Forum: Wirtschaft
Schlechte Ernte: Kartoffelpreise könnten um bis zu 30 Prozent steigen
DPA

Verbraucher müssen für Speisekartoffeln, Pommes, Kroketten und Co. wohl deutlich mehr ausgeben. Denn die Kartoffelernte ist infolge der Dürre deutlich geringer ausgefallen.

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syracusa 12.09.2018, 10:51
10. reicht allemal

Bei einem Verbrauch von 58 kg pro Jahr und Einwohner beträgt der Bedarf ganz Deutschlands also gerade mal knapp 5 Mio Tonnen. Einen guten Teil davon importieren wir als Frühkartoffeln aus Ägypten und anderen Ländern. Unsere diesjährige Ernte von 8,5 bis 10 Mio Tonnen ist also immer noch mehr als doppelt so hoch wie benötigt.

Die Politik muss sich n ur so weit in die Agrarproduktion einmischen, als sie die Rahmenbedingungen dafür schaffen muss, dass selbst in schlechten Erntejahren die Ernte noch die Nachfrage decken kann. In nirmalen Jahren muss also immer ein wenig zu viel produziert werden. Für diese systemimmanente Überproduktion muss man den Landwirten Anreize bieten, denn diese Überproduktion lässt die Preise fallen. Bei Kartoffeln scheint es da keinerlei Probleme zu geben. Wir könnten also im Interesse der Umwelt und im Interesse einer besseren Lebensmittelqualität die Anbauflächen noch deutlich reduzieren.

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regelaltersrentner 12.09.2018, 11:00
11.

Zitat von nici_d
Sorry, liebe Bauern, ihr lasst euch von Monsanto Saatgutsorten aufdrehen, die mehr Wasser brauchen und hitzeempfindlicher sind als die alten Sorten. Wer hier von Dürre spricht, war noch nicht in Ägypten und Israel, wo die ganzen Frühkartoffeln herkommen.
So so,
Bei welchen Kartoffelsorten ist Monsanto Lizenznehmer und welche haben einen höheren Wasserbedarf?
Lassen sie uns an ihrem Wissen teilhaben.

Wer schon mal in Ägypten auf dem Nil war, hörte auch die Wasserpumpen die 24 Stunden am Tag in Betrieb sind.
Da geht nichts mit Dürreressitenten Kartoffeln.

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regelaltersrentner 12.09.2018, 11:07
12.

Zitat von mghi
So sind halt die Marktgesetze; es stellt sich dann lediglich die Frage, wieso man noch Hilfen gibt. Viele Landwirte konnten wegen der Dürre zB nur den ersten Schnitt der Heuernte einbringen, und der war hervorragend. Einen zweiten Schnitt gab es so gut wie nicht. Folge: Höhere Preise, nahezu gleiches zT höheres Einkommen, und dann noch weniger Aufwand. Einzelfälle mögen Probleme haben, aber die gibt es auch bei üblichen Wetterlagen. Also bitte keine Hilfen geben, die Landwirte schaffen das selber, wie jede andere Unternehmer auch.
Frau Klöckner hat eindeutig gesagt, dass es keine Dürrehilfen mit der Gießkanne gibt und das ist richtig so. Nur die sollen Hilfe bekommen, die mindestens 30% Schaden haben. Sollten die Preis steigen, dann würde automatisch der Schaden geringer.

Wenig beachtet, oder gar nicht ist die Tatsache dass bei einem Dürreschaden von 30 % der Schaden weit hoher ist beim Einkommen als die 30 %, weil die Unkosten auf der selben Höhe bleiben.

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leseratte59 12.09.2018, 11:10
13.

Zitat von om108
aber der Klimawandel fängt an spürbar zu kosten. Weltweit gehen die Ernteerträge zurück. Reduzieren sich die Anbauflächen. Verwüsten die Landschaften, fackeln ab oder ersaufen unter den Regengüssen. Die Kostensteigerungen bei den Lebensmitteln nehmen jetzt langsam an Fahrt auf und in einigen Jahren werden sich die Menschen um Kartoffeln und sauberes Wasser sprichwörtlich prügeln. Als Grundnahrungsmittel werden natürlich die Einkommensschwachen überproportional unter diesen Kostensteigerungen zu leiden haben. Übrigens sind auch uns als Kleingärtnern die verhältnismäßig kleinwüchsigen Kartoffeln, die magere Kartoffelernte überhaupt, in diesem Jahr deutlich aufgefallen. Frei nach T. Sarazzin ist die Menschheit dabei, sich selbst "abzuschaffen". Die diesjährige Kartoffelernte zeigt in die Richtung und bei jedem Gesellschaftsmitglied müssten eigentlich die Alarmglocken klingeln. Aber bei Klimaleugnern wie z.B. der AfD und ihren Mitgliedern, Trump etc. ist in dieser Hinsicht eh ´Hopfen & Malz` verloren. Sämtliche Phänomene der Klimaveränderung werden sich beschleunigen und verstärken, zum Leidwesen aller.
Das ist von Prof. Dr. Harald Lesch: "Die Menschheit schafft sich ab"

https://swrmediathek.de/player.htm?show=2de55f30-4f8d-11e8-ba49-005056a10824

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dasfred 12.09.2018, 11:50
14. Kartoffelpreise unterlagen immer starken Schwankungen

