Forum: Wirtschaft
Rente: Frauen bekommen nicht mal halb so viel wie Männer
REUTERS

Die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen wird im Alter zur riesigen Kluft: Im Schnitt erhält eine Rentnerin in Deutschland 57 Prozent weniger Geld als ein Rentner. Eine Studie zeigt die Gründe.

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chico 76 16.03.2016, 17:51
230. Wer weniger arbeitet

und (dadurch?) länger lebt bekommt eben weniger.

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florafauna 16.03.2016, 18:33
231.

Zitat von j.c78.
Oder vielleicht doch nicht? Was der Verfasser anprangert ist das Aquivalenzprinzp der Rentenversicherung, also der Zusammenhang zwischen eingezahlten Beiträgen und späterer Rentenhöhe. Es ist nicht Aufgabe der Rentenversicherung, Menschen die aus unterschiedlichen Gründen keine oder wenig Beiträge geleistet haben, eine Rente in einer Höhe auszuzahlen die der eines langjährige Vollzeitbeschäftigten entspricht. Es wäre auch schreiend ungerecht wenn jemand, der nur Mini-Jobs von 5-10 Std/Woche ausgeübt hat, die gleiche Rente erhält wie ein Vollzeitbeschäftigter. Die Sicherstellung des Existenzminimums von Menschen die keine oder wenig Beiträge zur RV geleistet haben, ist keine Aufgabe der Sozial-VERSICHERUNG sondern der Sozialhilfe.
Naja, nach unserer Scheidung wollte man Mann nicht die Aufsicht über unseren Sohn übernehmen, er machte "Karriere". Ich war gezwungen halbtags zu arbeiten, da es zu der Zeit noch keine betreute Grundschule gab. Ich bin schon der Meinung, dass der Gesetzgeber dieses rententechnisch besser regeln sollte. Momentan ist es rentenmäßig betrachtet ein Schuß ins Knie Kinder groß zu ziehen.

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strawberryfields500 16.03.2016, 18:46
232. gerecht geht einfach

Es geht ganz einfach.
Schweizer Rentenmodell einführen.
Jeder ,auch Beamte,Selbstständige,Freiberufler, Milliardäre genau
wie deren Putzfrau zahlen 10 % vom Einkommen
in die einzige,staatliche Rentenkasse und heraus
kommt ein monatl.Anspruch von momentan(Schweiz).
ca 900Euro-1900Euro ab dem 65 Lebenjahr.
Was will man mehr.So einfach geht Gerechtigkeit.
Also an die Arbeit die Damen und Herren aus der Politik !!!Plusminuskorrektur der Anzahl erzogener
Kinder bitte nicht vergessen.

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pittiken 16.03.2016, 20:16
233.

Zitat von hman2
Ich war vor vielen Jahren mal ein paar Monate arbeitslos, und es kam kurzfristig zu einem Problem mit einer Steuernachzahlung. Auf dem Finanzamt musste ich meine Kontoauszüge mitbringen. Kommentar der Finanzbeamtin, Mitte 20 war sie übrigens, "was haben Sie denn da für eine extrem teure Versicherung?". Damals war ich noch gesetzlich versichert. Ich antwortete "Das ist die Techniker, eine der günstigsten Versicherungen auf dem Markt!" Daraufhin die Beamtin "Günstig? Eine normale Krankenversicherung kostet doch nie mehr als 500 Mark, was denn das hier für eine Luxuspolice?" Ohne Worte.
Auf dem Kontoauszug kann die Finanzbeamtin den Krankenkassenbeitrag sehen? Auf dem Lohnzettel ja, aber nicht auf dem Kontoauszug.

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gorlois7 16.03.2016, 21:02
234.

Zitat von meierchris1983
Na der Artikel nennt ja schon selbst die Gründe, Frauen zahlen weniger in die Rentenkasse ein. Da spielt es doch keine Rolle wie wichtig es ist, dass sie einen wichtigen Betrag für die Gesellschaft geleistet haben. Irgendwo muss das Geld was wir an Renten ausbezahlen ja herkommen. Liebe Frauen hört auf nur Hausfrau zu sein oder Minijobs zu machen, geht arbeiten und zahlt in die Rentenkasse ein, dann bekommt ihr auch mehr Rente.
Wenn ich sowas lese, krieg ich das Würgen!
Frauen, die heute Rente kriegen, sind Jahrgang 45 aufwärts, teilweise noch älter!
Damals musste eine Frau noch ihren Mann um Erlaubnis bitten wenn sie arbeiten gehen wollte!
Und die anderen Frauen mussten arbeiten, weil ihre Männer tot, oder nach dem Krieg mit appen Armen oder Beinen ausgestattet waren. Oder sich die Leichen im Traum wegsoffen!
Das z. B. sind die Frauen, die Sie in Ihrem Post auffordern, nicht mehr nur Hausfrau zu sein oder keine
Minijobs mehr anzunehmen! Bää!

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Frida_Gold 16.03.2016, 23:03
235.

Zitat von pittiken
Auf dem Kontoauszug kann die Finanzbeamtin den Krankenkassenbeitrag sehen? Auf dem Lohnzettel ja, aber nicht auf dem Kontoauszug.
Warum nicht, wenn man freiwillig versichert ist? Wenn kein Arbeitgeber das Geld überweist, zahlt man selbst.

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tatsache2011 17.03.2016, 00:14
236. heute weniger Kinder, später weniger Rente für alle

Zitat von Gunter
Bei der komplizierten Rentenformel blickt doch keiner mehr durch. Sollte die Höhe der Rente nicht grundsätzlich hauptsächlich davon abhängen, wie viel im Laufe des Lebens eingezahlt worden ist? Aber es scheint ja auch wichtig zu sein, wie lange einbezahlt worden ist (Stichwort Rente mit 63), warum spielt das eigentlich eine Rolle?
"Der aktuelle Rentenwert wird zum 1. Juli jeden Jahres in Abhängigkeit von
der Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter,
dem Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung und demographischer Veränderungen (Nachhaltigkeitsfaktor) angepasst."

