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Radikales Sparprogramm: Ebay kündigt drastischen Jobabbau an
AP

Radikaler Sparkurs bei Ebay: Der Onlinehändler streicht 2400 Stellen - sieben Prozent der Mitarbeiter verlieren ihre Jobs.

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pixeldust 22.01.2015, 01:16
1.

Wenn ich die Zahlen lese und mir vorstelle wie "erschreckend" ein so geringer Gewinnzuwachs für die Geldhaie sein muss, kann ich mir lebhaft vorstellen, dass die verbleibenden 93% der Belegschaft zukünftig ca. 125% Leistung abgeben sollen......
Anyway viel Spaß allen bei Ibäh

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tutnet 22.01.2015, 03:44
2. Gewinnsteigerung

Die Gewinnsteigerung beruht auf der letzten unverschämten Erhöhung der Verkaufsgebühren. Diese betragen 10% vom Auktionspreis und sind erst bei EUR 199 gedeckelt, also einem Auktionserlös von EUR 1.990. Vorher war der Deckel bei EUR 45. Die Verkaufsprovision betrug 9% von einem Auktionserlös von EUR 500.
Dazu kommen weitere Gebühren und als großer Posten noch die PayPal-Provision von bis zu 4,9% für Verkäufe außerhalb des EURO-Raumes.

In den USA verlangt eBay zudem die Verkaufsprovision noch zusätzlich auf die Versandkosten. Wann kommt das bei uns?

Hier zeigt sich die gierige Fratze des Kapitalismus.

Leider gibt es keine wirkliche Alternative zu eBay, das dürfte der Grund für diese Geier sein, die ihren Gewinn durch immer neue höhere Gebühren maximieren wollen.

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MeFFM 22.01.2015, 07:08
3. Kerngeschäft kommt nicht vom Fleck?

Wenn ich richtig gelesen habe hatte PayPal ein Umsatzplus von 18% und der Gesamtkonzern von +12%. Es ist also anzunehmen das auch das Kerngeschäft im einstelligen Prozentbereich gewachsen ist. Also fragt man sich schon wie man in Zeiten mächtiger Gegner wie Amazon hier von "kommt nicht vom Fleck" sprechen kann!!!

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TheFrog 22.01.2015, 08:56
4. Für mich...

ist EBAY schon lange gestorben.

Das war mal eine interessante Plattform, aber das ist sehr lange her.
Bei den Provisionen, die da verlangt werden, ist das für den normalen Menschen schon lange uninteressant. Wenn dann auch noch über PayPal gezahlt wird, wundert man sich, wie wenig Geld bei einem noch ankommt.

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dani216 22.01.2015, 09:18
5. Nach schwer kommt ab.

War eBay früher mal eine prima Plattform, gebrauchtes oder nicht mehr benötigtes für kleines Geld zu verkaufen, überlege ich mir das inzwischen dreimal.
Betrachtet man sich den eigenen Aufwand (Fotografieren, Einstellen, Kommunikation, Verpacken/Verpackungsmaterial, zur Post bringen/Versenden) und die dann von Verkaufserlös an eBay zu zahlenden Gebühren, ist das Entsorgen zwischenzeitlich vielfach die bessere Alternative. eBay schröpft die Kunden zu sehr und ist mit Volldampf dabei, sich selbst abzuschaffen.

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HPS60 22.01.2015, 12:48
6. Statt bei Ebay ...

meine Sachen zu verkaufen werfe ich sie inzwischen lieber weg. Ständig Ärger mit ungerechtfertigten Nachverhandlern, und keinerlei Schutz von Ebay. Dazu die Kosten. Das braucht niemand. Und Alternativen gibt es durchaus. Zumindest für den Einkauf. Verkauf dann lieber über Kleinanzeigen oder andere Marktplätze.

Das kommt davon, wenn man in jeder Hinsicht unsozial ist. Viel Glück Ebay.

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claterio 22.01.2015, 13:04
7.

