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Räumung des Hambacher Forstes: Der falsche Kampf
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Es ist traurig, dass RWE den Hambacher Forst abholzt. Doch für eine Rettung hätte der Kohleausstieg früher kommen müssen. Auf den sollten sich Umweltschützer nun in der Kohlekommission konzentrieren.

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dachauerthomas 13.09.2018, 15:41
1. Stromüberschuss

Die Einzigen, die den Braunkohlestrom brauchen sind die RWE, für ihren Gewinn. Deutschland hat derartig große Überkapazitäten in der Stromerzeugung dass ein Ausstieg aus Hambach jederzeit möglich wäre. Wären da nicht die uralten, längst abgeschriebenen Kraftwerke mit der märchenhaften Rendite.

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Prof. Volker Quaschning 13.09.2018, 15:48
2. Hinterlassen wir unseren Kindern doch einen zerstörten Planeten

Das Pariser Klimaschutzabkommen mit einer Stabilisierung der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5°C lässt sich nur einhalten, wenn wir in Deutschland noch vor 2030 aus der Kohlenutzung aussteigen. Schade, dass der Autor die wissenschaftlichen Studien nicht kennt, nach denen eine sichere Energieversorgung auch mit einem Kohleausstieg deutlich vor 2040 möglich ist und es für Gott gegeben hält, dass wir sämtliche Klimaschutzziele verfehlen und unseren Kindern einen zerstörten Planeten hinterlassen.

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kommentar4711 13.09.2018, 15:48
3. Danke!

Danke! Ich habe selten einen so guten Kommentar auf SPON gelesen.

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spiegelklammer 13.09.2018, 15:50
4. Wenn Wälder....

für Windmühlen abgeholzt werden, sehe ich auch keinen dieser sogenannten Aktivisten.

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specialsymbol 13.09.2018, 15:51
5. Verrückt

Um die Leistung eines Kohlekraftwerks wie Neurath zu erbringen müsste man gerade mal die Hälfte des Tagebaus Hambach mit Solarzellen zupflastern.. und zwar mit den billigsten, mit geringster Effizienz.

Einfach ein Wahnsinn.

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111ich111 13.09.2018, 16:00
6. Sicher?

Zitat von dachauerthomas
Die Einzigen, die den Braunkohlestrom brauchen sind die RWE, für ihren Gewinn. Deutschland hat derartig große Überkapazitäten in der Stromerzeugung dass ein Ausstieg aus Hambach jederzeit möglich wäre. Wären da nicht die uralten, längst abgeschriebenen Kraftwerke mit der märchenhaften Rendite.
Also das mit den dauerhaften großen Überkapazitäten können Sie sicher belegen, oder?

Der Artikel bringt es auf den Punkt. Was man vorgestern (politisch) versaut hat, bringt man heute nicht einfach mal schnell wieder in Ordnung. Eine Übergangsphase ist da unabdingbar. Wer das nicht wahrhaben will, ist ein realitätsfremder Träumer.

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fleischwurstfachvorleger 13.09.2018, 16:06
7. Völliger Blödsinn

Die Energieriesen wollten uns schon vor dem abschalten des ersten AKW Angst machen, dass damit unbedingt und zu 100 % die Lichter in Deutschland ausgehen würden.

Wir brauchen die Braunkohle nicht und damit auch nicht die Braunkohlekraftwerke. Die braucht nur RWE, um seine Gewinne zu maximieren, gerne auch auf dem Rücken der Bürger und deren Gesundheit. Profit geht bei RWE vor, sie sind natürlich ihren Share Holdern (und ihren eigenen fetten Gehälter und Boni) verpflichtet.

Es stehen genug hochmoderne Gaskraftwerke nutzlos herum, die sofort die möglicherweise entstehende Lücke durch das Abschalten der Braunkohlekraftwerke schließen könnten.


Bei den Jamaikaverhandlungen hat man doch schon die größten Drecksschleudern identifiziert gehabt. Also, geht doch. Die Politik muss nur wollen.

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vox veritas 13.09.2018, 16:09
8. Gewagte Behauptung

"... ab Mitte Oktober den rund 12.000 Jahre alten Wald im Rheinland abholzen ..."

Nur mal so: Das ist eine ziemlich steile These. Vor allem wenn, man weiß das europäische Bäume max. 1000 Jahre alt werden (Eichen, Eiben) und es ist auch fraglich, ob vor 12000 Jahren dieser Wald an genau dieser Stelle stand (Eiszeit).

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kleinsteminderheit 13.09.2018, 16:09
9. Symbolischer Bürgerkrieg

In der Tat sollte sich der Umweltschutz auf den geordneten Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen konzentrieren.
Das Weltklima hängt nicht am Hambacher Forst oder der Kohle darunter.

Die RWE führt auch nicht Krieg gegen das Klima sondern macht Strom. Den Umweltverbänden steht es nicht zu, die Angriffe auf Waldarbeiter oder Polizisten schönzureden, zu entschuldigen oder zu legitimieren. Das Ziel rechtfertigt keineswegs die Mittel.

Gewalt gegen geltendes Recht ist ungesetzlich und die Umweltguerilla ist keinen Deut besser als militante Lebensschützer oder gewalttätige Heimatschützer.

Wenn in Hambach Arbeiter oder Polizisten mitSteinen Mollis und Zwillen angegriffen werden kann ich nur hoffen, dass die Umweltverbände eine klare Trennlinie ziehen .

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