Forum: Wirtschaft
Oxfam-Bericht: Acht Milliardäre sind so reich wie 3,6 Milliarden Menschen
picture alliance / dpa

Die globale soziale Ungleichheit ist offenkundiger als je zuvor: Laut Oxfam besitzen die acht reichsten Männer der Welt 426 Milliarden Dollar - und damit mehr als die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung.

Seite 12 von 27
truthonly 16.01.2017, 10:36
110. Wissenslücke

Zitat von mediqus
das werde ich wohl nie verstehen, warum diese Leute mit diesem Geld oder mit Bruchteil dieses Geldes die Welt nicht zum besseren Ort machen
Sie haben eindeutig eine Wissenslücke. Eine ganz Menge von den Superreichen stellen einen nicht unerheblichen Teil ihres Vermögens Projekten zur Verfügung welche eben den von Ihnen genannten Zweck haben. Da wären zB die Bill&Melinda Gates Foundation sowie die The Giving Pledge Campaign https://givingpledge.org/

Beitrag melden
truthonly 16.01.2017, 10:40
111. Mal ehrlich

Zitat von spätaufsteher
Denn mal ehrlich: Welchen wichtigen guten Grund gibt es, dass ein Mensch mehr als 20 Millionen Euro/Dollar besitzen können muss?
Mal ehrlich: welchen wichtigen Grund gab es für diese sinnfreie Frage?

Beitrag melden
pressionist reloaded 16.01.2017, 10:40
112. Stopp!

Zitat von mereexposure
OxfamIdeologen mangelt es völlig an Durchdringungstiefe der Materie. Bevor sie sich zu Wirtschaftsfragen äußern, sollten sie zunächst das Einmal Eins der Volkswirtschaft lernen. Lischen Müllter, linke Sozialneider und Unkundige glauben, dass das Vermögen der Reichen unter dem Kopfkissen versteckt ist, oder verprasst wird. Dabei .....
Es geht um privates Nettovermögen und nicht um firmengebundenes Anlagevermögen. Aber - in der Sache haben sie Recht. Was würde geschehen, wenn ich die Milliarden der 8 Reichsten auf die ärmere Hälfte verteile: Jeder hat im Mittel nicht mehr ca. 135 € in der Tasche, sondern doppelt soviel. Und - wem nützt das? Richtig niemandem! Und genau aus diesem Grund werden die Superreichen privat immer so reich bleiben wie sie sind. Wichtig ist, dass diese kreativ Jobs schaffen und hier und da punktuell wohltätig sind.

Beitrag melden
HLoeng 16.01.2017, 10:43
113. Leistung soll sich doch lohnen!

Herr Buffett beschrieb unlängst den Zustand dieser Welt sehr treffend: Wir befänden uns im Krieg zwischen Arm und Reich, doch die Reichen würden ihn gewinnen. Die Frage ist allerdings: um welchen Preis? Auf jeden Privilegierten müssen halt Tausende von Unterprivilegierten kommen, sonst funktioniert das System nicht. Tröstlich für unsere ach so christliche Wertegemeinschaft: Die Erde gehört wenigen, der Himmel allen.

Beitrag melden
burgundy 16.01.2017, 10:45
114.

Zitat von fin2010
Was soll das Neidgeheul. Das sind samt und sonders Selfmade-Unternehmer, die gute Ideen hatten und viele Jobs geschaffen haben. Interessant ist eher, wieviel haben die Vielen und zwar nicht in Prozent sondern absolut. Müssen sie hungern? Wohnung? Kleidung? Medizinische Versorgung? Bildung? Etc. Dazu sagt die WHO sehr Erfreuliches: so gut wie heute, ging es der Menschheit noch nie. Ergo: Oxfam, pfui, aus, ab in die Ecke.
Sie machen es sich ein wenig einfach mit Ihrer Lobhudelei für die Reichen und ebenso mit Ihrem Abtun der Probleme der Armen. Müssen sie hungern? Ja. Haben sie adäquate Kleidung? Nein. Medizinische Versorgung? Nein, Bildung? Nein.

Gut, ich hab das jetzt mal genauso platt verallgemeinert wie Sie. Oder vielleicht die WHO, die so "Erfreuliches" sagt? Die WHO sagt viel.

Sie haben recht: Eine Portion Neid könnte da schon mitschwingen, wäre es nur so, dass der Oxfam-Bericht der einzige wäre, der das Problem, denn ein Problem ist die Ungleichverteilung der Vermögen in der Tat, kritisiert. Und es muss ja gar nicht nur um reine Geldfragen gehen, es darf einem durchaus auch um den Verfall politischer Kultur in den Demokratien gehen, der durch solche Vermögen gefördert wird. Ja, es geht um die direkte Gefährdung der Demokratie. Sicher, auch das muss man nicht tragisch sehen, Gesellschaftsformen kommen und gehen. Aber etwas Besseres hatte die Menschheit bislang nicht, und da darf man schon ein wenig kritischer an die Frage nach Vermögen gehen, die das Funktionieren der Demokratie in Frage stellen können und es teilweise auch tun. Also, eben nicht in die Ecke mit Oxfam, sondern aktive, natürlich auch kritische Diskussion.

