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Personalnot: Regierungsexperte erwägt Prämie für neue Pfleger
DPA

Ein Regierungsexperte will den Fachkräftemangel in der Pflege mit Geldgeschenken bekämpfen. Wer in den Beruf zurückkehrt, soll 5000 Euro bekommen. Wer nach der Ausbildung dabeibleibt, wird mit 3000 Euro belohnt.

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DerLaunige 17.05.2018, 08:26
1. Man wird nicht drumrum kommen...

die Pflegekräfte durch den Einsatz von Robotern zu entlasten. Die ersten Gehversuche werden am Markt ja schon unternommen.

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harwin 17.05.2018, 08:28
2. Und Pfleger wachsen auf den Bäumen

Das Problem in diesem Land sind die naiven Politiker die meinen die Pfleger wachsen auf den Bäumen. Der Job ist total unattraktiv, schlecht bezahlt und extrem anstrengend. Und nicht jeder ist als Pfleger geeignet.

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keine Zensur nötig 17.05.2018, 08:28
3. Gut gemeint,

aber jenseits der Wirklichkeit.

Durch die vehemente Privatisierung der Pflegeeinrichtungen ist der Zug abgefahren. Der Vorschlag bedeutet wohl einen Eingriff in die Tarifautonomie.

Mein Vorschlag:
- Reprivatisierung der Pflegeeinrichtungen
- Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht für ALLE deutschen Staatsbürger, also die weiblichen.

Folge
Die Pflegeeinrichtungen bekommen ein generelles Grundniveau. Die Angestellten werden den öffentlichen Tarifen unterstellt, statt privaten Hungerlöhnen.
Da es bei einer Wehrdienstverweigerung mal einen solzialen Dienst gab, wären viele neue Stellen überflüssig. Zudem könnten sich junge Männer und Frauen aktiv für den Pflegeberuf entscheiden.

Es ist jungen Menschen durchaus zu zumuten einen Teil ihres Lebens für ihren Staat herzugeben. Das ist in anderen Staaten durchaus üblich.

Nebeneffekt - dürfte bekannt sein.

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hannac. 17.05.2018, 08:31
4.

Solange das System auf Effizienz für Profit ausgerichtet ist, werden zusätzliche Gelder, ob durch Steuern oder höeren Beiträgen, nur verpufften.

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niklas_reith 17.05.2018, 08:39
5. Was mit dem Rest?

Ich bin selbst nicht in der Pflege beschäftigt, aber mein Bruder arbeitet als Gesundheits und Krankenpfleger im Krankenhaus. Schön und gut, diese Prämien, vielleicht gibt es ja 1,2 Leute, die dann in Betracht ziehen, wieder damit weiter zu machen. Aber nur die Frage, was bekommen die schon vorhandenen Pfleger? Was bekommt mein Bruder zum Beispiel, als dagebliebener, examierter Pfleger?
Und außerdem habe ich zu bedenken, dass diese Prämien auch sehr, sehr extrem ausgenutzt werden kann...

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Plasmabruzzler 17.05.2018, 08:41
6.

In Deutschland fehlen in der Alten- und der Krankenhauspflege mehr als 35.000 Pflegekräfte. Die Koalition plant als Sofortmaßnahme, 8000 zusätzliche Stellen zu schaffen.
Ich werde daraus nicht schlau. Werden am Ende 43.000 Stellen besetzt oder sollen im Hau-Ruck-Verfahren 8.000 Stellen mit ggf. nicht ausreichend qualifiziertem Personal besetzt werden, so dass die Personalnot nur noch 27.000 Stellen betrifft?
Und weitere Frage: warum funktionieren die Marktmechanismen nicht? Wenn Pflegekräfte rar waren/sind und offene Stellen zu verzeichnen sind, warum stiegen/steigen dann nicht die Gehälter derer? Und wenn es angeblich Mangel an Arbeitskräften gibt, warum sind dann kaum Stellen ausgeschrieben?

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Tony 17.05.2018, 08:42
7. Bessere Bezahlung und gedeckelte Arbeitszeiten !!

Das ist zwar ein netter Vorschlag, leider ändert er nichts an der Tatsache das Pflegepersonal einfach unterbesetzt ist und im Monat zuwenig Geld verdient. Will man auf dauer mehr Pflegepersonal haben bedeutet das mehr kosten für Staat und/oder Angehörige. Unter mindestens 1800 Euro Netto ist das, für das was man da leisten muss, ein Witz. Ob es Urlaub und Weihnachtsgeld gibt weiß ich nicht, ist bei jeder Einrichtung bestimmt anders. Meistens bleibt das meiste Geld bei den Chefs hängen, wie immer...

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isar56 17.05.2018, 08:46
8.

Zitat von harwin
Das Problem in diesem Land sind die naiven Politiker die meinen die Pfleger wachsen auf den Bäumen. Der Job ist total unattraktiv, schlecht bezahlt und extrem anstrengend. Und nicht jeder ist als Pfleger geeignet.
Sie treffen den Kern der Problematik. Bei zusätzlich 15 000 fehlenden Erziehern, fehlenden Sozialarbeitern u.a. in Jugendämtern, in der Krankenpflege...... sieht es nicht viel anders aus. Naive Politiker ... möglich, Augenwischerei gegenüber dem Volk...... wahrscheinlich.

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marthaimschnee 17.05.2018, 08:47
9. ähm ...

wenn genug Geld für solche Spe*renz*chen da ist, warum bezahlt man die Pfleger dann nicht gleich vernünftig? Die erbärmliche Entlohnung ist doch neben den miesen Arbeitszeiten und der Überlastung (geschuldet dem Personalmangel und damit ebenfalls ein finanzieller Grund) der wesentliche Punkt. Aber halt, da frickelt ja wieder die Privatwirtschaft, für die der Lohn ein beliebig reduzierbarer Kostenfaktor ist. Und nun darf wieder die Allgemeinheit bluten.

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