Forum: Wirtschaft
Oxfam-Bericht: Acht Milliardäre sind so reich wie 3,6 Milliarden Menschen
picture alliance / dpa

Die globale soziale Ungleichheit ist offenkundiger als je zuvor: Laut Oxfam besitzen die acht reichsten Männer der Welt 426 Milliarden Dollar - und damit mehr als die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

Seite 1 von 27
snoook 16.01.2017, 06:47
1. Ich sag's mal so:

Ich kenne zwar nicht alle Biographien dieser acht Leute, aber auf den ersten Blick würde ich sagen: Mindestens die Hälfte sind "selfmade-Milliardäre", die eine sehr gute Geschäftsidee hatten.
In einigen Ländern dieser Erde (insbesondere USA) führt diese Erkenntnis dazu, dass selbst ärmere Leute sagen: Na also! Auch ich hab' eine Chance!
Ich weiß, ich stehe mit dieser Meinung ziemlich alleine da. Also lasst das Milliardäre- und Kapitalismus-Bashing hier im Forum beginnen. Ich weiß schon genau, was da jetzt für Kommentare kommen.
Ansonsten finde ich diese Statistik sehr reißerisch und sie bringt uns überhaupt nicht weiter.

Beitrag melden
hansgustor 16.01.2017, 06:53
2. Schulden

Natürlich ist ein indischer Bettler "ärmer dran" als ein amerikanischer Student, das ist aber für diese Studie vollkommen irrelevant. Es geht um die Vermögensverteilung und da steht der Student eben schlechter da. Bei den Superreichen wird auch nicht der erwartete Gewinn reingerechnet. Das ist nur ein Ablenkungsmanöver um nicht über das eigentliche Problem reden zu müssen.

Beitrag melden
grand-poobah 16.01.2017, 06:57
3. Kritik an Oxfam?

Wegen der Berechnungsmethode. Selbst bei 100% Rechenfehler bleibt nur schreiende Ungerechtigkeit übrig.
Punktum!

Beitrag melden
Ben Major 16.01.2017, 06:59
4. Falsche Frage

Die richtige Frage in diesem Zusammenhang wäre doch, warum sind die Armen arm, doch nicht weil einige Menschen reich sind, oder?

Beitrag melden
wiesenflitzer 16.01.2017, 07:00
5. Ich frage mich ehrlich, was es da zu diskutieren gibt?

Der Kapitalismus gilt global, der Mensch an sich hängt im Egoismus fest, die Politik ist genau diesen Superreichen hörig. Daran ändern wird sich erst wieder etwas beim nächsten Weltkrieg. Aber nur, damit es danach wieder von vorne los geht. Die Menschheit ist letztlich einfach geistig nicht reif genug, um diesen (sorry) Scheiß zu überwinden. Wären alle Menschen "menschlich", was wäre dieser Planet für ein wunderschöner Ort...

Beitrag melden
winki 16.01.2017, 07:07
6. Wieso angeblich?

Auch wenn es 10 oder 20 sind ist es nicht gerecht. Nur was wollen wir dagegen tun? Entweder alle Regierungen auf der Welt sind sich einig und belegen diese Leute mit hohen Steuern oder es gibt eine Weltrevolution bei der die Superreichen enteignet werden. Beides wird nicht passieren. Also können wie solche Meldungen immer wieder lesen jedoch aufregen lohnt nicht, weil - siehe oben.

