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Schlechte Ernte: Kartoffelpreise könnten um bis zu 30 Prozent steigen
DPA

Verbraucher müssen für Speisekartoffeln, Pommes, Kroketten und Co. wohl deutlich mehr ausgeben. Denn die Kartoffelernte ist infolge der Dürre deutlich geringer ausgefallen.

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regelaltersrentner 12.09.2018, 14:13
20.

Zitat von hisch88
Der (landwirtschaftliche) Markt regelt sich dann ganz schnell von alleine.
Da haben sie Recht, der Markt würde das regeln. Bis auf ein paar Großbetriebe würden die anderen Insolvent gehen, bzw. würden aufgeben müssen.
Dies hätte die Folge, dass Investoren wie die Chinesen die Betriebe den Banken zu billigen Preisen abkaufen.

Interessanterweise schreien die meisten Bürger nach bäuerlichen Familienbetrieben. Was wollt ihr eigentlich?

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seneca55 12.09.2018, 15:52
21. 30% Preissteigerung?

Leute, esst mehr Spaghetti oder Reis!

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Lokalpatriotin 12.09.2018, 16:38
22. Da haben wir es doch!

Gott bewahre, ich muss mehr für mein Essen ausgeben? Wie furchtbar! Ich denke, das ist für die Meisten kein Problem? Liest man doch dauernd. Wenn die Preise auskömmlich wären, könnten Landwirte in Europa ohne diese EU-Mittel auskommen, ganz einfach. Da das politisch nicht gewollt ist und es eben auch Menschen gibt, die preiswert essen müssen, muss das eben anders gehen! Handelskonzerne interessiert nicht, woher das Kartöffelchen kommt. Und die meisten Verbraucher doch auch nicht. Der weltweite Handel macht das Angebot möglich! Der Preis wird hochgenommen und mit der Dürre begründet. Die Kartoffel wird kein Einzelfall bleiben. Davon hat der deutsche Landwirt so gut wie gar nichts. Reine Abschöpfung aus der Situation heraus, so wie das der Handel immer macht. Eiskalt und berechnend, denn der Blödi steht doch seit Wochen fest. Und wenn Landwirte von einigen Preisen ein wenig profitieren, ist das wenigstens etwas, denn: es wird kaum einen Landwirt geben, der die hohen Hürden der freigegebenen Dürre-Hilfen in Anspruch nehmen wird. Dazu muss er quasi in der Lage eines HartzIV - Empfängers sein! Die Sache ist auch medial durch: wäre jetzt übrigens mal eine ambitionierte Aufgabe für den SPON, diese wochenlang hart diskutierte Sache weiterzuverfolgen. Auch könnte man bei dieser Gelegenheit die doch von vielen Verbrauchern so strikt geforderte Weitsicht der Landwirte auf Machbarkeit prüfen. Risikorücklagen? Fehlanzeige! Derzeit nicht gewollt von der Politik! Unser Finanzminister vermisst sicher jetzt schon die Steuern, die aufgrund rückläufiger Ergebnisse an die Betriebe zurückgezahlt werden müssen. Da laufen sich schon eher die Versicherungsvertreter warm, die schon an passenden Policen für den, der sich`s leisten kann, basteln. Abschlagszahlungen der Direktzahlungen sind nach EU-Ansage schon im Oktober möglich, vorher müssen aber alle Prüfungen durch die Ämter abgeschlossen sein. Laut den Ministerien eine unmögliche Aufgabe. Man fühlt sich verschei…Und wer behauptet, die Landwirte bekommen die Direktzahlungen umsonst, könnte sich doch vorher u.a. mit Cross Compliance befassen. Einfach mal in eine Suchmaschine eingeben und leeeesen. Das fällt in letzter Zeit auch manchen Professoren schwer. Vielleicht liegt das daran, dass sie von der Uni direkt in den Landesdienst fallen und keine Praxisluft schnuppern durften. Wenn man CC gelesen und die diversen Extraauflagen für deutsche Landwirte zur Kenntnis genommen hat, weiß man, dass kein Landwirt bei uns die Gelder umsonst erhält. Zum Thema Umweltbewusstsein der Landwirte ein gerade aktuelles Thema: Manche müssen auf ökologischen Vorrangflächen in Staub drillen, wissen, dass es umsonst ist, weil kein Regen in Sicht und trotzdem wird man dazu verpflichtet. Wo ist das bitte umweltgerecht, wenn ich Maschinen auf den Ackerflächen einsetze, Kosten verursache und das augenscheinlich völlig umsonst. Es ist einfach eine einzuhaltende Vorschrift. Kommt man dieser nicht nach, drohen Abzüge bei der Direktzahlung 2018 und auch CC-Verstöße 2019 für die gesamte Betriebsfläche. Oh oh, was sind wir Deutschen doch obrigkeitstreu.

