Forum: Wirtschaft
Palmölanbau in Thailand: Verfluchte Frucht
Karl Vandenhole

Kaum jemand will für nachhaltig produziertes Palmöl zahlen. Die Folgen für die Menschen in den Anbaugebieten sind verheerend. Eine Visual Story über Gier, Geiz - und Hoffnung.

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bismarck_utopia 06.01.2018, 20:15
1. Palmöl & Klima

Es heißt sogar, dass aus Palmöl hergestellter Biosprit drei Mal so klimaschädlich ist wie aus Erdöl hergestellter Treibstoff. Wenn man vergleichen möchte welchen Anteil Sprit an den Produkten hat, die auf Palmöl beruhen, der schaue sich einfach die entsprechende Statistik an: http://gnm.li/palmoel-statistik

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Det_onator 06.01.2018, 20:16
2. Danke, sehr guter Artikel

Sehr guter Artikel, danke an die Autoren und Beteiligten darüber zu berichten. Wir alle müssen unser Konsumverhalten überdenken und anpassen, auch wenn es persönlich weh tut. Ich denke, viele Menschen erkennen nach und nach die Notwendigkeit unseren einmaligen Planeten nicht weiter mit Füßen zu treten und auszubeuten. Wir könnten so vieles zum Positiven verändern, wenn jeder den Willen aufbringen würde, bei sich im Kleinen anzufangen.
Liebes Spiegel-Team, bitte berichtet auch einmal über die Billigflieger und Billigflugangebote und wie sie sich negativ auf die Umwelt auswirken, vielen Dank und weiter so, danke.

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ulrich_loose 06.01.2018, 20:29
3. Extrem langweilig

und auf der selben Wellenlänge wie einst die Anti AKW Bewegung - abschalten abschalten abschalten...

Die Fakten - die explodierende Menschheit kann es sich schlicht nicht leisten auf diese extrem ertragreiche Frucht zu verzichten. Ebenfalls Fakt - die Klimabilanz einer solchen Plantage ist BESSER als es der bejammerte Urwald ist. Am Ende also die übliche Herzschmerz heile Welt Sicht die hier offenbar extrem gepuscht werden soll.

Die Autoren werden aber sicher ihre Leser finden und auch Leute die dann übermorgen auf ihr Nutella oder ihre Rama verzichten. Bringt zwar niemandem etwas - möglicherweise irgendwelchen Orang Utans - aber man ist ja ein guter Mensch.

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chattagam 06.01.2018, 20:56
4.

Zitat von ulrich_loose
Die Autoren werden aber sicher ihre Leser finden und auch Leute die dann übermorgen auf ihr Nutella oder ihre Rama verzichten. Bringt zwar niemandem etwas - möglicherweise irgendwelchen Orang Utans - aber man ist ja ein guter Mensch.
Ach die Weltverbesserer nehmen doch eh kein Nutella oder Rama zu sich. Die schmieren sich veganes Mondscheinwasser aufs Brot

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St.Baphomet 06.01.2018, 21:03
5. Die Klimabilanz einer solchen Plantage

Zitat von ulrich_loose
und auf der selben Wellenlänge wie einst die Anti AKW Bewegung - abschalten abschalten abschalten... Die Fakten - die explodierende Menschheit kann es sich schlicht nicht leisten auf diese extrem ertragreiche Frucht zu verzichten. Ebenfalls Fakt - die Klimabilanz einer solchen Plantage ist BESSER als es der bejammerte Urwald ist. Am Ende also die übliche Herzschmerz heile Welt Sicht die hier offenbar extrem gepuscht werden soll. Die Autoren werden aber sicher ihre Leser finden und auch Leute die dann übermorgen auf ihr Nutella oder ihre Rama verzichten. Bringt zwar niemandem etwas - möglicherweise irgendwelchen Orang Utans - aber man ist ja ein guter Mensch.
ist BESSER als die des bejammerten Urwaldes?
Besser formuliert, nicht wahr?
Meinen Sie vor dessen Abfackeln oder nachher, dies haben Sie leider vergessen zu erwähnen?
Aufgrund solcher Kommentare bin ich geneigt jeden Orang Utan für gebildeter zu halten als manchen Kommentator hier.
Zumindest erzählen diese keinen solchen groben Unfug.
Abgesehen davon sind in 4 Jahren alle AKW bei uns vom Netz.
Die Anti AKW Bewegung hatte somit historisch gesehen von Anfang an Recht.
Hat sogar Merkel kapiert.

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Kuala Lumpur 64 06.01.2018, 21:05
6. Pralinen, Schokolade usw.

Was mich wundert: In den 1990er Jahren bin ich längere Zeit auf Sumatra gewesen und da waren z.B. die Gebiete zwischen Pedang und Pekanbaru und auch die die sonstige riesige Inselfläche ein weitestgehend unberührter, Millionen Jahre alter Urwald gewesen. Heute, gerade 20 Jahre später, bestehen diese Gebiete zum größten Teil aus Ölbaumplantagen - das lässt sich sogar über "Google Earth" sehr deutlich erkennen. Das kann doch unmöglich aus der Vermehrung der Menschen alleine entstanden sein. Ich vermute als Hauptgrund das Verlangen nach mehr Luxus-Lebensmitteln des durchschnittlichen Individuums, also z.B. Schokolade, Pralinen usw.

