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So arbeitet Deutschland: Auf dem Weg in die Teilzeitrepublik
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Der Normal-Arbeitstag von acht Stunden ist in Deutschland nicht mehr normal. Teilzeit nimmt zu. Und die Aufteilung zwischen Mann und Frau verändert sich. Grafiken und Fakten zur Arbeitszeit auf einen Blick.

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hexenbesen.65 28.08.2017, 13:32
1.

Ein Traum für alle "Schichtler", NUR 35 Std die Woche arbeiten zu müssen ! Da sind 40 + die Regel....gerne auch "dürfen" Frauen auch Sonntag abends in die Nachtschicht kommen, Samstag früh raus gehen, und dann Montag morgens gleich wieder mit der Frühschicht anfangen...dann bitte auch noch Samstag in die Frühschicht. Die "faule" Spätschicht hat "nur" 40 Arbeitsstunden die Woche...(kann aber mal zu"Sonderschichten" Samstag nachmittag kommen. Und wer da nicht mitmacht ---> "Da ist die Tür!"---egal, wie alt Mann/Frau ist, wieviele Kinder oder Kleinkinder man hat ("Das ist ja Privatvergnügen"--wurde MIR mal gesagt, als ich um Schicht-Tausch bat ) Viele Frauen, die nach der Geburt Teilzeit arbeiten,wollen ja wieder in Vollzeit zurück, aber dann ist "upps" plötzlich keine Stelle mehr frei...dann heist es: Entweder auf Teilzeit bleiben oder kündigen...Und für diesen gekündigten Job wird auch nur ne Teilzeitperson angestellt...Oder wird auf 2 Mini-Jobber geteilt...Gewerkschaften und poltiker haben das alles nur noch "verschlimmbessert"

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dennis_berber 03.09.2017, 08:22
2. Arbeitsvolumen ist konstant seit 1991

Ist doch kein Wunder, dass die Teilzeitjobs zunehmen und die Vollzeitjobs abnehmen. Das Arbeitsvolumen hat seit 1991 nicht mehr zugenommen, nur die Anzahl an Erwerbstätigen. Somit steigt der Druck auf die Löhne und Gehälter und gleichzeitig nimmt die Produktivität zu, sodass langfristig nich von einem Anstieg des Arbeitsvolumens auszugehen ist. https://www.finwir.de/wirtschaft/arbeitsvolumen-zu-wenig-arbeit-fuer-zu-viele-menschen/

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royal_flush 03.09.2017, 08:34
3.

Ich (m) würde gerne Teilzeit arbeiten (ca. 50-60%), weil ich bei meiner Frau sehe, was das für zusätzlich Lebensqualität bringt, trotz finanzieller Einbußen. Leider ist das bei der Firma, in der ich arbeite, schwierig. Da ich dort aber bleiben möchte, akzeptiere ich das derzeit. In ein paar Jahren klappt es hoffentlich, Teilzeit bleibt jedenfalls mein mittelfristiges Ziel.

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guentherzaruba 03.09.2017, 08:34
4. diese Idee

dass eine Hälfte der KollegINNEN von Montag bis (z.B.)Donnerstag , die andere Hälfte von Dienstag bis Samstag arbeitet habe ich schon Jahrzehnte lang. Andere Möglichkeiten wären 3er Blocks. Mo.- Mi......Do.-Sa. Dann auch 3x 10 Stunden um beim Einkommen nicht zu sehr zu reduzieren.

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hwdtrier 03.09.2017, 08:47
5. Sorry aber für jede

Teilzeitstelle ist eine zweite nötig denn die Arbeit muss ja gemacht werden. Willen Teilzeitler wieder voll arbeiten müsste man dem zweiten kündigen. Ist dann sozial.

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MisterD 03.09.2017, 09:07
6. Schichtler solle man nicht jammern...

Bekommen Sie doch steuerfreie(!!!) Zuschläge und haben ihre tarifliche 35h-Woche. Auch wenn Sie evtl. mal ne Woche 40h arbeiten (oh mein Gott), im Jahresmittel sind es 35h... Andere arbeiten bis zu 50h JEDE Woche für einen Mindestlohn... Und genau darum müssen heutzutage auch die Mütter deutlich früher ran, weil die Familie sonst gar nicht überleben kann. Oder Mutti geht arbeiten, damit man neben der teuren Stadtwohnung auch mal 5 Tage Nordsee im Jahr bezahlen kann und die Kiddies mal rauskommen... Glauben Sie bitte nicht, dass die Frauen alle freiwillig schnell wieder arbeiten... Das tun nur die mit gutem Job... Der Rest muss aus wirtschaftlichen Zwängen heraus wieder ran... Und das wird immer schlimmer...

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wsachsenroeder 03.09.2017, 09:29
7. Freizeitgesellschaft?

Kürzlich war ich nach vielen Jahren mal wieder in der Pfalz in einem sehr reizenden kleinen Städtchen. Erst wurde mir erklärt warum die Pfalz auch als die Toskana Deutschlands gilt, Klima, Sonne, Wein etc. Dann lernte ich dazu, daß viele Familien sich die Mühen der Erwerbsarbeit mit Teilzeitstellen aufteilen, um ihre Toskana auch richtig genießen zu können...
Klar, es gibt viele sehr unterschiedliche Gründe für Teilzeitarbeit, aber sie kann auch ein Wohlstandsphänomen sein.

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muellerthomas 03.09.2017, 09:38
8.

Zitat von dennis_berber
Ist doch kein Wunder, dass die Teilzeitjobs zunehmen und die Vollzeitjobs abnehmen. Das Arbeitsvolumen hat seit 1991 nicht mehr zugenommen, nur die Anzahl an Erwerbstätigen. Somit steigt der Druck auf die Löhne und Gehälter und gleichzeitig nimmt die Produktivität zu, sodass langfristig nich von einem Anstieg des Arbeitsvolumens auszugehen ist. https://www.finwir.de/wirtschaft/arbeitsvolumen-zu-wenig-arbeit-fuer-zu-viele-menschen/
Wie oft wollen Sie das noch hier behaupten? Nach der Wiedervereinigung sank das Arbeitsvolumen, u.a. durch den Zusammenbruch der ostdeutschen Industrie. Seit etwa 2005 steigt es aber an.

http://ais.badische-zeitung.de/piece/07/1d/65/9a/119367066.gif

Ich kann mich zudem noch an Diskussionen vor Jahren erinnern, wo beklagt wurde, dass nicht ausreichend Teilzeitarbeitsplätze in Deutschland gäbe. Nun gibt es viele und es ist auch nicht richtig..

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dulcineadeltoboso 03.09.2017, 09:50
9.

Anfang der 90er Jahre war die Wirtschaft der Ex-DDR in einem dermaßen großen Umbruch, dass ein Bezug auf diese Zeit mir nichts sagt. Man sollte als Referenz die Situation Ende der 80er in der BRD nehmen und auf die gestiegene Bevölkerungszahl hochrechnen.

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