Forum: Wirtschaft
Reformbedarf: Scholz kündigt Grundsteuer-Vorschlag bis Jahresende an
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Die Grundsteuer kann nicht so bleiben wie sie ist, das hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt. In der Haushaltsdebatte kündigte Finanzminister Scholz nun einen Reformentwurf bis Ende des Jahres an.

YoRequerrosATorres 11.09.2018, 17:22
1. Die Zukunft kommt im Haushalt nicht vor

Es wäre schön, wenn der Bundeshaushalt irgendwann einmal eine Investitionskomponente enthalten würde, die jenseits einer Legislaturperiode die Gesellschaft der Zukunft und innovative Trends implementieren würde. Dieses weiter so, das auf Wachstum beruht, stimmt zwar volkswirtschaftlich, aber nicht mehr im gesellschaftlichen Kontext. Irgendwie fehlt mir das.....

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karlsiegfried 11.09.2018, 18:37
2. Oh weh

Ich freue mich schon jetzte darauf und Millionen Mieter auch. In keinem Fall wird die Wohnsteuer, auch Grundsteuer genannt und aus dem Kaiserreichreich stammend, geringer werden. Kleiner Nebeneffekt, das macht die Mieten höher, weil die Grudnsteuer auf Mieter abgewälzt werden kann. Hurra! Auch die Gemeindekassen können sich daran laben. Geldschwemme fürs Nichtstun.

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three-horses 11.09.2018, 18:40
3. Das problemlose Abkasieren.

"Ziel sei eine gerechte Steuer sowie eine unbürokratische und einfache Erhebung.".."gerechte Steuer", das ist echt gut Scholz Olaf,
gibt es nicht. Ab jetzt wird es also eine geben. Ich verneige mich.
"unbürokratische und einfache Erhebung".,,und hier faengt es an zu stinken. Das problemlose Abkasieren.

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frankfurtbeat 11.09.2018, 20:49
4. stellt ...

stellt sich die Frage weshalb überhaupt Grundsteuer anfällt? Mit Kauf einer Immobilie, eines Grundstücks fällt bereits Grunderwerbssteuer an. Der Bürger als Eigentümer zahlt bei bspw. bei der Erneuerung der Kanalisation neben Abwasserkosten noch einen Anteil in Bezug auf Grundstücksgröße. es ist dreist und eigentlich nicht nachvollziehbar weshalb für einen gekauften Grund überhaupt noch Geld (Miete) verlangt werden darf.

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oldeisi 11.09.2018, 21:18
5. Interessante Gestaltungsmöglichkeit - eigentlich

Angenommen es würde funktionieren für Bauland, das lange Zeit brach liegt, die Grundsteuer massiv zu erhöhen - erst nach einer Verschonungszeit von 10 Jahren, stufenweise bis 2 Euro /m2 oder mehr (bei einem Grundstück von 1000 wären das 2000 Euro /Jahr + x) und sobald ein Gebäude erstellt und bewohnt wird fällt die Grundsteuer für ein paar Jahre auf 0 oder einen sehr niedrigen Betrag. Folge: Der Verkaufs- bzw. Verwertungsdruck der sog. Grundstücksspekulanten wird hoch, die unzähligen Baulücken würden spürbar weniger, die Wohnungsnot sollte sich erheblich entspannen. Mietpreise sollten unter Druck geraten. Die Grundsteuer für vermietete Wohnungen müssten nicht steigen, könnten gar gesenkt werden, ohne dass die Kommunen weniger Steuereinnahmen hätten.

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Abel Frühstück 11.09.2018, 21:33
6. Grundsteuer

Beim erwerb eine Steuer zu zahlen ist das eine. Dies jedes Jahr tun zu müssen, schon fragwürdig. Man stelle sich vor, man müsste die MwSt auf den Autokauf jedes Jahr erneut entrichten.

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schlauchschelle 12.09.2018, 16:12
7. Tja, hier sei nun "dringender Handlungsbedarf",

klar, es geht um Mehreinnahmen in Millionenhöhe. Zudem kommen noch Belastungen in Millionenhöhe durch die nun nach und nach fälligen Grundsanierungen der Straßen hinzu, entweder als Sofortzahlung im 5-stelligen Bereich oder als monatliche Zusatzlast. Weil es das BVerfG so will. Bei der ungesetzlichen Doppelbesteuerung der Renten, auch schon vor Jahren angemahnt seitens des BVerfG, daaa ruht still der See, weil da hätte der Staat ja weniger Einnahmen. Pharisäer sage ich nur...

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