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St.Baphomet 06.01.2018, 21:35
7. @Kuala Lumpur 64 Heute, 21:05

Gerade wird Borneo großflächig abgebrannt für Ölplantagen.
Und wo bleibt der Ganze Profit?
Genau wie bei uns bei den üblichen 10 Prozent Verdächtigen.
Ganz zum Schluss in der Schweiz oder auf den Caymans.
Die "dumme" 90 Prozent Restbevölkerung schaut dann in 10 Jahren in Röhre wenn ihr ausgelaugter "Palmölwald" z.B dem Palmölrüssler zum Opfer fällt oder wegen Austrocknung schlicht abbrennt.

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larsmach 06.01.2018, 21:43
8. Palmöl ist böse, Kleidertragen bedeutet Kinderarbeit

Formel: Palmöl ist böse, und Kleidertragen bedeutet Kinderarbeit - so einfach machen es sich die Menschen, deren neue Turnschuhe von Heiligabend eine Größe mehr hätten sein können und die jetzt zurück zum amazon-Lager in Bad Hersfeld gehen und ihren Teil zum Lkw-Stau beitragen.

Ach, wie schön einfach doch alles ist!

Gut. Böse. Böse. Gut...

Früher war Kinderarbeit in der Textilindustrie tatsächlich sehr verbreitet. Dann wurde es zum Thema und gesellschaftlich geächtet - und im Ergebnis gibt es heute echte Kontrollen und nur wenige schwarze Schafe, die unter dem Druck der Entdeckung arbeiten.
Mit Pflanzenöl ist es genauso (wie mit etlichen anderen Dingen):

Es kommt darauf an, wie man es macht!
(Stopp: Nochmal lesen, weil es anscheinend so kompliziert ist!)

Man kann Regenwald roden, um dort jedweden Kram anzubauen - oder man kann es lassen und überhaupt nachhaltig Landwirtschaft betreiben - überall! Trotzdem hört man regelmäßig die Formel "Bio-Sprit" vernichte Regenwald (warum hat der durch Ester-Tausch stabilisierte Kraftstoff eigentlich einen so dämlichen Namen bekommen!?). Man tut so, als gäbe es einen unvermeidlichen, geradezu natürlich Zusammenhang.

Derweil leben wir heuchelnd in der Bundesrepublik Deutschland, d.h. in einer seit Jahrhunderten agrarisch entwickelten "Kulturlandschaft" (hach, wie schön das klingt!); schon einmal darüber nachgedacht, bevor man mit dem Finger auf Schwellenländer zeigt!?

Richtig: Heute würden wir etliche Dinge aus der Vergangenheit nicht wiederholen, manche Flussbegradigungen und manche Urwald-Waldrodung (ja: Urwälder gab es viele und gibt es kaum noch hierzulande!). Doch der Ton macht die Musik, und Pauschalisierung ist herrlich unkonstruktiv bei Problemlösungen.

In Indien wird Pflanzenölmethylester für Kraftfahrzeuge und Diesel-Generatoren übrigens aus Purgiernüssen gewonnen (der giftigen Frucht eines vielerorts heimischen Wolfsmilchgewächses, das wie Unkraut wuchert). Das wäre eine interessante (Export-)Alternative für etliche Entwicklungsländer, denen Agrarlastigkeit oft zum Vorwurf für fehlende hochwertige Export-Güter und niedrigen Wohlstand gemacht wird (üblicherweise von jenen, die subventionierte EU-Tomaten und Trockenmilchpulver dorthin exportieren!) - doch darüber zu diskutieren ist nicht möglich, wenn Genosse Pawlow mit am Tisch sitzt.

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Mr T 06.01.2018, 21:55
9.

Zitat von ulrich_loose
und auf der selben Wellenlänge wie einst die Anti AKW Bewegung - abschalten abschalten abschalten... Die Fakten - die explodierende Menschheit kann es sich schlicht nicht leisten auf diese extrem ertragreiche Frucht zu verzichten. Ebenfalls Fakt - die Klimabilanz einer solchen Plantage ist BESSER als es der bejammerte Urwald ist. Am Ende also die übliche Herzschmerz heile Welt Sicht die hier offenbar extrem gepuscht werden soll. Die Autoren werden aber sicher ihre Leser finden und auch Leute die dann übermorgen auf ihr Nutella oder ihre Rama verzichten. Bringt zwar niemandem etwas - möglicherweise irgendwelchen Orang Utans - aber man ist ja ein guter Mensch.
Tut mir leid aber so was liest man sonst nur von Herrn Trump.Woher der Hass aud Menschen, die nicht nur egoistisch sind?

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