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Opel-Rettung - Fiasko für die deutsche Politik?

General Motors will Opel jetzt doch behalten - und lässt den Deal mit Magna platzen. Wie blamiert ist die deutsche Politik nach dem Hin und her?

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mr green 03.11.2009, 23:53
1.

was soll man sagen?das ganze ist so irrwitzig und abstrakt, dass einem schlicht die worte fehlen...dumm gelaufen....wär fast eine lustige parodie, wenn es dabei nicht um menschen gehen würde. aber rational gesehen, handhaben wir ja zwischenzeitlich alles systemisch...von demher: naiv ist der, der sich noch über irgendetwas wundert!

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Haio Forler 03.11.2009, 23:54
2.

Zitat von sysop
General Motors will Opel jetzt doch behalten - und lässt den Deal mit Magna platzen. Wie blamiert ist die deutsche Politik nach dem Hin und her?
Kann nicht Quelle mal langsam Opel übernehmen? Oder Ravensburger?

Ich kann das widerlich-langweilige Thema langsam nicht mehr hören. Macht mit Opel, was ihr wollt. Nur lasst uns langsam in Ruhe mit dem Gähnfaktor.
Wer kauft schon einen Astra.

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erben2 04.11.2009, 00:09
3. Blamage??

Zitat von sysop
General Motors will Opel jetzt doch behalten - und lässt den Deal mit Magna platzen. Wie blamiert ist die deutsche Politik nach dem Hin und her?
Blamiert? Wieso? Die Herren Koch, Rüttgers und zu Gutenberg haben sich schon vorher der Lächerlichkeit preis gegeben. Herr Rüttgers flog in den USA um für die Arbeiter in Bochum zu kämpfen. Herr zu Gutenberg stand als bestangezogener Politiker Deutschlands in New York und war kurz davor den Ackemann zu machen (Victory) und Herr Koch gab uns schon vor Monaten den Schwätzer. Es geht nicht um die Blamage der deutschen Politik, dazu braucht man auch keine Opel-Krise. Es geht um Tausende Menschen, die sich von der Geschwätzigkeit, der Eitelkeit und der Unehrlichkeit der meisten Beteiligten haben veralbern lassen. Es geht um Arbeiter und Angestellte in den Fabriken, denen in deutscher Sprache das Hemd ausgezogen wurde und die jetzt zu hören bekommen, dass die Manager bei GM schuld sind.

Die Krise und Wahlkampf - eine schlimme Kombination.

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smokeonit 04.11.2009, 00:10
4. richtig

richtige Entscheidung! nur unter GM hat Opel eine Chance zu überleben!

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Philip Marlowe 04.11.2009, 00:17
5. Die deutsche Politik

hat nur einmal mehr ihre Realitätsverweigerung bewiesen. Spätestens seit der de facto Verstaatlicheung von General Motors steht der Konzern nicht mehr finanziell mit dem Rücken zur Wand und der (Not-)Verkauf eines der produktivsten Unternehmensteile ist unternehmerischer Widersinn geworden. In Detroit konnte man sich beruhigt zurücklehnen und abwarten, wieviele Milliarden die Deutschen bis zur Bundestagswahl noch lockermachen. Und jetzt sagt man den Schwachsinn mit Magna und der quasi-staatlichen russischen Bank eben wieder ab. That's life...

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lynx2 04.11.2009, 00:27
6. Ganz schön blamiert!

Zitat von sysop
General Motors will Opel jetzt doch behalten - und lässt den Deal mit Magna platzen. Wie blamiert ist die deutsche Politik nach dem Hin und her?
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Alles haben es zur Chef-Sache erklärt und ihre Standortsüppchen gekocht (Koch z.B., Rüttgers). Die Merkel hat die russische Karte gespielt. Mit den Russen hat sie's.
(s. Wadan-Werft, mal schauen, ob dort mehr rauskommt, als nur leere Versprechungen)

1. Sberbank: hat schon früh gesagt, daß sie eigentlich gar kein Interesse am Autogeschäft hat und bald wieder verkaufen will.

2. Magna: will fast kein eigenes Geld reinstecken und hat
jetzt kalte Füsse bekommen, weil die OEM-Kunden drohen, Aufträge abzuziehen. Die Opelianer sollen ihm helfen mit Lohnverzicht Opel zu sanieren. Die 10% sind in 5 Jahren wahrscheinlich keinen Pappenstiel mehr wert.

3. GM wäre mit Chevrolet direkte Konkurrenz in Russland.
Magna müßte in Russland ein eigenes Opel-Vetriebsnetz aufbauen (viel Spaß! noch kältere Füße)

4. GAZ: ein maroder Laden, der mit Lohnverzicht der Opelianer saniert werden soll. Sberbank schaut zu und macht dann den Reibach.

So gesehen ist zurück zu GM die weniger schlechte Lösung. (Of two evils choose the lesser)

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tauschspiegel 04.11.2009, 00:30
7. hin und her

Zitat von sysop
General Motors will Opel jetzt doch behalten - und lässt den Deal mit Magna platzen. Wie blamiert ist die deutsche Politik nach dem Hin und her?
+++ was hat das mit blamiert zu tun? es ist so oder so zweifelhaft ob opel noch lange bestehen kann. das hin und her zeigt v.a. die planlosigkeit vom GM-management, das jetzt wohl deutsche staatshilfen selbst einstreichen will. wichtig ist daher, dass sichergestellt wird, dass keine deutschen steuergelder an us-konzerne fließen, denn das wäre wirklich blamabel

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Reziprozität 04.11.2009, 00:35
8.

Zitat von sysop
General Motors will Opel jetzt doch behalten - und lässt den Deal mit Magna platzen. Wie blamiert ist die deutsche Politik nach dem Hin und her?
Die deutsche Politik hat sich über alle Maße in dieser causa engagiert und steht infolge der mehr als erratischen Firmenpolitik am Ende mit leeren Händen da. Herrn Koch ist (ausnahmsweise!) zuzustimmen, ein schlechter Tag für Opel und den industriellen Werkplatz Deutschland.

Wenn ich da lese: "Verantwortlich für die positive Entwicklung ist dem Unternehmen zufolge die starke Entwicklung bei den vier Kernmarken Chevrolet, Buick, GMC(!) und Cadillac.", dann läuft es mir kalt den Rücken hinunter.

Da wird die Belebung von Scheintoten als Beleg für wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit beigezogen. Schade! Der Insignia ist schon ein tolles Auto....

(Hervorhebung von mir)

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Kabe 04.11.2009, 00:38
9. Wo ist die Überraschung?

Blamage war vorher schon, indem sich die Politik überhaupt in das Thema eingemischt hat. Das politische Kasperletheater für den naiveren Teil der Wähler ist nun nach der Wahl erwartungsgemäß vorbei. Es war nicht gerade eine billige Inszenierung.

GM hat bei jeder sich bietenden Gelegenheit signalisiert, dass sie Opel nicht an Magna und die Russen verkaufen wollen. Nachdem sie sich jetzt wieder stark fühlen, wäre alles andere als die heutige Entscheidung eine Überraschung gewesen.

Das Thema wird uns bald wieder beschäftigen.

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