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Plan der EU-Kommission: Europas Banken sollen sich selbst retten
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Die EU soll nicht mehr alleine für milliardenschwere Bankenpleiten einstehen: EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier will künftig die Banken selbst und deren Gläubiger in die Haftung nehmen. Die Steuerzahler in Europa sollen dagegen geschont werden.

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nextstopjupiter 06.06.2012, 16:18
1. Der letzte Versuch?

Man sollte die Bankster sich selbst ueberlassen oder die islaendische Loesung anwenden, dann waere endlich Ruhe im Schiff und das kriminelle Finanzsystem waere da wo es hingehoert ...

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siebke 06.06.2012, 16:25
2. 2018 ??

Warum sooo spät?? Die Mühlen der Bürokratie mahlen sehr,sehr langsam.....!

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Mojito Diver 06.06.2012, 16:42
3. Wie Du mir, so ich Dir...

Die EU soll nicht mehr alleine für milliardenschwere Bankenpleiten einstehen: EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier will künftig die Banken selbst und deren Gläubiger in die Haftung nehmen. Die Steuerzahler in Europa sollen dagegen geschont werden.


Wenn ich mich mit meinem Unternehmen verspekuliere - z.B. die falsche Ware mit Hausbankkredit finanziere - dann bekomme ich weder vom Staat, geschweige von meiner Hausbank einen Rettungsschirm aufgespannt, höchstens in meinem verlängerten Rücken. Was haben die ganzen EURO-Rettungsschirme in den letzten 3 Jahren gebracht ?- gar nichts. Stattdessen Arbeitslosigkeit, Armut, steigende Preise und Gebühren für diejenigen, die den Banken u. Versicherungen den .... retten und für die Bankgster steigende Tantiemen. Wenn der deutsche Michel nicht endlich erkennt, das diese Gelb-schwarze ReGIERung samt der Opposition uns direkt in den finanziellen Abgrund führt, dann werden wir alle ab 2014 nur noch den Dreck unter unseren Fingernägel essen können. Also, überlaßt den Banken ihre Rettung mal selber, so, wie es jeder Unternehmer jeden Tag selber machen muß. Wenn die es nicht können gehen sie mit ihren Investoren und Spekulanten unter.

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Gerüchtsvollzieher 06.06.2012, 16:45
4. Schade eigentlich...

...daß diese Regelung erst am Ende des Euro kommt...

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Trouby 06.06.2012, 16:49
5.

Klar, Banken, die schlecht arbeiten, sollten vom Markt verschwinden. Das Problem sind aber nicht die Banken, sondern die anvertrauten Kundengelder, also vor allem die Sparguthaben der Bevölkerung. Diese müssen gerettet werden, wobei ein Staat das kaum allein leisten kann. Daher stützt man die Banken, wo es nur gut.

Das ist meiner Meinung nach aber der falsche Weg!
Da der Staat die einer Bank anvertrauten Kundengelder nicht einfach so retten kann und darf - jede Bank würde noch riskanter mit den Kundengeldern arbeiten, denn sie wissen ja, dass der Staat diese rettet - muss ein dritter Weg gefunden werden.
Meiner Meinung nach kann das nur über eine Trennung von riskanten Finanzgeschäften und Privatbanking geschehen. Inventmentbanken dürfen sich eben nur über - ungesicherte - Anleihen finanzieren. Damit weiß jeder Investor, worauf er sich einlässt. Eine bestimmte Bankenklasse ist dafür verantwortlich, absolut sichere Kontenführung zu gewährleisten, deren Gelder vom Staat garantiert werden. Dafür wird eine Versicherung für diese Anlagen beim Staat abgeschlossen mit der gleichzeitigen Auflage, nur bestimmte Anlageformen zu nutzen.

Im Grunde gab es so etwas schon, wurde aber von unser manchmal extrem dusseligen EU zerschlagen: Unser Sparkassensystem war für so etwas gedacht, bevor die Landesbanken als Träger meinten, durch riskante Geldgeschäfte in die Topliga der Investmentbanken aufzusteigen.

