Forum: Wirtschaft
Schieflage des Staatskonzerns: Grüne fordern Zerschlagung der Bahn
DPA

Mit seinem Brandbrief zur Lage der Bahn schreckte Konzernchef Lutz die Politik auf. Die Grünen verlangen nun in einem Fünf-Punkte-Plan harte Maßnahmen: die Trennung von Netz und Betrieb und Milliarden die Technik.für die Technik.

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Paddel2 11.09.2018, 18:22
10. grüne Ahnungslosigkeit

Wieder einmal reißen die Grünen großspurig den Mund auf und glauben das Patentrezept für günstige, ökologische und soziale Personenbeförderung zu haben. Fakt ist: Die Bahn schreibt rote Zahlen, obwohl sie Privilegien genießt. Am Ende muss entweder der Bund subventionieren oder der Fahrgast über Ticketpreise die Kosten deckeln. Der Brandbrief deckt auf, dass die Beförderung per Zug ein kostspieliges Unterfangen ist, dass sich nicht durch einen unausgegorenen Punkteplan verschleiern lässt.

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bibabuzelmann 11.09.2018, 18:26
11. @2, askl Heute, 17:57

Zitat von askl
Ohje, der Herr Hofreiter hat die Produktionstechnik im Systemverbund Bahn wohl bis heute nicht verstanden! Und das als Grüner! Die gute alte M. Theacher hatte das mal in GB versucht. Mit desaströsen Folgen! Und ich dachte, bei der Bahnpolitik seien die Grünen kompetent!
Da verwechseln sie etwas. Thatcher hat die Bahn privatisiert und das ging schief, da der private Besitzer nur auf Verschleiß fuhr und keine Unterhaltsmaßnahmen durchführte.
Danach wurde die Geschichte wieder verstaatlicht.

Bei uns hatte man den Börsengang vor, in den 00er Jahren wurde ebenfalls auf Biegen und Brechen gespart, wodurch das Netz ebenfalls entsprechend löchrig wurde.

Der Sanierungsstau wird jetzt seit 1-2 Jahren behoben, was sich in 100ten Baustellen quer über die Republik samt Sonderfahrplänen und SEV auswirkt.

So ab 2025 wird man alles langsam wieder in Schuss haben.

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Alm Öhi 11.09.2018, 18:28
12. Stuttgart 21 grüßt

11 Milliarden werden zu Grabe getragen und wir wundern uns dass es eine Gewinnwarnung gibt.
Aber wir sind in bester Gesellschaft in England wurden bereits viele der privatisieren Betriebe verstaatlicht weil sie nichts investiert hatten und das Schienennetz am Ende war.
In Deutschland wurde zu viel in Luxus investiert und das Schienennetz nicht unterhalten.

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mostein 11.09.2018, 18:30
13. Der Staat ist schon jetzt Besitzer und Betreiber der Bahn AG

Bitte nicht noch mehr Bundesbehörden, die dann paritätisch Posten verteilen.
Dann bekommen wir eine Netzabdeckung wie bei O2 und einen Service wie bei PŸUR.
Wo bleiben den die Heldentaten von "Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen"-Pofalla?
Es braucht keine Zerschlagung der Bahn-AG, aber AR und Vorstand müssen entlassen werden.
Aber dieser Vorstand passt zu Deutschland-er lebt in einer Parallelwelt, wo alles super läuft und alle glücklich sind.

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fritz_64 11.09.2018, 18:37
14. Was ich nicht verstehe

und nie verstehen werde: Weshalb muss die Bahn am Ende des Jahres Gewinne ausweisen und wird auch noch daran gemessen!

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pjotrmorgen 11.09.2018, 18:40
15. Volle Zustimmung

Zitat von fottesfott
das Netz losgelöst von kurzfristigen Gewinninteressen als Teil der Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand (ohne public-private partnership), der Betrieb nach transparenten Ausschreibungen und später transparenter Bewertung der Dienstleistung in Hand von Privatunternehmen. Vielleicht ist die Bahn auf manchen Strecken wettbewerbsfähig. Vielleicht nicht.
Der Staat muss für eine kostengünstige Grundversorung beim öffentlichen Transport sorgen. Dies kann nur durch komplett staatliche Organisation ohne Pseudoprivatisierung geschehen. Wenn private Unternehmen zusätzlich als Zug/Busbetreiber mitmischen, ist das ja kein Nachteil. Doch vor allem das Eisenbahnnetz muss in staatlicher Hand bleiben, schon um einheitliche Sicherheitsstandards zu halten. Im Idealfall führt das auch zu einem vielfältigeren Angebot der Transportunternehmen, denn nicht jeder Kunde hat die gleichen Bedürfnisse.

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andreas.s 11.09.2018, 18:42
16. Privatisierung?

Wo steht was von Privatisierung?

