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Prognose der Arbeitsmarktforscher: Mindestlohn beschert dem Staat zusätzliche Milliar
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Für den Fiskus könnte sich die Einführung des Mindestlohns lohnen. Arbeitsmarktforscher rechnen mit zusätzlichen Einnahmen für den Staat. SPD-Fraktionschef Oppermann erwartet aber auch, dass einige Firmen angesichts höherer Löhne aufgeben müssen.

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Markenbox 04.07.2014, 07:37
1. Hoffnung

Zitat von sysop
Für den Fiskus könnte sich die Einführung des Mindestlohns lohnen. Arbeitsmarktforscher rechnen mit zusätzlichen Einnahmen für den Staat. SPD-Fraktionschef Oppermann erwartet aber auch, dass einige Firmen angesichts höherer Löhne aufgeben müssen.
Bleibt die Hoffnung, dass solche Firmen wie die taz pleite gehen, weil sie ihre Sklavenlöhne aufstocken müssen. Bleibt zu hoffen, dass die Gewerkschaften bei den 160000 Zeitungszustellern dran bleiben und die Presseerzeugnisse ordentlich in der Qualität steigen müssen, wenn sie das Doppelte kosten.

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damp2012 04.07.2014, 07:42
2. Es sind nicht nur ...

... die zusätzlichen Einnahmen für die öffentliche Hand. Vor allen Dingen sind es die "versteckten Subventionen", die der Steuerzahler über die zusätzlichen Zahlungen bei den "Aufstockern" sparen wird. Es kann nicht genug darauf hingewiesen werden, dass Unternehmen zwar ihren Anteilseignern hohe Renditen versprechen, die Unternehmen diese erwirtschaften müssen und sich dies u.a. immer wieder in der Personalkostenreduktion niederschlägt. Die Menschen müssen dennoch ihren Lebensunterhalt bestreiten und holen sich deshalb Unterstützung bei der öffentlichen Hand. Ist dieses - neben der Mindestlohndebatte - überhaupt jedem Steuerzahler klar?

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carranza 04.07.2014, 07:43
3. Gerechte Umkehrung der Verhältnisse

Zitat von sysop
"Befürworter des Mindestlohns verweisen darauf, dass der Staat bisher viele Niedriglöhner finanziell unterstützen muss, was durch die Lohnuntergrenze künftig entfallen soll."
Die Wahrheit ist doch dass durch die staatliche Aufstockung des Sklavenlohns eher Firmen unterstützt werden, die nicht bereit sind, ihre Mitarbeiter fair zu entlohnen.

Sollten nun insbesondere im Osten der Republik diverse Firmen nicht mehr existieren können, dann sollte man ihnen in Einzelfällen für eine Übergangszeit einräumen, unter Offenlegung ihrer Bilanzen und gegebenenfalls mit der Auflage wirtschaftlicher zu arbeiten, zeitlich begrenzt staatliche Unterstützung zu gewähren.

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Palmstroem 04.07.2014, 07:46
4. Mindestlohn schafft keine Arbeit

Der Mindestlohn ist als staatliche Krücke der falsche Ansatz. Würde er funktionieren, müsste der Arbeitsmarkt überall dort, wo es ihn bereits gibt, besser sein als in Deutschland oder Skandinavien - das Gegenteil ist aber der Fall.
Wer gute Löhne will, ist mit dem Mindestlohn auf dem falschen Weg. Erfolgreich ist nur Innovation. Nur wer neue, produktive Arbeitsplätze schafft, wird am Ende erfolgreich sein.

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bebreun 04.07.2014, 07:47
5. Wenn 88% dafür sind

dann muss sie wohl gut sein, die Lohnuntergrenze. Ich hoffe und wünsche nur, dass nicht zu viele ihren Job verlieren und damit novh weniger haben. Ich hoffe auch, dass die Preise für die Produkte der bisher Unterbezahlten im Rahmen bleiben. Sonst fressen die Preise den Lohnzuwachs schnell wieder auf und nur der Staat hat was davon.

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bassa 04.07.2014, 07:54
6. Das war es dann

Ich habe ein Lagerhaus in dem ich die Mitarbeiter mit 7,00€/h bezahle, hierzu aber Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld zahle. Bei 8,50€/h. Das macht eine Erhöhung der Personalkosten von Brutto (!) 30.000€ pro Monat auf alle Mitarbeiter gerechnet. Unter den Voraussetzungen werden wir schließen müssen da der Betrieb nicht genug gewinn abwirft um das finanzieren zu können.

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Linksruck 04.07.2014, 07:59
7. Überprüfung

Zitat von sysop
Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs (CDU) rechnet vor allem in Ostdeutschland mit Problemen. Dort seien die Löhne noch deutlich niedriger als in den alten Bundesländern und die Konkurrenten in Polen und Tschechien nah, sagte er. Mit der ersten Evaluierung des Mindestlohnes in zwei Jahren müssten dessen Folgen deshalb genau überprüft werden: "Es kann nicht sein, dass wir im Osten Arbeitsplätze vernichten", sagte Fuchs.
Was meint er damit? Sollen Arbeitnehmer im Osten für einen Hungerlohn arbeiten, weil osteuropäische Arbeiter bereit sind, für einen geringeren Lohn zu arbeiten?
Es ist doch ganz einfach: Der Mindestlohn hat für jeden Arbeitnehmer zu gelten, auch für die "Konkurrenz" aus Polen und Tschechien.
Und wenn versucht wird, dies durch Werkverträge etc. zu untergraben, dann hat die Politik genau da anzusetzen.

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Hilfskraft 04.07.2014, 08:03
8. auf einmal?

das schreibe ich seit Jahren. Die Leute brauchen Cash in der Täsch!
Dann steigt die Binnennachfrage, dann werden Arbeitsplätze geschaffen, dann sinkt die Altersarmut, dann steigen die Steuereinnahmen, usw.
Wo waren diese Forscher denn bisher?
Merkels Regierung scheute bisber die Ankurbelung der Binnennachfrage, wie der Teufel das Weihwasser.
Immer schön am Limit schrammen, wie damals in der DDR.
Alles auf Waffenexporte und Schwerindustrie setzen, war/ist die Devise.
Binnenland ist wurscht!
Ahnung von der Volkswirtschaft, wie eine Kuh vom Eierlegen.

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bergerangel 04.07.2014, 08:04
9. Nur was dem Staat

Zusätzliches Geld in die Kassen spült wird gemacht. Und nur deswegen gibt es nun den Mindestlohn....

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