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hisch88 12.09.2018, 16:56
23.

Zitat von regelaltersrentner
Da haben sie Recht, der Markt würde das regeln. Bis auf ein paar Großbetriebe würden die anderen Insolvent gehen, bzw. würden aufgeben müssen. Dies hätte die Folge, dass Investoren wie die Chinesen die Betriebe den Banken zu billigen Preisen abkaufen. Interessanterweise schreien die meisten Bürger nach bäuerlichen Familienbetrieben. Was wollt ihr eigentlich?
… und was ist mit anderen Firmen / Betrieben die nicht in der Lage sind sich zu finanzieren?

Sollen wir die auch noch mit subventionieren.

Kein Betrieb gehört subventioniert. Wer es aus eigener Kraft nicht schafft gehört geschlossen oder schließt, wie Sie schreiben, sich einem Großbetrieb an durch Verkauf oder Vermietung.

Viele der Kleinbauern leben doch nicht durch ihre Produkte (landwirtschaftliche Tätigkeit) sondern von der Subvention.

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regelaltersrentner 12.09.2018, 22:58
24.

Zitat von hisch88
… und was ist mit anderen Firmen / Betrieben die nicht in der Lage sind sich zu finanzieren? Sollen wir die auch noch mit subventionieren. Kein Betrieb gehört subventioniert. Wer es aus eigener Kraft nicht schafft gehört geschlossen oder schließt, wie Sie schreiben, sich einem Großbetrieb an durch Verkauf oder Vermietung. Viele der Kleinbauern leben doch nicht durch ihre Produkte (landwirtschaftliche Tätigkeit) sondern von der Subvention.
Hier mal ein kleiner Link zu Steuervergünstigungen in Deutschland.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/77463/umfrage/subventionen-durch-den-bund-in-deutschland/

Sie sind sicherlich mit einverstanden, dass die Kosten des ÖPNV alleine von den Fahrgästen zu tragen sind?
Sind sie auch damit einverstanden, dass kein Wohnungsbau gefördert wird?

Landwirte erbringen vielfältige Leistungen für die Gesellschaft, die über den Markterlös für ihre Produkte nicht abgegolten werden. Deshalb unterstützt der Staat die Landwirtschaft finanziell.
Die staatliche Förderung verfolgt mehrere Ziele: Zum einen sollen damit die vielfältigen gesellschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft honoriert und gesichert werden.
Landwirte tragen eine hohe Verantwortung für den Erhalt der Kulturlandschaften, die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln.
Sie prägen das soziale Gefüge in den Dörfern und schaffen
Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten im ländlichen Raum. Zum anderen ist die staatliche Förderung ein Ausgleich dafür, dass Landwirte in Europa gerade in den Bereichen Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz deutlich höhere Standards einhalten müssen als ihre Kollegen in anderen Teilen der Welt. Diese höheren Standards verteuern in vielen Fällen die Produktion und können in einem
globalisierten Markt als Wettbewerbsnachteil wirken. Die Förderung soll diesen Nachteil ausgleichen und sorgt für eine hohe Produktsicherheit und Qualität. Die Förderung trägt auch zur Stabilisierung der Einkommen der Landwirte bei.
Mit den über die Gemeinsame Agrarpolitik bereitgestellten Mitteln werden sowohl die Landwirte als auch die ländlichen Räume gefördert. Insgesamt stehen für die Agrarförderung in Deutschland von 2014 bis 2020 jährlich rund 6,2 Milliarden Euro an EU-Mitteln zur Verfügung.

