Forum: Wirtschaft
Sorge in Italien: Monti warnt vor Pleite Siziliens
AFP

In Italien wächst die Sorge vor einer Pleite Siziliens. Ministerpräsident Monti warnte, die Region stehe vor dem finanziellen Kollaps. Auch Griechenland braucht dringend Geld und will bei seinen Partnern einen Überbrückungskredit heraushandeln. Gute Nachrichten kommen dagegen aus Portugal.

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lukapp 17.07.2012, 19:36
1. und...

...hat er schon eine Idee, wie Deutschland das Problem lösen sollte??

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sabine_26 17.07.2012, 19:43
2. Sümpfe auf Sizilien?

Überall dort wo es viel Korruption gibt, wird es schwierig...

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prontissimo 17.07.2012, 19:53
3. aber klar doch:

Zitat von lukapp
...hat er schon eine Idee, wie Deutschland das Problem lösen sollte??
zahlen !

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glücklicher südtiroler 17.07.2012, 20:52
4. Sizilien...

Zitat von sysop
In Italien wächst die Sorge vor einer Pleite Siziliens. Ministerpräsident Monti warnte, die Region stehe vor dem finanziellen Kollaps. Auch Griechenland braucht dringend Geld und will bei seinen Partnern einen Überbrückungskredit heraushandeln. Gute Nachrichten kommen dagegen aus Portugal.
Sizilien gehört zu jenen Italienischen Regionen die am meisten vom Italienischen LFA profitieren. Als Sonderautonomie bekommen sie noch zusätzliche Gelder. Infolge der auf der Insel herrschenden ineffizienten Verwaltung und Wirtschaft versickern die Gelder ungenutzt. Die Insel leistet sich infolge des Familismus und der Vetternwirtschaft eine der aufgeblähtesten Verwaltungen des Landes. Vom Hauptproblem der Insel, der Mafia, ganz zu schweigen. Die hat immer vom Geldfluß vom Festland mitprofitiert. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung die dem Drogenhandel die größte Relevanz zumessen ist das bessere, und wichtigere, Geschäftsmodell der Mafia und ihr zugerechnete und affliliierte Firmen öffentliche Gelder abzugreifen. Indem man sich die Aufträge sichert. Der Rücktritt ist zu wenig; Sizilien bedarf einer Generalreform.

Schian Gruaß...

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caliper 17.07.2012, 21:10
5. lehrbuchmässig

Zitat von glücklicher südtiroler
Sizilien gehört zu jenen Italienischen Regionen die am meisten vom Italienischen LFA profitieren. Als Sonderautonomie bekommen sie noch zusätzliche Gelder. Infolge der auf der Insel herrschenden ineffizienten Verwaltung und Wirtschaft versickern die Gelder ungenutzt. Die Insel leistet sich infolge des Familismus und der Vetternwirtschaft eine der aufgeblähtesten Verwaltungen des Landes. Vom Hauptproblem der Insel, der Mafia, ganz zu schweigen. Die hat immer vom Geldfluß vom Festland mitprofitiert. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung die dem Drogenhandel die größte Relevanz zumessen ist das bessere, und wichtigere, Geschäftsmodell der Mafia und ihr zugerechnete und affliliierte Firmen öffentliche Gelder abzugreifen. Indem man sich die Aufträge sichert. Der Rücktritt ist zu wenig; Sizilien bedarf einer Generalreform. Schian Gruaß...
Besonders viel Geld dahin schicken wo die ineffizienteste Verwaltung ist. Das ist dann doch was für's Lehrbuch. Als Beispiel für "Fehlallokation" im Kapitel "Allokationspolitik".

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UnitedEurope 17.07.2012, 21:11
6.

Vor allem die Probleme Italiens, nicht nur Siziliens, sind einfach zu tiefgreifend, um sie so "schnell" lösen zu können.
Auch wenn Monti schon relativ viel erreicht hat, um eine dauerhafte Trendwende herbeizuführen, müsste er ans Allerheiligste Italiens.
Er müsste die Mentalität umkrempeln, die z.B. dadurch entsteht, dass es Beamte, Parlamentarier oder andere als selbstverständlich ansehen, umsonst ins Stadion zu dürfen, Posten an Verwandte zu verschachern oder geschätzte 50 Dienstwagen zu haben.

