Forum: Wirtschaft
Prognose zum Immobilienmarkt: Es wird noch teurer
DPA

Die Preise für Häuser und Wohnungen werden in Deutschland auch 2018 steigen - wie schon seit Jahren. Eine Trendwende in naher Zukunft halten die amtlichen Gutachter für ausgeschlossen.

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der.tommy 12.12.2017, 13:55
1.

Wer in München kauft, spekuliert. Das ergibt sich schon aus dem simplen Umstand, dass eine Refinanzierung der gekauften Immobilie über die Miete in 30 Jahren nicht möglich ist. Einen anderen Grund, außer die spekulative Annahme, man könne in 10 Jahren noch teurer verkaufen, gibt es nicht. Die Aussage der werten Dame im Artikel ist daher entweder zu pauschal oder grundsätzlich als falsch zu bewerten.

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Pfund Hacks 12.12.2017, 13:56
2. Preisblase:

ein süffiger Begriff, der nichts erklärt. Die Preisbildung findet am Markte statt und eine spekulative Überhöhung der Immobilienpreise -wie z.Zt. bei Bitcoin- ist nicht zuerkennen.

Aber Nachrichten im Boulevard sind nichts ohne Spekulation und Spektakel.

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matthias111 12.12.2017, 13:59
3. Und sollte die Immopreise doch mal fallen droht das Patzen der Blase

Aber da haben die Landbesitzer ja jetzt eine Wunderwaffe gegen.
Man nimmt einfach 1-2 Millionen Flüchtlinge auf und schon ist der Kredit für 2-3 Jahre gesichert.
Nur dumm dass die Infrastruktur nicht mitwächst.

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Solid 12.12.2017, 14:10
4. Keine Spekulation

Zitat von der.tommy
Wer in München kauft, spekuliert. Das ergibt sich schon aus dem simplen Umstand, dass eine Refinanzierung der gekauften Immobilie über die Miete in 30 Jahren nicht möglich ist
Dass eine Refinanzierung über die Miete nicht möglich ist, bedeutet nicht, dass die Preise der Immobilien über deren Wert/Kosten liegen, sondern dass die staatlich fixierten Mietpreise zu gering und nicht mehr kostendeckend sind. Was dazu führt, dass immer weniger Objekte vermietet werden, weil der Vermieter dabei massiv draufzahlt.
Dass die Objektpreise so hoch sind, liegt daran, dass der Euro weniger wert ist. Und das wird er auch bleiben.
Zu glauben, dass die Immobilienpreise Teil einer Spekulationsblase wären, ist ein gefährlicher Irrtum, der einen zu kontraproduktiven Maßnahmen verleitet.

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christine.rudi 12.12.2017, 14:13
5. Bonn vs Berlin + das anglo-amerikanische WirtschaftPolitik-Konglomerat

Seitdem die Hauptstadt von Bonn nach Berlin gewandert ist, ist vorallem eins passiert. Die deutsche Politik ist kapitalismusfreundlicher geworden. ... Aber nach dem Ende von Trump werden auch viele Leute (inklusive Merkel) sagen: hätten wir doch die Hauptstadt in Bonn gelassen !

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ironcock_mcsteele 12.12.2017, 14:15
6.

Vorbildlich, dass dieser Blödsinn einer "Blase" mal widerlegt wird.

Dennoch, die Wohnungsnot und die -kosten sind ein Auftrag an jede Regierung. Massive Ausweitung des Baulands, leichtere Genehmigungsprozesse, weniger Bau-Auflagen, weniger Brandschutrz, weniger Mieterschutz, etc.wären wünschenswert.

Wird das passieren? Käumlichst, keine Regierung hat den Mut, die Wähler und deren Eigentum mit dem Wertverlust zu konfrontieren. Und keine Regierung wird es schaffen, das Geflecht aus Landesbrandvorschriften, kommunalen Auflagen und was es sonst noch gibt zu entwirren und den Wutbürgern und Juchtenkäferfreunden wöchtenlich die Augen auszuschießen.

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wordfix 12.12.2017, 14:16
7. Hoffentlich platzt die Blase erst spät

und reißt unsere Freunde, die Investoren, Bayern und die Mafia, also alles, was die Republik nicht braucht, in einen Abgrund, aus dem es kein Zurück, kein Entrinnen gibt.
Die Flut an Zwangsversteigerungen mit der unausweichlichen Preisbereinigung könnte normal verdienenden Familien das ermöglichen, was weder Union noch SPD, Grüne, FDP oder gar AfD den Bürgern gönnt und deshalb seit Jahrzenten Deutschland diesbezüglich in der EU auf dem letzten Tabellenplatz klebenbleibt:
Wohneigentum.

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Sibylle1969 12.12.2017, 14:24
8.

Vor allem bei Neubaumassnahmen schießen hier in Frankfurt die Preise durch die Decke. Hab ich vor 2-3 Jahren noch den Kopf darüber geschüttelt, dass bei einer Neubaumassnahme in meinem Viertel 3-Zimmerwohnungen erstmals über 400.000 Euro kosteten, so sehe ich mittlerweile Preise von über 500-600.000 Euro für 3-Zimmerwohnungen, die noch deutlich unter 100 qm groß sind. Es versteht sich von selbst, dass Neubauwohnungen in Frankfurt fast ausschließlich im gehobenen und Luxussegment gebaut werden. Bestandswohnungen sind nicht so teuer, aber auch hier sind die Preise enorm gestiegen, und derzeit gibt es auch fast kein Angebot am Markt.

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pom_muc 12.12.2017, 14:27
9.

Zitat von der.tommy
Wer in München kauft, spekuliert. Das ergibt sich schon aus dem simplen Umstand, dass eine Refinanzierung der gekauften Immobilie über die Miete in 30 Jahren nicht möglich ist. Einen anderen Grund, außer die spekulative Annahme, man könne in 10 Jahren noch teurer verkaufen, gibt es nicht. Die Aussage der werten Dame im Artikel ist daher entweder zu pauschal oder grundsätzlich als falsch zu bewerten.
Natürlich ist das pure Spekulation. Wenn Sie für die 8500 Euro/qm 2% Miete verlangen (also 170 Euro pro Jahr) springt Ihnen die Mietpreisbremse ins Gesicht.
Sie haben also einen Kredit dessen Zins nicht über 30 Jahre fixiert ist und vom heutigen Niveau eher steigt als sinkt.
Einen regulierten Mietzins von dem Sie Steuern abführen müssen und noch nicht mal die Zinsen zahlen können.

Das bedeutet komplette Tilgung aus eigener Tasche. Alle Renovierungen und was sich der Gesetzgeber noch so alles in den nächsten Jahrzehnten an nicht umlesbaren Modernisierungen einfallen lässt zahlt der Vermieter der überhaupt keine Ahnung hat was er zukünftig noch als Miete umlegen können wird.

Es ist angesichts mancher Entscheidungen in Berlin noch nicht einmal sicher ob der Vermieter noch die Kontrolle behält wen er als Mieter in seinem Eigentum aufnimmt. Zumindest wird Leerstand bis der nächste passende Mieter einzieht schon heftig diskutiert.

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