Zitat von tutnet
Die Gewinnsteigerung beruht auf der letzten unverschämten Erhöhung der Verkaufsgebühren. Diese betragen 10% vom Auktionspreis und sind erst bei EUR 199 gedeckelt, also einem Auktionserlös von EUR 1.990. Vorher war der Deckel bei EUR 45. Die Verkaufsprovision betrug 9% von einem Auktionserlös von EUR 500. Dazu kommen weitere Gebühren und als großer Posten noch die PayPal-Provision von bis zu 4,9% für Verkäufe außerhalb des EURO-Raumes. In den USA verlangt eBay zudem die Verkaufsprovision noch zusätzlich auf die Versandkosten. Wann kommt das bei uns? Hier zeigt sich die gierige Fratze des Kapitalismus. Leider gibt es keine wirkliche Alternative zu eBay, das dürfte der Grund für diese Geier sein, die ihren Gewinn durch immer neue höhere Gebühren maximieren wollen.
Ihr Beitrag ist unlogisch. Wenn Sie keinen alternativen Anbieter kennen, der Ihnen eine vergleichbare Plattform für weniger Geld zur Verfügung stellen kann und der Nutzen für Sie offenbar so groß ist, dass Sie Ebay freiwillig nutzen, wieso unterstellen Sie dann Gier?

Könnten Sie die gleiche Leistung billiger erbingen?

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Rockaxe 22.01.2015, 13:11
8. Sehe

Zitat von HPS60
meine Sachen zu verkaufen werfe ich sie inzwischen lieber weg. Ständig Ärger mit ungerechtfertigten Nachverhandlern, und keinerlei Schutz von Ebay. Dazu die Kosten. Das braucht niemand. Und Alternativen gibt es durchaus. Zumindest für den Einkauf. Verkauf dann lieber über Kleinanzeigen oder andere Marktplätze. Das kommt davon, wenn man in jeder Hinsicht unsozial ist. Viel Glück Ebay.
ich ebenso ähnlich.
Ebay Kleinanzeigen ist da (noch) interessant. Ansonsten kann man als Käufer auch manchmal "Perlen" bei hood.de finden. Aber z. Zt. noch dort recht gut verkaufen.
Interessant ist e-bay vielleicht noch für Sammlerstücke und auch da gibt es Möglichkeiten die Gebühren zu umgehen.

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tobias.stephan.98 22.01.2015, 17:29
9. Böses Erwachen folgt mit den ersten Quartalszahlen 2015

Naja, es liest sich schon recht wiederlich – wenn ein Konzern Erfolg verzeichnet und trotzdem Stellen abbaut. Den aufgeführten Zahlen entnehme ich jedoch, dass Paypal den entscheidenden Anteil am Erfolg hat. Eines ist in diesen Zahlen jedoch noch nicht enthalten. Wenn man die Stellschrauben überdreht, kippt in der Regel das System. Ich wage hier nun eine Prognose zur Veröffentlichung der Zahlen Q1/2015 von eBay. Paypal ist nicht mehr enthalten und eBay ist auf sich alleine gestellt. Das dürfte zumindest die eine oder andere Zahlenschieberei, die ich vermute, schwieriger gestalten. Noch entscheidender ist aber, dass die Interessenlage der Händler bei eBay zu verkaufen, gesunken ist. Seit der Einführung der neuen Verkäuferstandards hat eBay sicherlich eine Menge Händler massiv verärgert und dazu getrieben nach Alternativen zu suchen. Ich habe das zumindest getan. Mein Umsatz bei eBay ist seitdem gedrittelt. Mein Interesse in die eBay Plattform Energie zu stecken ist massiv gesunken. In meinem Blogbeitrag Digitalisierung des Einzelhandels http://www.exoda.de/digitalisierung-des-einzelhandels-warum-eher-amazon-als-ebay/ bin ich schon auf die Gründe eingegangen. Dennoch kurz erwähnt sei, dass Händler ständig für Umstände verantwortlich gemacht und bestraft werden, für die Sie keine Verantwortung zu tragen haben.
Wenn meine Ansicht von genug weiteren Händlern geteilt wird, kommt im April 2015 das böse Erwachen. Man wird sehen, ob ich mit meiner Vorhersage richtig liege.

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