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Schlecker: Beschäftigte sollen auf 15 Prozent Lohn verzichten
dapd

Zehntausend Mitarbeitern hat er bereits gekündigt, mehr als zweitausend Filialen schließen lassen - doch es reicht nicht. Jetzt sollen auch die verbliebenen Mitarbeiter zur Rettung der Firma beitragen: Der Insolvenzverwalter fordert einen Lohnverzicht von 15 Prozent.

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wschwarz 11.04.2012, 14:34
1. prima

Zitat von sysop
Zehntausend Mitarbeitern hat er bereits gekündigt, mehr als zweitausend Filialen schließen lassen - doch es reicht nicht. Jetzt sollen auch die verbliebenen Mitarbeiter zur Rettung der Firma beitragen: Der Insolvenzverwalter fordert einen Lohnverzicht von 15 Prozent.
den Rest stockt die ARGE auf.

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max-mustermann 11.04.2012, 14:48
2. unverschämt

Zitat von sysop
Zehntausend Mitarbeitern hat er bereits gekündigt, mehr als zweitausend Filialen schließen lassen - doch es reicht nicht. Jetzt sollen auch die verbliebenen Mitarbeiter zur Rettung der Firma beitragen: Der Insolvenzverwalter fordert einen Lohnverzicht von 15 Prozent.
Das war leider zu erwarten das dank der Insolvenz die hart erkämpften ohnehin bescheidenen Löhne wieder gestutzt werden, ich würde lieber mit vollem Arbeitslosengeld Anspruch direkt zum Amt gehen als mich derart erpressen zu lassen.

Der Insolvenzverwalter sollte sich schämen.

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franko_potente 11.04.2012, 14:58
3.

Zitat von max-mustermann
Das war leider zu erwarten das dank der Insolvenz die hart erkämpften ohnehin bescheidenen Löhne wieder gestutzt werden, ich würde lieber mit vollem Arbeitslosengeld Anspruch direkt zum Amt gehen als mich derart erpressen zu lassen. Der Insolvenzverwalter sollte sich schämen.
Schlecker zahlte gut und anderen Quellen zufolge ergeben sich die 15% druch Verzicht auf freiwilllige Sondernzahlungen.

Erstaunlich finde ich, daß die Schlecker Männer auf die 15% verzichten sollen, die Schlecker Frauen aber nicht. Außerdem, was bringt es?
Lieber 15% weniger, als Stütze. Oder man sagt, "befristet", oder man sagt" vorrübergehend" bei Besserung wird nachgezahlt...

E sgit so viele Modelle.

DAs einfachste ist nat. keinen Gehaltsverzicht, dafür 15% mehr entlassen und den Rest der Arbeit verteilen, unbezahlt nat.

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redwed11 11.04.2012, 15:07
4. Die Kostenfaktoren

Zitat von max-mustermann
Das war leider zu erwarten das dank der Insolvenz die hart erkämpften ohnehin bescheidenen Löhne wieder gestutzt werden, ich würde lieber mit vollem Arbeitslosengeld Anspruch direkt zum Amt gehen als mich derart erpressen zu lassen. Der Insolvenzverwalter sollte sich schämen.

Haben Sie schon mal von einem Insolvenzverwalter gehört, der im Interesse der Beschäftigten handelt? Die Kostenfaktoren werden doch auch bei Insolvenzen als Dreck behandelt. Das ist überall gleich, ob es den Unternehmen gut geht oder schlecht.

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solomong. 11.04.2012, 15:29
5. Ich nicht

Zitat von max-mustermann
Das war leider zu erwarten das dank der Insolvenz die hart erkämpften ohnehin bescheidenen Löhne wieder gestutzt werden, ich würde lieber mit vollem Arbeitslosengeld Anspruch direkt zum Amt gehen als mich derart erpressen zu lassen.
denn das wären dann netto etwa 30% weniger Nettoeinkommen (Vollzeit) und ein paar Monate Sperre.
Aber ich gebe Ihnen insofern Recht, daß am Ende der "Schleckersanierung" bestenfalls ein paar Läden in sehr guter Lage oder XXXL-Stores mit deutlich über 500 qm Fläche übrigbleiben werden; - da kann es schon sinnvoll sein, jetzt zu agieren und sich intensiv nach einer anderen Beschäftigung umzuschauen, anstatt sich auf ein ewiges und nervenaufreibendes Siechtum einzulassen. Das geht auch ohne das Amt, oftmals sogar besser!

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denkpanzer 11.04.2012, 15:29
6. Lohnverrzicht ist nicht unbedingt schlau.

Die Angestellten sollten sich darauf nicht einlassen. Lohnverzicht schmälert vor allem ihre Bezüge bei der späteren Arbeitslosigkeit. Genau das ist ja auch den entlassenen Angestellten bei der Handy Sparte bei Siemens passiert.

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virtualtom 11.04.2012, 15:30
7. .

Na aslo, der Plan funktioniert doch. Bald bringen Leute noch Geld mit, damit sie Beschäftigung haben. Hauptsache, der krampfhafte Drang zur Arbeit wird befriedigt - das Ein- und Auskommen ist dabei unerheblich, und das Kapital lacht sich in's Fäustchen!

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conny2 11.04.2012, 15:38
8. Das macht der nicht

Zitat von max-mustermann
Der Insolvenzverwalter sollte sich schämen.
Er kann den Laden auch dicht machen. Abgesehen davon, wird man davon ausgehen können, dass der Insolvenzverwalter nur als verlängerter Arm des oder der potenziellen Übernehmer handelt. Wenn der/die ihm sagen: Wir übernehmen den Laden nur, wenn uns die Mitarbeiter ein bisschen weniger kosten, dann exekutiert der Insolvenzverwalter das. So sind eben die Sitten in der Insolvenz. Traurig aber wahr.

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Paul-Merlin 11.04.2012, 15:52
9. Falscher Weg

Zitat von sysop
Zehntausend Mitarbeitern hat er bereits gekündigt, mehr als zweitausend Filialen schließen lassen - doch es reicht nicht. Jetzt sollen auch die verbliebenen Mitarbeiter zur Rettung der Firma beitragen: Der Insolvenzverwalter fordert einen Lohnverzicht von 15 Prozent.
warum nur 15 %, warum nicht 100 % oder warum sollen die Schlecker-Frauen nicht sogar Geld mitbringen, um an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu dürfen. Arbeit macht bekanntlich frei - da war doch mal was, oder?

Dieser Lohndrückerweg ist grundsätzlich der falsche Weg. Bekanntlich hat es auch Schlecker mit dieser Masche versucht. Er stieß auf Widerstand, jetzt versucht der Insolvenzverwalter im Ergebnis das Gleiche.Macht dies Schule, dann werden auch bislang gesunde und fair zahlende andere Unternehmen auf diese Linie gezwungen. Hier wiederholt sich nur das ganze Dilema des Niedriglohnsektors und der staatlichen Hartz IV-Betrügerei zu Lasten breiter Bevölkerungskreise.

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