Da muss man auch ansetzen, nicht nur in schnöden Gesetzen.

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spatzimatzi 17.07.2012, 21:22
7. Hier geht's lang

Zitat von sysop
In Italien wächst die Sorge vor einer Pleite Siziliens. Ministerpräsident Monti warnte, die Region stehe vor dem finanziellen Kollaps. Auch Griechenland braucht dringend Geld und will bei seinen Partnern einen Überbrückungskredit heraushandeln. Gute Nachrichten kommen dagegen aus Portugal.
Umfassende, gut lesbare Analyse der Eurokrise gratis verfügbar.

"Das Euro-Desaster" von Matthias Elbers erklärt die Eurokrise auf 45 Seiten und entlarvt die Ammenmärchen von Merkel, Schäuble, Gabriel und Trittin und deren Claqueure in den Medien. Man kann dieses wertvolle Dokument auf der Homepage des Ifo-Instituts unter "Politikdebatte" gratis beziehen.

Policy debate

Das Besondere an der Analyse ist, dass sie zum einen die Eurokrise und die mögliche Lösungsalternative zum Regierungskurs umfassend und überzeugend erklärt und zum anderen trotz ihrer Länge auch für ökonomische Laien gut lesbar ist. Namentlich leistet der Text folgendes:

-er zeigt auf, dass es sich bei der Eurokrise um eine Zahlungsbilanzkrise mehrerer europäischer Volkswirtschaften handelt, und der Euro mit seinem Einheitszins selbst die Krisenursache ist, weil es dadurch zu einer fatalen Fehlsteuerung der Kapitalströme kam.
-er macht deutlich, welche Kosten und Verwerfungen der Euro schon verursacht hat (auch schon vor der eigentlichen Krise) und welche weiteren Kosten und Verwerfungen drohen.
-er verdeutlicht außerdem, worin die konzeptionellen Denkfehler der “Euroretter” bestehen und wieso EFSF, ESM oder Eurobonds niemals ein Ende oder auch nur eine nachhaltige Linderung der Krise herbeiführen können.
-er skizziert, wie es wahrscheinlich weitergeht, wenn man die “Euroretter” gewähren lässt, und welche Alternativen aus deutscher Sicht bestehen.
-er warnt, was es für Folgen für Demokratie, Rechtsstaat und Frieden in Europa hat, wenn der Euro durch eine Trasferunion “stabilisiert” werden soll.

Pflichtlektüre für jeden Bürger: lesen und weitersagen! Gegenöffentlichkeit aufbauen!

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72prozentedelcacao 17.07.2012, 21:27
8. General. Reform.

Dem glücklichen Südtiroler kann geholfen werden: wir schieben Sizilien 1500 km nach Norden, dann sind die Münchner in 2 Stunden dort und Sizilien freut sich über einen Ansturm von Wochenendtouristen und Sommerfrischlern aus Deutschland. Wintersport wäre auch super, der Ätna bringt ja immerhin 3300 m mit. In 10 Jahren wäre die aus dem gröbsten raus. Wir müssen nur noch einen neuen Platz für Südtirol finden. Spaß beiseite: die Mafia hat sich mit sauber gewaschenem Geld auch in den Industriezentren Norditaliens ausgebreitet und schöpft ab, was geht. Viel Verwaltung habe ich in Sizilien noch nie vorgefunden, aber irgendwie funktioniert dann doch alles. Die Leute sind nett, da erkenne ich keinen Unterschied zu den alpinen Regionen. Wie man den Sumpf austrocknet? Nachdem keiner eine zündende Idee für die Finanz- und Eurokrise hat, braucht man nicht zu erwarten, daß 60 und mehr Jahre Misswirtschaft auf Sizilien per Rücktritt eines Gouverneurs zu beseitigen sind. Kampanien und Neapel finde ich übrigens weitaus schlimmer, nur ist das eben keine autonome Region und daher gibts dort auch keinen separaten Bankrott. Fazit: die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter.

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crocodil 17.07.2012, 21:43
9. Hat

Zitat von prontissimo
zahlen !
jemand schon die Cosa Nostra oder Camorra gefragt, ob sie einspringen??

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