Der Nachhaltigkeitsfaktor enthält die Anzahl der Beitragszahler.
Die Generation mit heute weniger Kindern erhält später weniger Rente.

Zitat aus https://de.wikipedia.org/wiki/Rentenformel

Zusätzlich sinkt die Rente durch den "Riesterfaktor".

"Im Ergebnis ist das Beitragssatzziel in der GRV dominant geworden.
Damit wurde die Rentenversicherung von einem leistungsorientierten Versicherungssystem (Ziel ist ein bestimmtes Rentenniveau)
in ein beitragssatzorientiertes Versicherungssystem (der Beitragssatz entscheidet über die Höhe der Rente) umgestellt."

Zitat aus https://de.wikipedia.org/wiki/Rentenanpassungsformel

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warholandy 17.03.2016, 00:58
237.

Zitat von Alina G.
In meinem Beitrag ging es nicht ums Geld, dass wir Frauen geschenkt bekommen sollen. Sondern um eine Schuldschiebung, dass wir, Frauen, selber schuld sind, dass wir nicht vollzeit arbeiten gehen, um später entsprechend bessere Rente erhalten zu können. Sie haben Recht, das ist eine persönliche Entscheidung, ob man Kinder bekommt oder nicht. Aber stellen Sie Sich vor, alle Frauen werden sich dagegen entscheiden, um zu arbeiten zu gehen? Was wäre dann in xxx Jahren? Ich persönlich möchte kein Geld haben, das ich selber nicht verdient habe, aber die Situation zu verallgemeinen und uns als schuldige darstellen, darf auch nicht sein. Die Staat muss einfach mehr Möglichkeiten geben, damit man eine Vollzeitbeschäftigung auch mit Kindern annehmen kann. Ich (arbeite 30 std/Woche) und mein Mann (volzeitbeschäftigt) sind beide Akademiker und verdienen auch gut. Dementsprechend bezahlen wir genug Steuer und für die Kita zahlen wir auch einen stolzen Beitrag. Wegen schlechter Kinderbetreuung kann ich leider nicht auf Vollzeit wechseln, obwohl ich gerne möchte! Aber das ist nur unsere Entscheidung und wir tragen auch dafür die Verantwortung. Es gibt viele Lebenslagen und die Verallgemeinung und Schuldschiebung sind hier fehl am Platz!
Sie meinen mit Staat u.a. ihren kinderlosen Nachbarn. Der soll nun dafür sorgen (bezahlen), dass ihre Kinder gut versorgt sind, damit sie Vollzeit arbeiten gehen können - vielleicht noch seine Konkurrentin auf dem Arbeitsmarkt sind. Sie verstehen schon, dass der Nachbar sich evtl. fragen könnte was er wohl mit ihrem Kinderwunsch zu schaffen hat, und weshalb er für ihren Lebensentwurf einstehen (schuld sein) soll??

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warholandy 17.03.2016, 01:04
238. hmm

Zitat von markus_wienken
/einmisch Ganz so Unrecht hat der Forist nicht...zumindest was ein mögliches zweites Kind angeht, kenne ich einige Paare, die sich aufgrund der Rahmenbedingungen gegen ein zweites Kind entschieden haben.
PArdon, ich hatte auf einen Beitrag geantwortet in welchem der Eindruck erweckt werden sollte, dass gesellschaftlicher Druck zum Kinderkriegen bewegen würde - diese These habe ich kritisiert.

Dass es Bedingungen geben kann, die den Kinderwunsch aushöhlen, bestreite ich nicht, das war nur nicht Thema des "Disputs".

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pittiken 17.03.2016, 07:48
239.

Zitat von anna cotty
Vielleicht hat das auch ein ganz kleines bisschen damit zu tun, dass in den Familien Kinder vorhanden sind. Dann wird doch wahrscheinlich ein Elternteil mit der Arbeit ein bisschen kuerzer treten muessen und logischerweise ist das derjenige, der weniger verdient. Aber wenn ich nachschaue, was man in typischen 'Frauenberufen' verdient, ist es doch alle Male weniger, als in den typischen 'Maennerberufen. Nun kann man natuerlich ganz laut sagen, dann sollen die Maedels doch die ausueben. Aber warum kann man nicht beide Berufe gleich schaetzen. Das Maerchen von den armen Muellabfuhrarbeitern, die einen , ach so grauslichen Job haben, glaube ich nicht. Genauso wenig, wie ich glaube, dass es einfach ist , als Maedchen in einem 'Maennerberuf' anzufangen. Oder als Mann in einem 'Frauenberuf'.
Wenn die Kinderbetreuung stimmt, dann muss ein Elternteil nicht in Teilzeit arbeiten, sondern es möchte es so. Der Lohn für den Altenpfleger ist genauso hoch wie das der Altenpflegerin, bei gleicher Arbeitszeit.

Und es ist wirklich einfach als Mädchen in einem typischen Männerberuf anzufangen, vorausgesetzt die Eignung für diesen Beruf ist gegeben. Frau muss nicht immer Verkäuferin, Frisöse werden. Also in den Supermärkten kann ich eine Menge von Männern als Verkäufer, Kassierer sehen, auch ist im Pflegeberuf häufiger schon mal ein Mann zu sehen, außer ich kann Männlein und Weiblein nicht unterscheiden, aber ich denke das klappt ganz gut.

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