auf denen sie geschrieben wurden ist es wichtig die Energieversorgung so breit wie möglich auszustellen. Dazu gehört diese Pipeline. Und dass die USA diese Pipeline nicht gut finden, zeigt nur wie geo- und energiepolitisch interessant sie ist.

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Tharsonius 17.05.2018, 13:25
7. Das geht

die Amis gelinde gesagt einen feuchten Kehrricht an. Wenn die eine Pipeline von den USA nach kanada legen, würden die sich jede Einmischung verbitten?

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Europa! 17.05.2018, 13:29
8. Fracking? Nein, danke!

North Stream macht Sinn - ökonomisch, ökologisch, politisch. Das Gepolter der Amerikaner ist reiner Theaterdonner. Auch in Amerika stößt die brutale Ausbeutung der Natur bald an ihre Grenzen, und dann ist Schluss mit dem Giftgas der Fracking-Industrie. Gas in Tankschiffen über den Globus zu transportieren ist blanker Unsinn.

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carahyba 17.05.2018, 13:42
9. Intervention ...

Herr Altmaier war in Moskau und hat den North-Stream-2 Deal mit Russland unter Dach gebracht, das war auch schon vorher klar.

Darufhin hat DJ Trump jemand zur Intervention nach Berlin geschickt um seine Drohung von Sanktionen zu bekräftigen.

Im Grunde kann Fr. Merkel jetzt auch insbesondere unter Drohungen nicht mehr zurück.

Ausserdem hat sich das Konsortium, das die Pipeline baut von Sanktionseinflüssen frei gemacht. Die Wintershall, die als Auftraggeber firmiert ist nicht mehr in den USA oder derem Umfeld tätig, das Konsortium, das die Pipeline baut auch nicht. Wer das Unternehmen finanziert ist die SPER-Bank und an die können die USA nicht ran.

Jetzt hilft nur noch eine absurde Drohgebärde der USA und DJ Trumps gegen die Bundesregierung.

Wenn die EU und Deutschland nicht einlenken, befürchte ich, dass die USA die Spannungen in der Ukraine nutzen werden um eine Drohkulisse aufzubauen. Hoffentlich passiert das nicht, da auch hier die EU und Deutschland entscheidend Einfluss nehmen können.

Ausserdem nutzt das alles sowieso nichts weil Russland dabei ist South-Stream durch das Schwarze Meer und die Türkei fertigzustellen. Wer will dann Griechenlnd verbieten den Balkan mit rissischem Gas zu beliefern.


Diese Geschichte ist ein Gradmesser wie weit die USA schon abgestiegen ist als Einfluss-Hegemon gegenüber Europa.

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