Beitrag melden
Mabi 16.01.2017, 10:46
115. Sollte mich das betreffen?

Ok, da haben einige Leute soviel Geld wie manche Staaten. Skuril, aber bevor ich mich darüber aufrege, sollte es nicht wichtiger sein, ob ich mit meinem Einkommen zufrieden bin? Seidenunterwäsche, 3 Luxusyachten und eine Bowlingbahn im Haus sind Sachen, auf die ich locker verzichten kann. Und wenn solche Vermögen mit 70%+ besteuert werden, gibt's wohl irgendwo noch güldene Gullideckel, aber sicher keine besseren Gehälter für arme Malocher. Aber wenn ich denen da eins auswischen kann, freut sich mein Gerechtigkeitssinn und ich kann besser schlafen...

Beitrag melden
berndpaul 16.01.2017, 10:49
116. Der Gedanke ist richtig

Zitat von mereexposure
OxfamIdeologen mangelt es völlig an Durchdringungstiefe der Materie. Bevor sie sich zu Wirtschaftsfragen äußern, sollten sie zunächst das Einmal Eins der Volkswirtschaft lernen. Lischen Müllter, linke .....
Es macht keinen Sinn, das Investitionskapital der Reichen zu verteilen. Was man allenfalls verteilen kann, sind deren Ausgaben
für Luxuskonsum, der aber prozentual mit dem Anstieg des Vermögens zurückgehen sollte.
Anders gesagt: wenn man das Vermögen von z.B. Herrn Quandt
auf 10000 Arme verteilen würde, würde mehr in den Konsum und Luxuskonsum fließen und damit die Kapitalakkumulation für größereInvestitionen verringert.

Beitrag melden
wilam 16.01.2017, 10:49
117. klarer kann es nicht werden,

dass Konzentrate sich selbst generieren. Denn was macht der indische Bettler, der eine gute Investitionsidee hat? Genau. Die paar Ausnahmen, die am Anfang eine gute Geschäftsidee hatten, sind nicht zu Unrecht unter sieben Milliarden Menschen namentlich bekannt.
Hinzu kommt, dass die hierarchiebildenden Kräfte mit der Verdichtung und Vermehrung (der Menschheit) stark anwachsen, so dass Diedanunten der Mafia und Wirhieroben den Banken immer wehrloser ausgeliefert sind.

Und drittens kann man sich in der Menge nur bewegen, wenn alle in die gleiche Richtung gehen. Damit hängen Ideologie und Fundamentalismus nicht mehr von Gut und Böse ab, sondern erweisen sich als Gesetz und Notwendigkeit der Verdichtung.
(s. die "SOZFIBEL" bei epubli.de) Das Gleiche gilt bekanntlich für den Verbrauch unserer Welt.

Beitrag melden
Crom 16.01.2017, 10:50
118.

Zitat von Educa15
Die von Ihnen genannten Reichen haben bestimmt nicht so hart gearbeitet, dass damit deren Vermögen gerechtfertigt werdne kann. Sie haben nur eine Geschäftsidee erfunden, mit denen ein riesige Zahl an Konsumenten erreicht wird, so dass selbst .....
Es ist doch schön, dass geistige Arbeit stärker belohnt wird als "hart arbeiten", allerdings ist geistige Arbeit auch anstregend und bis aus der Geschäftsidee ein Geschäftsmodell wird, was eben Investoren begeistert, ist es ein langer und nun kommt's und harter Weg zu gehen. Geschenkt bekommt man auf diesem Weg nichts!

Beitrag melden
archi47 16.01.2017, 10:50
119. die angeblich heilende Wirkung der Kapitalagglomeration

steht immer wieder als Rechtfertigungsgrund für derartige Effekte. Vergleicht man die Auswirkungen der Nachfrage einer großen Masse mit denselben Gesamtkapital mit der Möglichkeit der wenigen Superreichen mit dem gleichen Kapital ist doch augenfällig das sehr unterschiedliche Kaptial-in-Verkehr- bring-Schemata zugrunde liegen müssen.
Es wäre so, als wenn 100 Leute 100 Leberkäslabla (LKL) essen und somit momentan in ca. 5 Minuten Esszeit gut gesättigt sind und man zum Vergleich einen gleich kaptialstarken Krösus das Aufessen der gleichen LKL-Menge (100 Stück) in gleicher Zeit abnötigen würde. Dieser würde das wohl nicht überleben.
Soviel zu den Mengenvergleichen mancher Ökonomen mit der sie den Turbokapitalismus rechtfertigen wollen.

Beitrag melden
Seite 12 von 27
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!