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Obergrenze für Fehltage: Post hält an umstrittener Befristungspraxis fest
DPA

Wer bei der Deutschen Post arbeitet und zu oft krank ist, hat kaum Chancen auf einen entfristeten Arbeitsvertrag. Der Personalvorstand verteidigt die Methode nun gegen massive Kritik: Sie habe sich bewährt.

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heinrich.busch 17.05.2018, 01:59
1. Man kann da durchaus nachvollziehen

Wenn diese Regel flexibel ist, also Grippwelle, Sportunfälle , Krebserkrankung etc. sind Ausbahmetatbestände .
Ich war in 38Arbeirsjahren einmal krank. Wegearbeitsunfall wie mich ein älterer Mitbürger mit seinem Opel die Vorfahrt auf meinen Rennrad genommen hat. 3 Wirbelbrüche, Schmerzen bis heute seit 6 Jahren , keine Entschädigung durch die Versicherung, weil " dümmliche Unfallchiurgengutachter" die Meinung vertraten und zu 1000 fach deutschlandweit weiter verbreiten alles sei gut verheilt und gut ist. So rekrutieren sie Anschlussaufträge von den Versicherungen zum Wohle ihre Brieftaschen.
Also trotz dieses Missgeschicke arbeite ich weiter und da liegt der Knackpunkt zwischen Entfristung und z.B. Brückentagenutzung.

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RalfWenzel 17.05.2018, 03:05
2. Vollkommen richtig!

Irgendwelche objektiven Kriterien muss es ja geben und die können nur leistungsorientiert sein. Alles andere würde in Diskriminierung enden. Die Befristung an sich (!) kann man gern kritisieren, aber dass danach nicht per Los entschieden wird, ist korrekt. Die Post ist ein gewinnorientiertes Unternehmen in einem schwierigen Mitbewerber-Umfeld, keine Spaßveranstaltung.

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AngelaWerle 17.05.2018, 03:11
3. Unattraktiver Arbeitgeber

So macht man sich selbst zu einem unattraktiven Arbeitgeber.
Solche in der Zeit stehen gebliebenen Arbeitgeber verschwinden vom Markt.
Aber hier muss wohl wieder mal der Steuerzahler den Rutsch nach unten finanzieren, weil die Führungsetage und die zuständigen Politiker dumm, borniert und unfähig sind.

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dasfred 17.05.2018, 04:19
4. Das ist mal eine klare Aussage

Bei einem Sportunfall oder einer Grippewelle kann von den Vorgaben abgewichen werden. Ansonsten will man mit klaren Kriterien dafür sorgen, dass Entfristungen nicht nach Bauchgefühl durchgeführt werden. Aus Arbeitgeber-Sicht kommt es darauf an, möglichst zuverlässige Mitarbeiter einzustellen. Da gehören eben Ausfallzeiten und Unfallfolgen zu den wenigen mess- und zählbaren Kriterien. Für jeden Job wird nun einmal derjenige gesucht, der die Position am besten ausfüllt. Ich fand die Diskussion in letzter Zeit reichlich überzogen.Wer den Job als Zusteller gerne macht und auch auf Dauer ausüben möchte, wird sich sich auch so präsentieren, dass ein Tag mehr Krankheit eben auch noch in den Toleranzbereich fällt. Es wurde immer damit argumentiert, dass im Durchschnitt die Zahl der Krankentage schon deutlich höher liegt. Dieses rechnet aber auch ältere Mitarbeiter ein. Für Berufsanfänger sind 20 Tage in zwei Jahren nicht zu wenig, wenn sie bei robuster körperlicher Verfassung sind.

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harwin 17.05.2018, 04:22
5. Ausbeutung mit Ansage

Die Deutsche Post fördert nicht nur Präsentismus, sondern beutet systematisch seine Mitarbeiter aus. Die Machtausübung durch Angst hat langfristig negative Folgen für das Unternehmen. Wer arbeitet schon gern mit dem Gefühl, sein Vertrag wird nicht verlängert wenn er nicht krank in der Arbeit erscheint. Es werden nicht nur körperliche Erkrankungen gefördert sondern vor allem auch seelische. Diese Art von Unternehmenspolitik sollte die Politik unter der GroKo einen Riegel vorschieben. Sonst stellt sich die Frage: "Wer regiert hier in unserem Land, die Wirtschaft oder die Politiker?"

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jla.owl 17.05.2018, 05:23
6. Probezeit...

Befristung trotz dringendem Personalbedarf... das ist eine zweijährige Probezeit... und das ist eine Frechheit... wer zwei Jahre umter anderem die Klappe halten muß, aus Angst nicht übernommen zu werden...

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Phil2302 17.05.2018, 05:47
7. Absolut richtig

Als jemand, der fast nie fehlt (im Schnitt weniger als einen Fehltag pro Jahr) rege ich mich sehr über die Kollegen aus, die dauernd fehlen. Dafür wird das System auch viel zu sehr ausgenutzt von den Leuten, die angeblich immer krank sind - man schaue sich einmal die Krankheitstage in den USA an, komisch, da schaffen es die Leute noch ganz anders zur Arbeit. Wer also schon in den ersten zwei Jahren zeigt, dass er im Schnitt volle zwei Wochen pro Jahr (!) fehlt, der sorgt nur dafür, dass die Kollegen mehr zu tun haben - dazu hätte ich auch keine Lust. Wer will so jemanden fest einstellen? Aber ich weiß ja auch wie das beim Arzt läuft: Da gehe ich mittwochs zum Arzt, weil es mir wirklich nicht gut geht am Morgen, und der will einen direkt für den Rest der Woche krankschreiben. Der hat dann letztes Mal große Augen gemacht als ich gesagt habe: Nein, schreiben sie mich nur für heute krank, wenn ich morgen krank bin, dann besorge ich mir ein neues Attest. Und was war? Freitags konnte ich wieder arbeiten, also hätte ich einen Tag umsonst krank gefeiert. So läuft das hier. Gut, dass die Post dass nicht auf die Kollegen abwälzt und somit Leute eingestellt werden, die nicht wegen jeder laufenden Nase krankfeiern.

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Hyacinth 17.05.2018, 05:53
8.

Wenn es mehr Mitarbeiter als freie Stellen gibt, muss es Kriterien für die Entfristung geben. Die Mitarbeiter kennen die Spielregeln. Ich finde diese nicht zu beanstanden. In einem Zusteller-Job muss man einfach fit sein. Heute Knie, morgen Rücken und regelmäßig gepflegte Kopfweh geht da nicht, weil die Arbeit von den Kollegen gemacht werden müsste.

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shotaro_kaneda 17.05.2018, 06:17
9.

Ich frage mich, warum überhaupt 2 Jahre "Probezeit" nötig sind. Die Regierung hat beschlossen, gegen sachgrundlose Befristungen vorzugehen. Solange aber ein Sachgrund zur "Arbeit auf Probe" existiert, grenzt dass ganze aber nur an blinden Aktionismus, wie man nun bei der Post sieht. Zur Einschätzung des Arbeitnehmers ist die 6-monatige Probezeit da! Da müsste die Politik mal ansetzen, dann würde sich auch das Problem der Bewertung der Fehltage usw. bei der Post über einen Zweijahreszeitraum erledigen. Arbeit auf Probe ist kein Sachgrund!!!

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