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sundance1965 13.09.2018, 06:58
25.

15% geringere Ernte bei 30% höheren Preisen.
Wieso habe ich es schon geahnt, daß die Bauern am Ende einen Vorteil haben.
Und der Verbraucher/Steuerzahler wurde Mal wieder beschissen.

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regelaltersrentner 13.09.2018, 11:22
26.

Wenn der Verbraucher 30% mehr bezahlen müsste, heißt das nicht dass der Bauer 30 % mehr für seine Kartoffeln bekommt.

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Spiegelleserin57 13.09.2018, 13:34
27. die Lösung ist doch ganz einfach!

Zitat von mghi
So sind halt die Marktgesetze; es stellt sich dann lediglich die Frage, wieso man noch Hilfen gibt. Viele Landwirte konnten wegen der Dürre zB nur den ersten Schnitt der Heuernte einbringen, und der war hervorragend. Einen zweiten Schnitt gab es so gut wie nicht. .....
andere Produkte kaufen wie Reis und Nudeln!
Interessant ist allerdings auch dass auf den Feldern zentnerweise Kartoffeln verkommen. Vielleicht entsprechen sie nicht der Größe der EU-Kriterien. Was aber um so erstaunlicher ist , sie werden noch nicht mal zu Schweinefutter verwendet. Die Bauern lassen sie einfach auf den Feldern liegen, ein gutes Futter für die Wildschweine und dann wird sich über deren massenhafte Vermehrung hinterher beklagt.
Auch mit Äpfeln geschieht die, kann ich jeden Tag hier beobachten, eine Schande!
Geld vom Staat zu bekommen ist eben einfacher! Daher sollte keine Unterstützung gezahlt werden. Wer unser kostbarstes Gut verkommen lässt hat kein Geld verdient!
Der Bauer als Unternehmer muss sich Gedanken machen wie er dieses Jahr seine Produkte vermarktet. Er ist Unternehmer und da ist nun mal auch ein Risiko enthalten!

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regelaltersrentner 13.09.2018, 13:54
28.

Zitat von Spiegelleserin57
andere Produkte kaufen wie Reis und Nudeln! Interessant ist allerdings auch dass auf den Feldern zentnerweise Kartoffeln verkommen. Vielleicht entsprechen sie nicht der Größe der EU-Kriterien. Was aber um so erstaunlicher ist , sie werden noch nicht mal zu Schweinefutter verwendet. Die Bauern lassen sie einfach auf den ........
Kartoffeln die auf den Acker bleiben sind nicht Vermarktungsfähig, die kauft der Handel nicht.
Die Verarbeitung zu Schweinefutter ist nicht realistisch, auflesen zum Mindestlohn ist rechnerisch nicht darstellbar.
Bei Äpfel ist es so, dass im Profianbau die Äpfel aufgelesen, oder wegen der Mäuse gemulcht werden.

Was liegen bleibt ist der Streuobstbau, weil bei den Preisen selbst die Oma und der Opa in den Streik geht.

Ein Tipp fragen sie bei den Bauern nach, dann dürfen sie bestimmt die liegengelassenen Kartoffeln auflesen, damit nichts verkommt.
Bei Äpfeln genau so, dann gibt es billigen Apfelsaft.

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Spiegelleserin57 13.09.2018, 14:05
29. ein Biohof hier in der Nähe

Zitat von regelaltersrentner
Kartoffeln die auf den Acker bleiben sind nicht Vermarktungsfähig, die kauft der Handel nicht. Die Verarbeitung zu Schweinefutter ist nicht realistisch, auflesen zum Mindestlohn ist rechnerisch nicht darstellbar. Bei Äpfel ist es so, dass im Profianbau die.....
vermarktet auch kleine Kartoffeln, beachtlich, eben direkt vom Hof.
Wer sich diese Arbeit nicht machen will darf sich aber auch nicht beschweren.
Bei uns werden sogar die Erdbeeren untergepflügt damit niemand mehr die Rest abernten kann, das ist die Mentalität der Bauern, schade!
Ich kaufe ausschließlich Bio um diese Höfe zu unterstützen.

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