Beitrag melden
PeterPaulPius 16.01.2017, 07:16
7. Chance für Sozis und Linke

Das Ungleichgewicht hat auch mit unserem Geldsystem zu tun. Nachdem die Golddeckung von Nixon aufgegeben wurde hat das Geld-Kartell im Einklang mit dem IWF immer hektischer ständig neue Geldschöpfungsschleudern erfunden. Dabei ist man in der Lage aus viel Geld astronomisch viel Geld zu machen. Der Hintergrund ist, dass wenn Geld fast ausschließlich nur noch durch Kredite "erfunden"/geschöpft wird, dann entsteht nur der nominelle Kreditbetrag im Geldkreislauf. Zins, Zinseszins und Gebühren fehlen und müssen künstlich hinzugeführt werden, sonst wäre jeder inzwischen bewaffnet. Grundsätzlich war an der Idee erst mal nichts zu kritisieren, die Absicht mag ehrenwert gewesen sein. Aber mit Schaffung immer gewagterer Finanzprodukte ist das Ding voll aus dem Ruder gelaufen und inzwischen geht es wirtschaftspolitisch ständig nur noch darum, die Geldhäuser zu retten. Der irre Reichtum von dem 1% hat überhaupt nichts mit Wirtschaften oder beruflicher Leistung zu tun. Da dürfen einfach nur Leute ein System nutzen, weil sie reich sind und können damit relativ gefahrlos noch reicher werden.

Wenn nun eine Partei diese Sachverhalte den Wählern näher bringt und gleichzeitig nachvollziehbar begründet, dass in Zukunft wieder der Staat das Geld schöpfen wird, und unser Gemeinwesen dann hell erstrahlen wird, dann wird sie nicht nur die Regierungsverantwortung erhalten, sondern auch endlich den Banken die Geldschöpfung aus den Händen nehmen. Das Geld-Kartell hat jetzt über Jahrhunderte bewiesen, dass es das eben nicht verantwortungsvoll kann. Die Mär, der Staat könne das nicht, ist schon lange widerlegt.

Beitrag melden
Lagrange 16.01.2017, 07:17
8. ist doch besser...

..., wenn es Superreiche gibt, doe das Geld bunkern, als wenn das Geld verteilt auf den oberen 25% liegen würde. Das würde das unter Hälfte der Bevölkerung arm machen. So ist es einfach totes Kapital, was man eh nicht ausgeben kann

Beitrag melden
mereexposure 16.01.2017, 07:18
9. Oxfam halt - Ideologie geht vor Vernunft

OxfamIdeologen mangelt es völlig an Durchdringungstiefe der Materie. Bevor sie sich zu Wirtschaftsfragen äußern, sollten sie zunächst das Einmal Eins der Volkswirtschaft lernen.
Lischen Müllter, linke Sozialneider und Unkundige glauben, dass das Vermögen der Reichen unter dem Kopfkissen versteckt ist, oder verprasst wird. Dabei steckt es in Firmen wie BWM (Familie Quandt) in ALDI (Albrecht) usw und ist damit die Grundlage der wirtschaftlichen Existenz aller Arbeitnehmer, die in der Wirtschaft tätig sind. Reden wir mal über Deutschland. Am Jahresende 2015 waren in der deutschen Volkswirtschaft Anlagegüter mit einem Neuwert von 17,2 Billionen Euro - das sind 17.200 Milliarden Euro für Produktionszwecke vorhanden. Preisbereinigt waren es 5,9% mehr Anlagegüter als 2010 und 1,2% mehr als 2014. Die Kapitalintensität liegt bei 400.000. Das bedeutet, dass im Jahr 2015 je Erwerbstätigen Anlagegüter = Kapital mit einem Neuwert von rund 400.000 Euro vorhanden waren. Wer hat die denn zur Verfügung gestellt? Doch die "bösen Kapitalisten" nicht Oxfam, nicht die die Linke!
Es ist doch völlig unerheblich, wem das Kapital nominell in einer Gesellschaft gehört. Wichtig ist nur die Funktion des Kapitals, nämlich Arbeitsplätze zu schaffen und eben nicht, wie Oxfam offensichtlich meint, es an die "Armen" zu verteilen. Was zu Konsumzwecken verteilt ist kann nicht investiert werden. Daher sind die Ideen von Oxfam, wie auch das Programm der Linken auf die Vernichtung bestehender und die Verhinderung zukünftiger Arbeitsplätze angelegt. Und in wenigen Jahren haben wir dann in Deutschland einen Lebensstandard wie in Kuba.

Beitrag melden
Seite 1 von 27
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!