Warum also nicht wieder so: Sparkassen im Eigentum von Bund, Ländern und Gemeinden mit garantierter Sicherheit der Sparkonten und entsprechenden Auflagen. Alle anderen können tun, was sie wollen, müssen aber jedes Risiko selbst tragen oder versichern. Wer als Kunde dann dort Gelder auf Konten hat, ist selbst verantwortlich und somit entscheidet der Markt. Es gibt ja eine staatlich garantierte Alternative. Diese könnte sogar im Falle des Konkurses einer Bank deren Geschäfte auffangen, so dass es keine Systemrelevanz mehr gibt.

Hier hat die EU mit der Deregulierung vollkommen versagt und sozusagen ALLE Banken systemrelevant gemacht. Dadurch tragen nun auch alle Bürger das Risiko, wobei die Banken keinen Anreiz mehr haben, vorsichtig zu agieren.

Sozusagen völliger Schwachsinn!

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irgendwer_bln 06.06.2012, 17:05
6. Die Volkspille

Zitat von sysop
Die EU soll nicht mehr alleine für milliardenschwere Bankenpleiten einstehen: EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier will künftig die Banken selbst und deren Gläubiger in die Haftung nehmen. Die Steuerzahler in Europa sollen dagegen geschont werden.
Klingt ja alles ganz nett.
Allerdins werden hier einige Fakten bzw. Folgen unterschlagen oder einfach nicht angesprochen:

- 2018 dürfte bereits alles zu spät sein, wenn man Wirtschaftswissenschaftlers à la Raoul Pal glauben kann

- die Banken sollen binnen 10 Jahren 1% aller Spareinlagen als Sicherheitsfonds hinterlegt haben (Fond steht dann 2028 - hat hier noch jemand gelacht?!?)

- das Geld, welches die Banken als Sicherheit hinterlegen müssen, fehlt im Kreditvergabegeschäft -> wirtsch. Abschwung (und das bei dem Mantra: wir müssen investieren, damit die Wirtschaft hoch kommt)
Für mich klingt das nach dem politischen Fähnchen im Wind:
Sagen wir mal, was das Volk (bzw. die Völker) hören wollen. Solange die Umsetzung noch ca. 16 Jahre Zeit hat... Bis dahin is der nächste Depp im Amt.

Ohne Substanz! Das einzige, was planmäßig sofort eintritt, ist eine potentielle Befriedigung des Völkerzorns auf das sich nicht ändernde System. PFUI!

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liebergast 06.06.2012, 17:13
7. Weiniger Haftung der Steuerzahler!

DSteuerzahler sollten dafür überhaupt nicht haften.
Auch sollten Politiker wenn deise damit zusammenhängen in die Pflicht genommen werden.
Dann werden sie vielleicht mal vorsichtiger.

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elikey01 06.06.2012, 17:34
8. Eben

Zitat von siebke
Warum sooo spät?? Die Mühlen der Bürokratie mahlen sehr,sehr langsam.....!
Die planerische Richtung stimmt doch; warum setzten dgl. Ansätze überhaupt nicht bereits 2008 angesichts der Banken-/Finanzkrise ein?

Zum Erfolg wird auch sehr wesentlich die Auswahl der Bankenkontrolleure sein. Solche verantwortungslosen und offenbar fachunkundigen Naivlinge wie die bei seinerzeit der Bafin (im Hinblick auf die LZBn) würden die Entwicklung wieder schnell in Frage stellen.

Leider bleiben Zweifel, ob angesichts der Globalisierung und des Kapital-Machtkartells und ihrer tüchtigen Lobbyisten in Brüssel sich diese Pläne der EU-Kommission eins-zu-eins umsetzen lassen. In diesem Prozess wird sich zeigen, ob sich entscheidungsbefugte Politiker von ihrer Bankenhörigkeit (und aus ihrer Verschuldungsmisere) lösen können und sich endlich mal wieder ihres Amtseids "zum Wohle des Volkes" erinnern.

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Sharoun 06.06.2012, 18:11
9. Was die gebracht haben?

Zitat von Mojito Diver
... Was haben die ganzen EURO-Rettungsschirme in den letzten 3 Jahren gebracht ?- gar nichts. Stattdessen Arbeitslosigkeit, Armut, steigende Preise und Gebühren für diejenigen, die den Banken u. Versicherungen den .... retten und für die Bankgster steigende Tantiemen. ...
Wieso gar nichts?
Die abgegriffenen 13% des Steueraufkommens sind ja nicht verschwunden - getreu dem bekannten Motto gehören sie jetzt nur jemand anderem.

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