Forum: Wirtschaft
Porsches und Piëchs Erben: Die gebremste Generation

Patriarch Ferdinand Piëch steht vor dem kompletten Verlust seiner Macht, die Familie vor einer Zäsur. Jetzt könnten die Alten im Clan Platz machen für die neue Generation. Doch Wolfgang Porsche zögert.

Seite 1 von 4
spontanistin 19.03.2017, 12:31
0. Vetternwirtschaft?

Das erinnert doch stark an die typische Vetternwirtschaft mit einem zeitgemäßen Schuss Emanzipation. Sollte man diesem starken Clan konsequenterweise nicht demnächst die Königswürde anbieten?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pecos 19.03.2017, 12:38
1. Bitte bitte bitte nicht schon wieder ...

... einen Porsche-Piech-Artikel, in dem nur das Thema "Machtkampf" ausgewalzt wird, ohne darauf einzugehen, um welche inhaltlichen Positionen und Differenzen es geht. Wen interessiert es, ob der Eine den Anderen meuchelt, ohne dass man erfährt, warum. Das ist doch redundant. Bitte mehr Fakten: was wollen die Einen, was wollen die Anderen (ausser "Macht")?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
busytraveller 19.03.2017, 13:00
2. Zu viel Politik, zu wenig Marktwirtschaft

Von den handelnden Personen her ist es ja Ferdinand Piech, der "mit dem Ar*** einreißt", was er über Jahrzehnte aufgebaut hat. Wolfgang Porsche ist nicht das Problem.

Insgesamt haben Unternehmen mit einem starken familiären Ankeraktionär langfristig bessere Karten, als solche, die von großen Investmentfonds oder noch schlimmer Private Equity Gesellschaften geleitet werden die nur kurzfristigen Zielen hinterherlaufen und Unternehmen in der Substanz aushöhlen. Bei VW sind dennoch die Komplexitätskosten zu hoch und die Arbeitskosten in Deutschland sind es. Zu viel politische (Niedersachsen 20%) und Gewerkschaftsmacht. Gerade scheitert wieder einmal ein VW - Manager (Driess) daran, die Kosten zu senken. Das ist schon Bernhard, Pischetsrieder und anderen passiert. Diese Konstellation, zu viele politische Interessen, zu wenig marktwirtschaftliche Orientierung, schadet VW langfristig langfristig sehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yogi65 19.03.2017, 13:05
3. Erbdynastie

Welche Motivation und welche Fähigkeiten sollten die offensichtlich mehreren Dutzend Clan-Mitglieder aus der Porsche-Piech Dynastie denn haben, außer ein Bank-Konto zu besitzen auf das die Dividenden überwiesen werden können? Oder glaubt der Autor, dass man qua Geburt die Qualifikation mitbringt, einen internationalen Konzern operativ oder strategisch zu führen und weiterzuentwickeln. Ich fürchte, wenn sich die diversen Medienmanager, Designer, Ärzte oder Wirtschaftsprüfer aus der Enkel-Generation zu stark einbrächten, wäre das nicht segensreich. Diese Menschen sollten ihrem Schöpfer auf Knien danken die richtigen Eltern zu haben, aber sich ansonsten raushalten und ihr Jetset-Leben genießen. Sicher gibt es Onkel Ferdi, der bei aller Kritik viel dazu beigetragen hat, dass der Konzern heute trotz Abgaskrise wirtschaftlich immer noch brillant dasteht, aber das ist eine Ausnahme.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spiegelleserin57 19.03.2017, 13:12
4. zwei große Famlie halten die Macht in ihren Händen...

Zitat von spontanistin
Das erinnert doch stark an die typische Vetternwirtschaft mit einem zeitgemäßen Schuss Emanzipation. Sollte man diesem starken Clan konsequenterweise nicht demnächst die Königswürde anbieten?
was hat das mit Vetternwirtschaft zu tun da sie die Großaktionäre sind. Unternehmen die von von Familien gesteuert werden wie z.B. OTTO haben immer noch ganz andere Firmenstrukturen als Firmen die nur noch von Aktionären gesteuert werden. Dort ist das Bestreben nach Gewinn noch viel größer und ohne Rücksicht auf die Angestellten. Hier besteht wenigstens noch ein persönliches Interesse an dem Konzern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Na, ja... 19.03.2017, 13:13
5. Verlust der Macht - Verlust des Lebens

Nichts für ungut, liebe Frau Gnirke, aber so können nur Wirtschaftsjournalisten denken und schreiben: Zitat "Patriarch Ferdinand Piëch steht vor dem kompletten Verlust seiner Macht". Ist das wirklich etwas Besonderes für einen 79-jährigen Greis, der ohnehin in nächster Zeit mit dem kompletten Verlust seines Lebens rechnen muss?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MyQ 19.03.2017, 13:22
6. Typisch für Familiendynastien ab der 3. Generation...

Man verstrickt sich in Machtkämpfe und beschäftigt sich primär mit Postenschacherei. Nebenbei wird die die gesamte Familie im Unternehmen platziert, unabhängig von der Qualifikation: Ärzte? Modedesigner? Anwälte? Als Steuermänner für eines der größten Maschinenbauunternehmen langfristig ein Desaster. Erfolgreiche Familienunternehmen schrecken eben NICHT davor zurück, auch externe Erfolgsgaranten und Visionäre ins Haus zu holen. Die Geschichte zeigt, dass dieses in der Regel die erfolgreichere Methode ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
michlauslöneberga 19.03.2017, 13:33
7. Ihre Meinung

Zitat von yogi65
Welche Motivation und welche Fähigkeiten sollten die offensichtlich mehreren Dutzend Clan-Mitglieder aus der Porsche-Piech Dynastie denn haben, außer ein Bank-Konto zu besitzen auf das die Dividenden überwiesen werden können? Oder glaubt der Autor, dass man qua Geburt die Qualifikation mitbringt, einen internationalen Konzern operativ oder strategisch zu führen und weiterzuentwickeln. Ich fürchte, wenn sich die diversen Medienmanager, Designer, Ärzte oder Wirtschaftsprüfer aus der Enkel-Generation zu stark einbrächten, wäre das nicht segensreich. Diese Menschen sollten ihrem Schöpfer auf Knien danken die richtigen Eltern zu haben, aber sich ansonsten raushalten und ihr Jetset-Leben genießen. Sicher gibt es Onkel Ferdi, der bei aller Kritik viel dazu beigetragen hat, dass der Konzern heute trotz Abgaskrise wirtschaftlich immer noch brillant dasteht, aber das ist eine Ausnahme.
zur Erbengeneration in allen Ehren, aber mit weltanschaulichen Vorurteilen behaftet ist es nicht immer leicht, objektiv zu sein. Durch die Tatsache dass man zu einer Industriellendynastie gehört ist nicht unbedingt gesagt, dass man nicht selber etwas kann. Die nächste Generation wird ebenfalls ihre Meriten verdienen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paulhaupt 19.03.2017, 13:38
8. Armselig ...

... finde ich, daß Herr Piëch ganz selbstverständlich keinerlei Verantwortung zum Thema Dieselaffaire zu übernehmen bereit ist

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4