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Rüstungsexport-Stopp für Saudi-Arabien: Deutsche Werft meldet Kurzarbeit an
DPA

Der Stopp von Waffenlieferungen an Saudi-Arabien hat erste Folgen für die deutsche Wirtschaft. Eine Firma in Mecklenburg-Vorpommern stellt den Bau von Patrouillenbooten vorerst ein.

aurichter 08.11.2018, 21:42
1. Verantwortung

Zitat/Die IG Metall Küste sieht das Unternehmen und die Politik jetzt in der Verantwortung. "Es muss alles dafür getan werden, um die Beschäftigung und den Standort zu sichern", sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste./Ende. [] Und genau auf dem ersten Abschnitt der Aussage sollte man sich festlegen. Ein Unternehmen, welches sich ausschließlich auf diesen Sektor konzentriert, der muss bei veränderten politischen Bedingungen mit Auswirkungen rechnen. Ist in jedem Unternehmen so, siehe Automobilproduktion bei VW mit Dieselfahrzeugen, wo aktuell ein Werk an der Küste massiv betroffen ist. Hier ist die Geschäftsleitung der Werft gefragt und nicht die Politik.

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J.Corey 08.11.2018, 21:43
2. Trotzdem richtig!

Vielleicht kann man die betroffenen Arbeitet etwas unterstützen, aber die Entscheidung den Saudis keine Rüstungsgüter zuganglich zu machen ist in grüne längst überfällig und es ist ist schade, das die nur von kurzer Dauer sein wird. In Übrigen hält sich mein Mitleid aber sehr in Grenzen, die Mitarbeiter fertigen Tötungsmaschinen - und haben deswegen vermutlich auch keine großen moralischen Probleme mit ihrem Job!

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lucky.sailor 09.11.2018, 07:58
3. Günstig abgeben?

Die Bundesregierung wird ja vmtl. für den Schaden des Lieferungsstops an die Saudis aufkommen müssen. Um den zu minimieren, sollte man prüfen, ob diese Boote nicht auch zu besonders günstigen Konditionen an die Marinen von kleineren NATO-Partnern oder zuverlässige Drittstaaten weitergegeben werden können.

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so-long 09.11.2018, 08:41
4. In den Eigenbestand aufnehmen

Die Rüstungsausgaben werden in den nächsten 10 Jahren in D massiv steigen. Das will nur keiner hören, damit würden vordergründig die Wahlergebnisse noch miserabler.

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schutsch 09.11.2018, 08:54
5. Falsche Entscheidung von der Bundesregierung!

Ich erachte es für falsch, zu glauben, ein politisches Verhalten im Ausland mit wirtschaftlichen Sanktionen erzwingen zu können. Die neuen Sanktionen von Amerika gegen den Iran werden ganz sicher nicht zu mehr Frieden in der Region beitragen. Möglicher Weise ist das sogar gewünscht, doch die wahre Erklärung dazu wäre wenig überzeugend, also wird etwas inszeniert, wie jetzt der Totschlag. Jeder weiß inzwischen, daß der erste Weltkrieg mit dem englischen Auftragsmörder, gegen Kronprinz Ferdinand und Sophie, ähnlich inszeniert wurde. Die amerikanische Doktrin, die von den Römern stammt, lautet: „Teile und herrsche!“. Wenn ein Land zu erfolgreich ist, wird dagegen was unternommen, auch Krieg (USA = „Weltpolizei“). Brisant ist wohl, wenn die Amerikaner ihren Bündnispartnern die Sanktionen auferlegen und sich selbst nicht dran halten.

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okav 09.11.2018, 09:03
6. Wie Trump schon sagte

Sanktionen müssen den Sanktionierten treffen und nicht den, der sie verhängt.

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markus_wienken 11.11.2018, 20:45
7.

Zitat von okav
Sanktionen müssen den Sanktionierten treffen und nicht den, der sie verhängt.
Dem ist zuzustimmen. Weiterhin sollte man Sanktionen auch wieder beenden wenn man erkennt, dass sie nicht zu dem gewünschten Ziel führen.
So schaden z.B die Sanktionen gegen Rußland Europa in doppelter Weise:
Zum einen leidet Europa wirtschaftlich, zum anderen politisch indem wir Rußland zwangsläufig in die Arme Chinas treiben, was mittel- bis langfristig und ebenfalls wieder wirtschaftlich schaden wird.
"Gewonnen" haben wir (oder die Ukraine) durch die Sanktionen rein gar nichts.

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