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seppfrieder 11.09.2018, 18:45
17. Grün-inkompetente Konzeplosigkeit

Die Bahn soll die Betriebsteile welche einen satten Gewinn erwirtschaften verkaufen.
So dachte schon mancher Vorstand um seine Erfolgsprämien massiv zu puschen. Ein paar Jahre später wird dann wieder für sehr teures geld der Laden aufgekauft.
Bisher wurde Schenker schon mal von Bahnens verkauft weil man der Ansicht war die bösen Konkurrenten von der Straße aus dem Konzern zu werfen und dann als Gutedel dazustehen. Später bemerkte man das die ganze Logistik den bach runter ging und man hat massiv geld einsetzen müßen um den laden wirder zu bekommen.
Wer Schenker wieder verkaufen will hat nicht mal die Spur einer Ahnung von Logistik.

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charlybird 11.09.2018, 18:51
18. Nicht nur,

dass die Politik in Autoischland die dazugehörige Industrie jahrelang gehätschelt hat, sie hat es ihr nicht einmal gedankt durch Innovation, Ehrlichkeit, sauberere Produkte, etc., und nun muss man auch noch feststellen, dass die Privatisierungsversuchsreihe bei der Bahn AG, die ja von den Grünen einmal als Grundelement der zukünftigen Mobilität verhätschelt wurde, so langsam an einen Offenbarungseid heranreicht.
Ich glaube man bewegt sich da an der Lächerlichkeitsgrenze, vergleichbar mit BER, Stuttgart 21, Elbphilo usw....
Eigentlich nicht schön für einen so hochgepriesenen Industriestandort Deutschland, wo bei leichten Temperaturschwankungen die Züge stehenbleiben und obendrein die Autos dazu stinken.
Mal abgesehen von Pünktlichkeit und korrekten Messdaten.
Wir sollten dennoch nicht zu anspruchsvoll sein und außerdem liegen wir bei alldem immer noch vor Mali und Laos. :-)
Vielleicht klappts dafür ja bald mit dem Internet überall wo mans braucht.

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burlei 11.09.2018, 18:54
19. Da fehlt mir aber noch was

Wie stellen sich die Grünen die Trennung in Netz und Betrieb vor? Eine Aufteilung in eine private Gesellschaft Netz und private Gesellschaften Betrieb? Eine Behörde Netz und private Betriebe? Keine Ahnung. Wollen sie eine Behörde "DB Netz", bekommen sie heftigen Gegenwind aus der FDP und schweigenden Widerstand aus der CDU. Dafür vorsichtig gemurmelte Zustimmung vom linken Flügel der SPD. Etwas anderes natürlich, wenn auch das Netz privatisiert wird. Überschäumende Begeisterung bei der FDP, Schweigen bei der CDU und vorsichtig gemurmelter Widerstand bei der SPD.

Eine Digitalisierung der Leit- und Sicherungstechnik.... Digitalisierung ist sehr gut, denn Digitalisierung ist hipp, ist neu, ist positiv besetzt. Nur bei der Bahn wird es noch Jahrzehnte dauern, bis die Digitalisierung dort angekommen ist. Nicht weil die Bahn Digitalisierung nicht kann, einfach nur, weil die Digitalisierung der Leit- und Sicherungstechnik so ein riesiges Feld ist, dass einige Jahrzehnte und hunderte Milliarden Euros nicht ausreichen. Es sind ja noch nicht einmal die Fragen geklärt, nach welchem Standard diese digitale Sicherung ablaufen soll. Wir haben im Moment grade mal ein paar rudimentäre Strecken mit insges. 155 Km Länge, auf dem nach dem ETCS-Standard (European Train Control System) gesichert wird. Dazu kommen 2465 Kilometer Strecke, die mit LZB (LinienZugBeeinflussung) ausgerüstet ist. Die übrigen 30.000 Kilometer Eisenbahnstrecke wird noch mit einer Technik gesichert, die schon zu Kaisers Zeiten modern war. Auf den Stellwerken gibt es z.Z. also mechanische und elektromechanische Technik, Spurplantechnik, elektronische Technik und bald, irgendwann mal digitale Technik. Und weil das alles sauteuer ist, das Geld dafür nicht vorhanden ist, es kein Geld dafür geben wird, verlangen dann Vorstände, Manager und Politiker jeder Coleur, dass die Bahn das gefälligst zu machen hat. Jetzt. Sofort. Mit den vorhandenen Mitteln. Und irgendwo steht dann ein gelernter Eisenbahner im Gleis, in der einen Hand ein Kupferkabel und ein Glasfaserkabel und versucht mittels seines privaten Handys (für Dienst-Handys ist kein Geld da) einem hochrangigen Manager zu erklären, dass ein zusammenspleißen von Kupferadern und Glasfasern zwar technisch möglich, aber nicht zielführend ist, weil es nicht funktioniert, Daten da durch zu senden. Ja, natürlich ist das wirtschaftlich sinnvoll weil billig aber ....

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