Ich kann mich erinnern, dass ich vor einigen Jahren nur gewartet habe, dass die Kartoffeln in einhundert Gramm Schälchen und Geschenkfolie verkauft werden. Ein paar Wochen später hat sich der Markt beruhigt und es kam reichlich Ware aus dem Ausland auf den Markt.

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Bueckstueck 12.09.2018, 12:00
15. gibts denn ein problem?

Wenn man es übet den Verbraucherpreis abwickeln kann, gibts ja kein Problem. Schliesslich kostet das Kilo in D weniger als sonstwo - 30% Aufpreis wird der deutsche Michel ja wohl überstehen...

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vinoveritas 12.09.2018, 13:04
16. So ein Unsinn von lazarus.beutel...usw (Beitrag 4)

... Kartoffeln und Gurken seien Grundrechte wird dort postuliert. Wieviel Dummheit muss man denn hier noch aushalten? Wenn der Beitrag aber Satire war, so bitte ich um Entschuldigung.
Folgende Meinungen möchte ich gern zur Diskussion stellen:
Die EU-Landwirtschaftsförderung gehört auf den Prüfstand. Die derzeitige Praxis ist die Ursache für das Insektensterben und die Giftbelastung von Umwelt und spez. Grundwasser.
Die großen Betriebe der ehem. DDR mit ca. 3000 ha Bewirtschaftungsfläche werden durch die Förderpraxis unverhältnismäßig bevorteilt und Ökobetriebe mit Flächen von etwa 200 ha benachteiligt.
Die Preise für Lebensmittel in D sind zu niedrig. Pro Min. werden in D 19 t Lebensmittel vernichtet. Ist das nicht pervers?
Die Förderpraxis der EU ist die Ursache dafür, daß die Großen Agrarbetriebe jeden Quadratmeter unter den Pflug nehmen, dessen sie habhaft werden können. Ich meine Feldwege, Heckengehölze, ja sogar Entwässerungsgräben, Ackern bis an die Wege heran und Beseitigen von Blühflächen usw.
Mit Billigpreisen im Lebensmittelbereich kann die Kauffreude für Konsumgüter zwar gefördert werden. Die negativen Folgen einer solchen Politik sind aber so schwerwiegend, daß die Umwelt deshalb erheblich beschädigt wird.
Diskutiert jemand mit?

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hisch88 12.09.2018, 13:42
17.

Zitat von regelaltersrentner
Am besten wäre, man schafft die Landwirtschaft ganz ab, immerhin hat man dann noch die Flüchtlinge, an denen man den eigenen Frust abbauen kann. Ps: Wenn die erhofften Hofnachfolger solche Beiträge lesen, werden die das einzig Richtige machen, sie werden einen anderen Beruf wählen und nicht den "Deppen" der Nation spielen.
Es reicht vollkommen die exorbitanten Subventionen komplett ab zu schaffen, die z.T. auf unehrliche Weise durch die Landwirte erschlichen werden.

Der (landwirtschaftliche) Markt regelt sich dann ganz schnell von alleine.

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hisch88 12.09.2018, 13:46
18.

Zitat von vinoveritas
So ein Unsinn von lazarus.beutel...usw (Beitrag 4)
Beitrag 4, war doch pure Ironie. Er hat nur die Kennzeichnung hierfür weggelassen.

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regelaltersrentner 12.09.2018, 14:06
19.

Zitat von hisch88
Es reicht vollkommen die exorbitanten Subventionen komplett ab zu schaffen, die z.T. auf unehrliche Weise durch die Landwirte erschlichen werden. Der (landwirtschaftliche) Markt regelt sich dann ganz schnell von alleine.
Mir ist ein besonders gravierender Fall von Subventionsbetrug zu Ohren bekommen, ein betrügerischer Landwirt hat tatsächlich einen Kanalschacht in seiner Wiese nicht herausgerechnet.
Dieser unehrliche Bauer hat tatsächlich den Steuerzahler um 3,5 Cent beschissen.

Wie soll dies bestraft werden, die gesamten Jahressubventionen streichen wäre das mindeste, zuzüglich 100 Peitschenhiebe, wäre das angemessen?

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